DGV und NABU NRW luden zur Tagung „G+N“ in den Golf Club Hubbelrath
Vor 20 Jahren war es beinahe undenkbar, dass „Golf und Natur“ einmal eine nachhaltige Symbiose eingehen würden. Heute sitzen der Naturschutz, Golfclubs und der DGV am Runden Tisch und ziehen im Sinne der Umwelt sogar an einem Strang. „Golf und Natur“ lautete der Titel einer informativen Tagung, die der DGV zusammen mit dem NABU NRW und dem GC Hubbelrath organisierte. Über 120 Teilnehmer aus den Bereichen Golfmanagement, Naturschutz, Golfplatzplanung, Greenkeeping sowie Behördenvertreter folgten der Einladung neugierig und sorgten für einen konstruktiven Interessen- und Erfahrungsaustausch.
Das seit 2005 speziell für den Golfbereich entwickelte Umweltprogramm „Golf und Natur“ kennzeichnet eine praxisnahe Anleitung für eine umwelt- und qualitätsorientierte Zukunft der Golfanlagen. Das wichtigste Ziel von „Golf und Natur“, so Dr. Gunther Hardt vom DGV, sei der Schutz von Natur und Umwelt bei gleichzeitig optimalem Spielbetrieb mit nachhaltiger Wirkung. Nach der Erhebungsphase findet eine rund zweijährige Umsetzungsphase statt, in der die im Entwicklungsplan gesteckten Ziele realisiert werden sollen. Bei erfolgreicher Umsetzung des individuellen Maßnahmenkatalogs, der gemeinsam durch den DGV, den Auditpartner DQS und den Golfclub festgelegt wurde, findet die Vergabe eines abgestuften Zertifikats statt. Durch die zusätzliche Konformitätserklärung der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) erhalten die Golfanlagen ab der Silberzertifizierung eine objektive Bestätigung seines Umweltengagements.
Auch für Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU Landesverbandes NRW, haben sich die Zeiten geändert. Sein Verband habe den Stellenwert der Golfanlagen im Hinblick auf den Naturschutz erkannt und reiche dem Golfsport die Hand. Der NABU stehe den Golfclubs in NRW deshalb bei der praktischen Umsetzung gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Für das Bundesamt für Naturschutz (BfN) appellierte dessen Zentralbereichsleiter Thomas Graner an die Zuhörer, bei der Planung neuer Golfanlagen den Naturschutz von vorne herein zu berücksichtigen. In der Abschlussdiskussion wurde noch einmal deutlich, wie wichtig die Beteiligung der Clubmitglieder an diesem Programm ist. Denn ohne das Interesse, das Wissen und das Engagement einzelner Personen wird sich keine Mehrheit finden lassen, die den zuletzt finanziellen Aufwendungen für den Naturschutz auf ihrer Anlage zustimmt.
In NRW wurde als „Pionier“ der GC Haus Bey im Frühjahr und ganz aktuell einen Tag vor der DGV-Fachtagung der GC Hubbelrath mit dem Zertifikat in Gold ausgezeichnet. GCH-Vorstandsmitglied Dr. Gerd W. Thörner stellte als Tagungsprogrammpunkt einige der auf dem Hubbelrather Golfplatz durchgeführten Maßnahmen während einer Begehung vor. Silber erhielt jüngst der GC Hösel. Bronze haben in NRW bisher der GC Castrop-Rauxel, GC Gelstern Lüdenscheid-Schalksmühle und der GC Schwarze Heide Bottrop-Kirchhellen erreicht.
Infos unter: <link http: www.nrw.nabu.de>www.nrw.nabu.de und <link http: www.golf.de dgv>www.golf.de/dgv




