Das diesjährige Endergebnis muss von einer so gut aufgestellten Mannschaft erst mal verdaut werden. Bereits bei den Vierern am Freitag fand sich das Team aus NRW nicht so recht ins Spiel und endete auf dem geteilten Platz 4 (+21), allerdings in bester Gesellschaft mit Titelverteidiger Bayern und Gastgeber Rheinland-Pfalz/Saarland. Das war noch kein Drama, die Losung für Samstag aber war klar: jetzt muss eine deutliche Leistungssteigerung her. Aber auch während der 2. Runde (Einzel) bemerkten die Spieler/in, dass der Bad Emser Platz zwar ein sehr schöner, jedoch mit seinen „Schräglagen“ ein nicht so einfacher und sportlich anspruchsvoller Platz ist. Nach Tag zwei war die Wurzel des Übels sicher erkannt: das kollektive Nichtfallen der Puts. Aber sie konnte nicht entfernt werden und verfolgte uns schlussendlich bis zum letzten Grün. Zum ersten Mal dabei und anfänglich nervös, fand ein Spieler der NRW-Mannschaft offensichtlich doch sein Rezept zum erfolgreichen Bezwingen des Platzes: Ernst-Erich Schueller (Stv: 3,2/GC Dreibäumen) gelang an allen drei Turniertagen ein hervorragendes und sehr ausgeglichenes Ergebnis. Ansonsten wollte der Knoten nicht so recht platzen, wie bei manch anderen Mannschaften; zum Beispiel berichtete mir Sachsen/ Thüringen von ihrem besonders euphorischen Spiel am Samstag. Aber auch Bayern, Hessen und Niedersachsen/Bremen hielten am 2. Tag ihren Score beisammen und wurden beim Blick auf das Board der Scoringfirma um Brian und Sarah Cornford mit vorderen Platzierungen belohnt. Baden-Württemberg „entschied“ sich wohl für einen spannenden Finaltag und ließ einige Schläge liegen, sodass nun Bayern bis auf einen Schlag (+61), Hessen bis auf drei Schläge (+63) und Niedersachsen/Bremen bis auf vier Schläge (+64) zum späteren Sieger aufschlossen. Der Gastgeber Rheinland-Pfalz/Saarland musste nach seinem guten geteilten Platz vier vom Freitag, am zweiten Tag nun auch etwas abreißen lassen (+74), schaffte aber im Endergebnis seine bisher beste Platzierung, wie uns Gerd Kohns verriet. NRW fand sich abgeschlagen auf Platz 8 (+80) wieder. Jetzt ging es nur noch um Schadensbegrenzung - am Ende stand Platz 6 (+120) zu Buche; knapp nach vorn: 5. Platz Niedersachsen/ Bremen +118 und 4. Platz die Gastgeber +115, aber auch knapp nach hinten: 7. Platz Hamburg +121 und 8. Platz Berlin-Brandenburg +124.
So war nun auch dieses Jahr Bayern wieder in ein Herzschlag-Finale „verwickelt“ – jedoch endete es am Finaltag verdient mit Platz 1 für die vom ersten Tag an führende Mannschaft aus Baden-Württemberg und dank seiner besten Tagesleistung für Hessen auf Platz 2. Aber das Podium behielt Bayern mit Platz 3 fest in der Hand.
Der Platz von Bad Ems war eindeutig nicht unserer Pflaster oder besser Grün, aber wir kommen wieder – nächstes Jahr nach Sachsen-Anhalt! Nur wissen wir noch nicht, mit welchem Kapitän das geschieht. Denn Goerdt Stubbe, welcher seit der Geburtsstunde des Pokals im Jahr 1998 gemeinsam mit seiner Frau Uscha, die Mannschaft aufstellte, betreute und motivierte, gibt nach nun 14 Jahren sein Amt ab und verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand, der mit einem Umzug nach Oberbayern verbunden ist. Die im Laufe der Jahre zusammen gekommenen 32 SLP-Spieler/-innen und der Golfverband NRW sagen von Herzen vielen Dank und Servus an Uscha & Goerdt Stubbe.
Einzelne Ergebnisse unter: <link http: www.mgcbadems.de cms>www.mgcbadems.de/cms/






