Pulheim - Turnusmäßig war die BMW International Open 2016 (BIO) zu Gast in NRW. Auf der Anlage des GC Gut Lärchenhof vor den Toren Kölns fand sich ein Teil der Weltelite ein, um die insgesamt zwei Millionen Euro Preisgeld unter sich zu auszuspielen.
Bei diesem Turnier der PGA European Tour waren auch große Namen am Start. Allen voran: Danny Willett, der amtierende Masters-Sieger aus England. Bei dem Briten lief es aber von Anfang an nicht optimal und neutrale Betrachter beschlich fast ein wenig der Eindruck, der Sieger des Jahres 2012 würde nicht alles geben, um den Cut zu schaffen. Und so schied Willett nach Runden von 74 und 70 Schlägen bei Even Par noch vor dem Wochenende aus.
Schlaggleich mit dem Masters-Champion war auch für Philipp Mejow (GLC Berlin-Wannsee) und Lokalmatador Max Kiefer das Turnier am Freitag beendet.
Marcel Siem hatte vor dem Start mit Schulterproblemen zu kämpfen und war daher täglich bei Rolf Klöttschen, der auch die Kader des Golfverbandes NRW physiotherapeutisch betreut, in Behandlung. Am ersten Tag sah es nach einer 73 noch so aus, als wenn der Ratinger mit einer guten Leistung am Samstag den Cut machen könnte, aber am Freitag sammelten sich etliche hohe Hausnummern auf der Scorekarte Siems, während er keine Birdies notieren durfte. Ganz offensichtlich waren auch die Schmerzen in der Schulter wieder zurück und so endete diese BIO für Marcel Siem mit einer 82 auf Rang 150.
Da Martin Kaymer ganz auf einen Start in Pulheim verzichtet hatte, fand das Wochenende ohne NRW-Beteiligung statt.
Beste Deutsche waren Bernd Ritthammer (-6) auf Rang 16 und Routinier Alex Cejka (-1) auf Rang 45. Noch ein dritter Deutscher hatte den Cut gemacht und wurde am Finaltag gemeinsam mit dem Sieger Henrik Stenson auf der Bühne geehrte: Jeremy Paul aus dem National Team Germany hatte sich mit guten Runden von 70 und 72 Schlägen in den Cut gespielt und landete nach zwei 74er-Runden auf Rang 56, bekam dafür den kleinen Pokal für den besten Amateur im Feld. Alle anderen Deutschen hatten den Cut verpasst.
Ein großes Thema am Lärchenhof war das Wetter - wie bei fast allen Turnieren in diesem Jahr bislang. Am Donnerstag brannte die Sonne unerbittlich vom Himmel und ließ das Thermometer auf 35 Grad klettern. Am Samstag öffnete der Himmel dafür seine Schleusen derartig heftig, dass der Platz sich schon am Mittag in eine Seenlandschaft verwandelte und das Spiel nicht mehr regulär hätte fortgesetzt werden können. Noch ehe die Leader rausgehen konnten, wurde das Spiel erst unterbrochen und dann für diesen Tag ganz abgebrochen, so dass die dritte Runde erst am Sonntagmorgen beendet werden konnte. Daher gab es für die Finalrunde auch nicht die üblichen Zweierflights mit den Leadern am Schluss, sondern eine vorher festgelegte Startreihenfolge in Dreierflights.
Am Sonntag passte das Wetter und die Greenkeeper-Mannschaft des GC Gut Lärchenhof, die für dieses PGA-Turnier kräftig aufgestockt worden war, hatte ganze Arbeit geleistet. Der Platz war wieder in exzellenter Verfassung, auch wenn alles sehr nass und weich war. Der Platz spielte sich so sogar für die Profis recht lang. Da zusätzlich für die Turnierwoche die Roughs besonders dicht stehen durften, war der Siegerscore von Henrik Stenson mit -17 durchaus im Rahmen. 10 Jahre nach seinem ersten Sieg bei der BMW International Open holte sich der Weltranglisten-Siebte aus Schweden damit seinen zweiten BMW-Titel.
Im kommenden Jahr wird die BIO wieder in München-Eichenried ausgetragen. 2018 ist dann wieder der GC Gut Lärchenhof Gastgeber dieses großen Golfevents.
stebl´
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