Halle/Westfalen – Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide gewinnt bei den Deutschen Meisterschaften AK offen im GC Teutoburger Wald die Silbermedaille. Mit Runden von 71 (-1), 72 (Even), 75 (+3) und 71 (-1) beendet die NRW-Spielerin das Turnier bei gesamt +1 auf dem geteilten zweiten Platz. Auch der gastgebende GC Teutoburger Wald setzte sportlich und organisatorisch Akzente.
Vier Tage lang kämpften 50 Frauen und 78 Männer auf dem anspruchsvollen Par-72-Kurs des GC Teutoburger Wald um die Deutschen Meistertitel der offenen Altersklasse. Aus Sicht des Golfverbandes Nordrhein-Westfalen stand am Ende vor allem Luisa Hartmann im Mittelpunkt. Die Spielerin des GC Aldruper Heide behauptete sich über alle vier Runden in der Spitzengruppe und sicherte sich mit gesamt 289 Schlägen die Silbermedaille.
Den Titel gewann Leonie Breutigam vom Hamburger GC. Die 21-Jährige setzte sich am Finaltag mit einer starken 69 (-3) entscheidend ab und beendete das Turnier mit gesamt -5. Sechs Schläge dahinter teilten sich Hartmann und Catharina Lohoff vom G&LC Berlin-Wannsee Rang zwei.
Von Beginn an vorne dabei
Hartmann legte bereits am ersten Tag die Grundlage für den Medaillengewinn. Mit 71 (-1) Schlägen gehörte sie zu nur sieben Spielerinnen, die zum Auftakt unter Par blieben. Damit lag sie zunächst auf dem geteilten fünften Rang.
Am zweiten Tag bestätigte die Spielerin des GC Aldruper Heide ihre Position. Mit einer 72 (Even) blieb sie bei gesamt -1 und rückte auf den geteilten zweiten Platz vor. Vor ihr lag zu diesem Zeitpunkt nur Vivienne Bühle vom Stuttgarter GC Solitude, die sich mit gesamt -5 einen Vorsprung von vier Schlägen erspielt hatte.
Die dritte Runde verlief für Hartmann etwas schwieriger. Eine 75 (+3) ließ ihren Gesamtscore auf +2 steigen. Dennoch blieb sie auf Rang drei und ging aus einer ausgezeichneten Ausgangslage in die Schlussrunde.
71 zum Abschluss
Im Leaderflight zeigte Hartmann am Finaltag noch einmal ihre Klasse. Nach einem schwierigen Beginn stabilisierte sie ihre Runde schnell und brachte mit 71 (-1) erneut einen Score unter Par ins Recording.
„Im Leaderflight zu spielen, ist immer wieder cool. Ich war am Anfang aufgeregt und bin erstmal schlecht gestartet. Ich habe dann versucht, mich wieder zu fangen und einen Bounceback zu machen“, war Hartmann glücklich, innerhalb der Runde den Score zu drehen.
Mit dieser Finalrunde verteidigte Hartmann ihren Platz auf dem Podium und beendete die Deutsche Meisterschaft bei gesamt +1. Schlaggleich mit Catharina Lohoff erhielt sie Silber.
Lohoff spielte zum Abschluss ebenfalls stark. Nach einem Eagle auf Loch 2 und einer insgesamt ausgeglichenen Runde unterschrieb die Berlinerin eine 69 (-3), gemeinsam mit Siegerin Breutigam der beste Score der Finalrunde.
Fecke lange in der Top Ten
Mit Theresa Fecke vom GC Paderborner Land war eine weitere NRW-Spielerin über weite Strecken des Turniers weit vorne im Klassement vertreten. Zum Auftakt kam sie wie Hartmann mit 71 (-1) ins Recording und lag damit ebenfalls auf dem geteilten fünften Platz.
Nach einer 74 (+2) am zweiten Tag stand Fecke bei gesamt +1 auf Rang sechs. Auch nach Runde drei blieb sie mit +5 auf dem geteilten siebten Rang in der Top Ten.
Am Finaltag musste die Paderbornerin allerdings deutlich Federn lassen. Mit einer 82 (+10) fiel sie bei gesamt +15 auf den geteilten 18. Platz zurück. Ihre Runden lauteten 71, 74, 76 und 82 Schläge.
Böckstiegel bester Lokalmatador
Bei den Männern waren die Athleten aus Nordrhein-Westfalen weit von einer Medaille entfernt. Der beste Spieler aus NRW kam vom gastgebenden GC Teutoburger Wald. Hannes Böckstiegel spielte Runden von 76, 75, 75 und 73 Schlägen und beendete die Meisterschaft mit gesamt +11 auf dem geteilten 18. Platz. Damit war der 24-Jährige nicht nur bester Spieler seines Clubs, sondern sorgte gerade am Finaltag auch für viel Aufmerksamkeit. Zahlreiche Zuschauer begleiteten seinen Flight über den Platz.
„Es war extrem cool, dass so viele Zuschauer bei meinem Flight mitgegangen sind. Es hat super viel Spaß gemacht“, freute sich Böckstiegel nach seiner Schlussrunde.
Mit Justin Weidemann vom GC Mülheim an der Ruhr landete ein weiterer NRW-Spieler direkt dahinter. Nach Runden von 74, 75, 76 und 75 Schlägen belegte er mit gesamt +12 Rang 21.
Daniel Gelser vom GC Essen-Heidhausen kam mit 77, 72, 78 und 75 Schlägen auf gesamt +14 und teilte sich Rang 22. Fynn Wacker vom GC Hösel beendete die Meisterschaft nach 81, 72, 75 und 79 Schlägen mit +19 auf dem geteilten 36. Platz.
Küls gewinnt bei den Männern
Der Titel bei den Männern ging an Moritz Küls vom GC Neuhof. Der Hesse war als Führender mit gesamt -1 in die Finalrunde gestartet und verteidigte trotz eines schwierigen Starts seine Spitzenposition.
Vier Bogeys in Serie brachten ihn zunächst unter Druck. Danach stabilisierte Küls sein Spiel und brachte eine 74 (+2) ins Clubhaus. Mit gesamt +1 blieb er einen Schlag vor Luca Scheublein vom GC Olching und Arthur Akpinar vom G&LC Berlin-Wannsee, die sich bei +2 die Silbermedaille teilten.
Wie anspruchsvoll der Platz am Finaltag spielte, zeigte auch der Blick auf die Scores. Nur drei Männer blieben in der Schlussrunde unter Par.
Anspruchsvoller Gastgeber
Der GC Teutoburger Wald prägte diese Deutschen Meisterschaften nicht nur sportlich. Der Platz in Halle verlangte über vier Tage präzises Golf, sichere Drives vom Tee und taktisch kluge Schläge ins Grün.
Auch organisatorisch erhielt der Gastgeber viel Anerkennung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich über Greenkeeping, Verwaltung, Management und Gastronomie durchweg positiv.
Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband, würdigte den GC Teutoburger Wald ausdrücklich für die Ausrichtung und den selektiven Meisterschaftsplatz.







