Jahr für Jahr wird der Kader des Junior Team Germany neu zusammengestellt. Neue Gesichter kommen hinzu, andere verlassen den Kader. Dieser Tage sind die Einkleidungen der Athleten am Bundesstützpunkt St. Leon-Rot, natürlich verbunden mit weiteren Trainingsmaßnahmen.
Das Junior Team Germany wurde für das Jahr 2026 vom Trainerteam des Deutschen Golf Verbands benannt und dieser Tage mit der Teamkleidung ausgestattet. Gerade für die Neulinge im Team ist dieser Tag immer mit vielen Emotionen verbunden und macht auch schon optisch den nächsten Schritt in der noch jungen Karriere deutlich.
Die Athleten mit den besten Aussichten auf große sportliche Fortschritte zu erkennen und ins Junior Team Germany zu holen, ist immer eine der besonders wichtigen Aufgaben, denen sich die Bundestrainer Jahr für Jahr stellen.
Bei den Männern sind für 2026 Athleten der Jahrgänge 2003 bis 2010 im Team, bei den Frauen reicht die Bandbreite sogar von 2003 bis 2011.
Aus NRW
Aus NRW dabei sind unter anderem Tim Brohl (GC Rhein-Sieg), Lauro Merten (Düsseldorfer GC) und Emil Riegger (GC Hubbelrath). Brohl gilt als Senkrechtstarter, der 2025 mit mehreren Turniersiegen auf sich aufmerksam machte. Riegger, der bislang unter US-amerikanischer Flagge geführt wurde, bringt internationale Erfahrung mit und wird nun für Deutschland starten. Ebenfalls dabei sind Tom Haberer, Peer Wernicke, David Süntzenich und Yannick Malik ( alle GC Hubbelrath). Malik zählt zu den erfahrensten Spielern und wird 2026 voraussichtlich ins Profilager wechseln.
Im weiblichen Nachwuchskader sind Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide und Amelie Schmelcher (Marienburger GC) neu im Team. Die Kölnerin gehört dabei zu den jüngsten Athletinnen im Aufgebot. Weiterhin im Kader ist Antonia Steiner vom GC Hubbelrath.
Esther Poburski
Esther Poburski, Bundestrainerin Frauen Nachwuchs, erläutert den Prozess, der der Nominierung der Athletinnen vorausgeht und erklärt, welche Aspekte hierbei eine herausragende Rolle spielen: „Die Nominierung von Spielerinnen für den Nationalkader ist ein vielschichtiger Prozess, an dem zahlreiche Fachpersonen beteiligt sind. Grundlage bildet eine enge Abstimmung zwischen Heimtrainerinnen und Heimtrainern, Landestrainerteams sowie den verantwortlichen Bundestrainern. Dieses Zusammenspiel gewährleistet, dass unterschiedliche Perspektiven und fachliche Einschätzungen in die Entscheidungsfindung einfließen.
Ein zentrales Element bildet die fortlaufende Spielbeobachtung. Sie ermöglicht eine umfassende und objektive Bewertung des aktuellen Leistungsstandes sowie der Entwicklungstendenzen der Spielerinnen. Dabei wird die Talententwicklung nicht ausschließlich statisch betrachtet. Besonders relevant ist die dynamische Talententwicklung, also die Geschwindigkeit und Qualität, mit der eine Spielerin neue Anforderungen adaptieren, ihr Spiel weiterentwickeln und ihr Leistungspotenzial unter Wettkampfbedingungen abrufen kann.
Die letztendlichen Nominierungen spiegeln somit nicht nur den aktuellen Leistungsstand wider, sondern auch die prognostische Einschätzung des Entwicklungspotenzials im Zusammenspiel der beteiligten Trainerteams.“
Chef-Bundestrainer zufrieden
Christoph Herrmann ist mit der Zusammensetzung des Junior Team Germany sehr zufrieden. Der Chef-Bundestrainer Männer ist zuversichtlich, die besten Talente des Landes unter dem Logo der Golf Team Germany versammeln zu können: „Wir haben das Glück, im Top-Bereich des World Amateur Golf Rankings einige Athleten aufzubieten. Diese haben internationales Top-Niveau konstant unter Beweis gestellt und sind die größten Hoffnungsträger der neuen Generation Spitzengolfer aus Deutschland! In diese Kategorie fallen unter anderem Tim Brohl , Emil Riegger, Peer Wernicke und Tom Haberer. Dabei ist der viele Jahre in den USA aufgewachsene Düsseldorfer Emil Riegger eine Neuentdeckung für die Nationalmannschaft, auf dessen Entwicklung nun mit Kaderunterstützung große Hoffnungen ruhen. Tim Brohl ist der Senkrechtstarter des Jahres 2025 mit einer ganzen Reihe beeindruckender Turniersiege, die es nun auf höherer Ebene zu bestätigen gilt. Yannick Malik ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Nationalmannschaft – ein Ausbund an Zuverlässigkeit mit stetiger Weiterentwicklung.
Wir – also alle Coaches und Betreuer der Männer im Golf Team Germany – freuen uns riesig darauf, mit den nominierten Sportlern in ein ereignis- und hoffentlich erfolgreiches neues Golfjahr zu starten!“
Pascal Proske
Pascal Proske, Bundestrainer Männer Nachwuchs, hat neben den tiefgehenden, fachlichen Analysen, in die natürlich auch messbare Daten eingehen, zu jedem seiner Schützlinge einen Gedanken, der die Bandbreite im Kader deutlich macht. Die Athleten aus NRW im Bereich U23/Perspektivkader, charakterisiert Proske mit hohem Respekt: „Tom Haberer geht ausdauernd seinen Weg und wird jedes Jahr besser - so auch dieses Jahr. Seine Reise wird ihn in der Golfwelt als Sportler, aber auch als Mensch weit führen. Peer Wernicke ist ein unermüdlicher Arbeiter, der jedes Jahr seine Schritte voran macht. Seit Jahren gehört er zu Deutschlands Spitze und es wird noch vieles folgen. Nur wenige können so tief spielen wie Yannick Malik. Wenn sein Driver läuft, hält ihn kein Golfplatz auf. Bei Emil Riegger sprechen seine Weltranglistenposition, die Turnierergebnisse und Platzierungen für sich. Bislang unter amerikanischer Flagge unterwegs, freut er sich nun, für sein zweites Heimatland Deutschland an den Start gehen zu dürfen.“
Auch zu jeden jüngeren Athleten um Bereich U18/Nachwuchskader 1 hat Pascal Proske sich viele Gedanken gemacht und fasst diese ebenfalls kurz und bündig zusammen: „Tim Brohl hatte eine der beeindruckendsten Saisons, die man sich vorstellen kann. Er hatte viele Turniersiege und hat herausfordernde Situationen gemeistert. Tim ist auf dem besten Weg, ein herausragender Wettkampf-Spieler zu werden. Lauro Merten ist ein Spieler, der alles für seinen Traum tut. Leidenschaft, bedingungsloser Einsatz, Fleiß und harte Arbeit werden ihn in diesem Sport weit bringen.“
Dank an Clubs und Landesverbände
Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband, ist sehr dankbar, durch die engagierte Arbeit, die viele Trainer in den Clubs und Landesverbänden schon geleistet haben, starke Talente für die Arbeit im Junior Team Germany finden zu können: „Für die Bundestrainer ist es jedes Jahr besonders wichtig, die Athleten zusammenzustellen, die im Junior Team Germany besonders intensiv gefördert werden. Auch für 2026 konnten wir vor allem durch die gute Jugendförderung, die in unseren leistungsorientierten Clubs geleistet und dann in den Landesverbänden konzentriert vorangetrieben wird, aufstrebende und motivierte Talente finden, die wir auf höhere sportliche Ziele vorbereiten werden. Ohne die Arbeit, die Clubs und auch die Landesgolfverbände schon geleistet haben, wäre es uns als olympischer Spitzenverband nicht möglich, immer wieder junge Athleten in die Bundeskader aufzunehmen, die das Potenzial haben, sich später auf den Touren der Welt zu etablieren oder sogar Esther Henseleit auf dem Siegerpodest bei Olympischen Spielen nachzufolgen. Das ist unser höchstes Ziel und hierfür brennt das Team, brennen alle Trainer und Betreuer und brennen auch wir hier in der Geschäftsstelle des Verbands. Dieses olympische Feuer, das uns allen die Kraft für die tägliche Arbeit gibt, wollen wir auch bei den jungen Talenten entfachen und mit ihnen gemeinsam den Weg zu sportlichen Höchstleistungen gehen.“








