Santa Monica/USA - Im Rahmen der Turnierwoche der Northern Trust Open in Kalifornien hat Max Rottluff die Ehre, mit Paul Casey gemeinsam das Pro-Am am Montag spielen zu dürfen. Auf dem Platz des feinen Riviera CC treten Stars der US-PGA-Tour, die über das College auf die Tour gekommen sind, gemeinsam mit einem aktuellen Studenten "ihres" Colleges an.
Zum zweiten Mal wird im Vorfeld des mit knapp sieben Millionen Dollar dotierten Turniers ein Pro-Am in diesem Format ausgetragen. Max Rottluff vom National Team Germany, der auch in den Kadern des Golfverbandes NRW gefördert wurde, ist damit auch der erste Spieler mit dem Bundesadler auf der Brust, der bei einem solchen Turnier die Luft der "Großen" schnuppern kann.
Beim "Northern Trust Collegiate Showcase" treten Spieler von 14 Universitäten an. Das Startgeld von satten 25.000 Dollar wird dabei von Sponsoren übernommen. Von jeder Uni tritt ein Student mit einem Tour-Spieler an, der früher an gleicher Stelle studiert hat. Der beste Student bekommt eine Einladung für das anschließende Turnier der Weltstars und das College, auf dem der Profi war, der gemeinsam mit den anderen Amateuren im Flight den niedrigsten Bestball-Score ins Clubhaus bringen kann, erhält 50.000 Dollar.
Paul Casey, der vor seinem Wechsel auf die Tour an der Arizona State University (ASU) studiert hatte, beeindruckte Max Rottluff sehr. Der 39-Jährige Engländer, der etliche Turniersiege feiern durfte und dreimal mit Europa den Ryder Cup gewann, hatte in der Woche zwar nichts mit dem Kampf um den Turniersieg zu tun, war aber dennoch ein spannender Mitspieler und zeigte Rottluff viele interessante Details.
"Der Riviera CC hat einen sehr schwierigen Platz und die Scores auf der Tour sind immer recht hoch", so Max Rottluff zu der Herausforderung, einen Platz im Tour-Shape zu spielen, ohne vorher eine Proberunde gespielt zu haben.
"Das Turnier war ein super Erlebnis. Ich habe auf der Runde mit Paul Casey tolle Erfahrungen machen können und wieder einiges gelernt", so der Hubelrather bescheiden. Positives Fazit nach dem Tag an der Seite eines dreimaligen Ryder-Cup-Siegers: "Ich sehe, wie nah ich dran bin. Leider habe ich hier nicht den Score gespielt, den ich mir vorgestellt hatte. Eine 75, wobei die einzige Runde unter Par die 68 Charlie Danielsons von der University of Illinois war."
Die Team Wertung holte sich kein Geringerer als der Weltranglistenerste Jordan Spieth mit seinen Texas Longhorns. Max Rottluff mit dem Team der ASU kam auf Rang 2. Das Resümee Max Rottluffs fiel entsprechend positiv aus, auch wenn er nicht seinen Wunschscore auf den Platz brachte. "Es war die allererste Runde auf dem Platz, uns wurde keine Proberunde gewährt und ablaufen durften wir ihn vorher auch nicht. Da waren die Spieler, die den Platz mit ihrer Uni oder privat schonmal gespielt hatten, natürlich im Vorteil. Darauf will ich es aber nicht schieben. Ich habe mich vom Tee nicht in die besten Lagen gebracht. Auf diesem Platz gibt es einen schmalen Grat zwischen Ideallinie und Bestrafung. Aber im Endeffekt war es definitiv eine tolle Erfahrung und ich freue mich auf die kommenden Events", blickte der Meerbuscher schon voraus.
In drei Wochen spielt Rottluff das nächste Turnier für seine ASU in Las Vegas und vom 22. bis 25. März tritt er in Orlando bei der Canadian Tour Qualifiying School als an. Wenn alles optimal läuft, kann er dort seinen ersten Schritt in Richtung web.com-Tour machen, der Second-Level-Tour unterhalb der großen US-PGA-Tour.
stebl´





