St.Leon-Rot - Sophie Witt vom GC Hubbelrath hat am zweiten Tag des SLR Academy Invitational ihre bislang beste Runde überhaupt gespielt und war als Führende in die Finalrunde des Turniers gegangen, das der GC St. Leon-Rot nach den vielen Absagen durch Corona kurzfristig organisiert hatte.
Es war ein famoser Tag für Sophie Witt. Die 17-Jährige aus dem Junior Team Germany lieferte eine absolut fehlerfreie Leistung ab und beschenkte sich selbst nicht nur mit dem für sie bislang niedrigsten Score überhaupt. Es war auch die erste Turnierrunde ohne Bogey und als Folge ihrer beiden guten Runden mit 70 und 67 Schlägen lag die Hubbelratherin mit gesamt -11 alleine in Führung.
Nachdem es zuvor schon gut lief, kam es für die Rheinländerin an diesem Tag zu einem großen Schlussspurt. Auf den Bahnen 14 bis 17 gelangen Witt vier Birdies in Serie und nach einem guten Schlag ins 18. Grün bestand sogar noch die Chance, mit einem weiteren Birdie den Platzrekord einzustellen. Der Putt fiel zwar nicht, aber dies tat der Freunde keinen Abbruch.
„Ich habe heute ganz glatt gespielt und praktisch immer das Fairway getroffen. Momentan kann ich noch gar nicht fassen, was hier heute passiert ist. Ich werde aber gut schlafen, denn wir sind nun schon seit 13 Tagen unterwegs und ich bin ziemlich fertig. Da St. Leon-Rot der Bundesstützpunkt ist und wir hier viele Lehrgänge haben, ist es fast wie mein Heimatplatz. Ich kenne hier jeden Baum und jeden Busch. Meine Mutter wird morgen dabei sein und ich werde versuchen, zu gewinnen“, war Sophie Witt nach der Runde sichtlich geschafft, strahlte aber dennoch sehr viel Zuversicht aus.
Lange Hochspannung bei Damen
Sophie Witt ging mit einem Schlag Vorsprung auf Jana Melichova in den Finaltag. Spannend war es von Beginn an, denn die Verfolgerin ging mit einem Birdie auf der zweiten Bahn in Führung, nachdem Sophie Witt zum Auftakt einen Bogey notieren musste.
Die Tschechin gab direkt nach ihrem Birdie aber auch zwei Schläge wieder ab und mit einem Birdie auf Bahn 15, der sechsten gespielten Bahn, konnte Sophie Witt erstmals mit zwei Schlägen Vorsprung die Führung ausbauen. Mit einem weiteren Birdie auf Bahn 18 erhöhte die Hubbelratherin weiter und ging mit dann schon drei Zählern zwischen sich und den Verfolgerinnen auf die Backnine.
Auf den zweiten neun Spielbahnen lief es dann richtig gut für Jana Melichova. Die Tschechin versenkte auf Bahn 1 zum Birdie. Als Sophie Witt auf Bahn 2 einen Bogey hinnehmen musste, war der scheinbar komfortable Vorsprung auf nur noch einen Zähler geschrumpft.
Auf den Bahnen 3 und 4 drehte sich das Bild dann kräftig, denn die 17-Jährige des GC Hubbelrath hielt zwar jeweils ihr Par, aber die Tschechin setzte erst mit einem Eagle und anschließend mit zwei Birdies ein Ausrufezeichen. Beim Birdie auf Bahn 5 ging Sophie Witt zwar mit, hatte aber einen Rückstand von zwei Zählern und es waren nur noch vier Bahnen zu gehen.
Der Hubbelratherin, die jüngst ein sehr gutes Abitur abgelegt hat, konnte das Blatt nicht mehr wenden und beendet mit einem Gesamtscore von -11 ein Turnier, mit dem sie am Abend nach der Siegerehrung insgesamt sehr zufrieden war.
Platz zwei teilte sich die Athletin, die auch in den Kadern des Golfverbandes NRW gefördert wurde, mit Lucie Malchirand aus Frankreich. Die 13. des World Amateur Golf Rankings, die als Top-Favoritin ins Turnier gegangen war, lieferte mit 69 (-5) Schlägen ebenso eine fabelhafte Finalrunde ab wie die Siegerin Jana Melichova.
Sehr beachtlich
Ihre erste Wettkampfrunde ohne ein einziges Bogey brachte Luisa Vogt nach Hause. Die Spielerin des GC Hubbelrath war am ersten Wettkampftag solide mit vier Bahnen in Even Par gestartet, zündete dann aber den Turbo. Noch auf ihrer Frontnine, der eigentlichen Backnine des Platzes, brachte Vogt vier Birdies unter, davon drei in Serie.
Die Scorekarte der Co-Leaderin bleib weiterhin blitzsauber und mit zwei weiteren Birdies drückte Luisa Vogt ihren Score noch auf 66 (-8) Schläge.
Beeindruckend war die Sicherheit, mit der das Talent aus NRW das lange Spiel meisterte. Der Lohn waren 18 Grüntreffer, davon zwei unter Regulation. Da auch der Putter seinen Dienst treu versah, fielen einige Bälle.
Luisa Vogt spielte am zweiten Tag solide und kam mit einer 72 (-2) ins Clubhaus. Damit hat die Hubbelratherin mit gesamt -8 nur einen Zähler Rückstand auf das Führungstrio. Am letzten Wettkampftag unterschrieb Luisa Vogt eine 73 (-1) und beendete dieses internationale Turnier auf Rang fünf.
Podium knapp verpasst
Bei den Herren war Cedric Otten bester Deutscher im Feld des SLR Academay Invitationals. Der Hubbelrather verpasste nach Runden mit 68, 72 und 68 Schlägen das Podium um nur einen Zähler.
Jonas Baumgartner vom GC Hösel brachte Scorekarten mit 72, 69 und nochmals 72 Schlägen ins Clubhaus. Dies reichte für Rang elf.









