Meerbusch - Die NRW-Meisterschaften der Senioren wurden in Meerbusch bei Kaiserwetter ausgetragen. Am Sonntag wurde es den Teilnehmern sogar schon ein bisschen zu heiß, so sehr brannte die Sonne auf den sich in exzellentem Zustand befindenden Platz des Golfpark Meerbusch. Gisela Wegmann (Rheine-Mesum) und Waldemar Krüger (Castrop-Rauxel) sicherten sich die Titel.
Damit gab es sowohl bei den Seniorinnen, wie auch bei den Senioren Titelträger, die vorher noch keinen Meistertitel errungen hatten.
Besonders spannend machten es die Damen. Nach dem ersten Tag standen drei Spielerinnen schlaggleich an der Spitze: Gisela Wegmann, Elke Neumann-Drope und Dorothea Mosgalik. Zwei davon fanden sich nach Turnierende auf dem Treppchen wieder. Dorothea Mosgalik (Castrop-Rauxel) fiel mit ihrer 85 (-13) am Finaltag noch auf den 4.Rang zurück. Dafür schob sich mit Karin Gumpert (G&LC Köln) noch eine Spielerin weit nach vorne, die von Platz 9 in die Finalrunde gestartet war. Ihre 77 war bei den Damen nicht nur die beste Turnierrunde, sondern auch der einzige Score unter 80 Schlägen. Nach Runden von 86 und 77 hatte die Kölnerin die gleiche Schlagzahl, wie Gisela Wegmann, die sehr konstant spielte und Runden von 82 und 81 unterschreiben durfte. Ein Stechen musste die Entscheidung bringen, wer neue NRW-Meisterin der Seniorinnen wird.
Die Bahnen 1 und 6 waren festgelegt worden, um das Stechen zügig durchführen zu können. Auf dem ersten Extraloch setze Karin Gumpert ihren Drive sicher in die Mitte des Fairways. Der Ball von Gisela Wegmann kam dagegen im Semirough zum liegen. Hieraus konnte sich die Spielern des GSC Rheine-Mesum sauber befreien, traf das Grün aber nicht ganz. Etwa fünf Meter fehlten bis zum Grünanfang. Karin Gumpert konnte ihren Schlag frei führen, traf aber den Bunker rechts vor dem Grün. Der Bunkerschlag war nicht optimal und so lag die Rheinländerin nach dem dritten Schlag nur im Vorgrün. Gisela Wegmann spielte ihren Ball auf ca. 1,40 Meter an das Loch und bewahrte sich ihre Par-Chance.
Der Par-Chip von Karin Gumpert verfehlte sein Ziel knapp und kam wenige Zentimeter dichter am Loch zu liegen, als der Ball der Kontrahentin lag. Gisela Wegmann musste also als Erste ran. Der Putt zum Par war gleichzeitig der Putt zum Sieg - und die Westfälin stopfte die weiße Kugel Mitte Loch sicher. Das Stechen war auf dem ersten Loch entschieden.
Die Bronzemedaille gewann Elke Neumann-Drope (GC Gut Lärchenhof), die mit Runden von 82 und 82 das Stechen um nur einen Zähler verpasst hatte.
Bei den Herren ging es ebenfalls eng zu, allerdings nur bei der Vergabe der Silber- und Bronzemedaillen. Den Meistertitel sicherte sich Waldemar Krüger nach Runden von 78 und 76 mehr als souverän mit acht Schlägen Vorsprung. Der Spieler des GC Castrop-Rauxel war damit gleichzeitig der einzige Spieler, der zwei Runden unter 80 ins Clubhaus brachte und spielte am Finaltag die beste Runde des Turniers überhaupt. Mit Fug und Recht kann man daher sagen: dieser Titelgewinn war mehr als verdient!
Dahinter mussten die Plätze 2 bis 4 im Kartenstechen vergeben werden. Dank der besten letzten neun Bahnen gewann Hans-Jürgen Ecklebe vom G&LC Köln die Silbermedaille. Ebenfalls mit Runden von 79 und 83 Schlägen kam Jörg Hons vom GC Oberhausen auf den Bronze-Platz. Das Nachsehen hatte Norbert Weber vom G&LC Schmitzhof. Weber war nach seiner 77 vom Samstag als Führender in die Finalrunde gestartet, brachte in der sengenden Hitze des Sonntags aber nur eine 85 ins Clubhaus und fiel damit -nach Kartenstechen- noch auf den undankbaren 4.Platz zurück.
Thomas Schulz vom Sportausschuss des Golfverbandes NRW nahm die Siegerehrung vor. Er betonte, wie auch die beiden neuen NRW-Meister, dass der Platz in Meerbusch sich wieder in bester Verfassung gezeigt hatte und dankte ausdrücklich dem Greenkeeper-Team für die hervorragende Arbeit. Gleichzeitig gab Schulz bekannt, dass sich der Golfpark Meerbusch bereit erklärt hat, auch im kommenden Jahr als Gastgeber der NRW-Seniorenmeisterschaften zur Verfügung zu stehen. Der Applaus der Teilnehmer war groß.
NRW-Meister Waldemar Krüger hob in seiner Siegerrede die Grüns heraus. Diese seien nicht eine glatte 1, auch nicht 1a, sondern Güteklasse AAA. Entsprechend gelang es Krüger, am Finaltag keinen einzigen Dreiputt zu schieben.
Die sportlich-ambitionierte Stimmung auf der Anlage ging Hand in Hand mit einer großen Fairness und Harmonie der Teilnehmer untereinander.
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