Bei den Team-Europameisterschaften der Damen in der Slowakei und der Herren in Schweden standen jeweils etliche Athleten aus Nordrhein-Westfalen in den deutschen Mannschaften.
In der Zählspielqualifikation der Team-EM in der Altersklasse ab 50 Jahren schaffte das deutsche Herren-Team den Sprung in Flight A. Im Viertelfinale gab es eine knappe Niederlage gegen England, so dass das Team um Kapitän Thomas Hübner sich vom Traum, eine Medaille aus Schweden mit nach Hause bringen, verabschieden musste. Nach guten Leistungen und Siegen über Schweden und Norwegen sicherte sich die „verstärkte NRW-Auswahl“ aber Rang 5. Überragender Spieler in Schwarz-Rot-Gold war Martin Birkholz. Der Krefelder gewann alle drei Lochspiel-Partien gegen starke Gegner.
Austragungsort war der Kurs von PGA Sweden National. In der Nähe von Malmö traten 20 Teams aus ganz Europa gegeneinander an. Die Auswahl des DGV reiste als amtierender Vize-Europameister an und war damit Mitfavorit auf eine Medaille, auch wenn die Leistungsdichte in dieser Altersklasse stetig gewachsen ist und auf sehr hohem Niveau gespielt wird.
Die Zählspielqualifikation mit zwei Runden verlief spannend. Deutschland musste bis in den Abend hinein um die Qualifikation zu Flight A zittern, durfte am Ende aber mit 743 Schlägen auf Platz 6 zuversichtlich in den Kampf um Medaillen gehen. An der Spitze stand Titelverteidiger Schottland gemeinsam mit dem irischen Team. Beide hatten 716 Schläge in der Wertung.
Viertelfinale gegen England
Ab dem dritten Tag wurde die EMM im Lochspielmodus ausgetragen. Im Viertelfinale traf Deutschland auf England. Der Vierer ging knapp mit 2&1 an England. Das Match zwischen Alan Mew und dem Internationalen Deutschen Amateurmeister der Senioren Ekkehart Schieffer (Westfälischer GC Gütersloh) ging mit 6&5 an den Briten. Der amtierende Deutsche Seniorenmeister Martin Birkholz (Krefelder GC) holte seinen Einzelpunkt per Birdie am 18. Loch. Am Ende jubelten aber die Engländer, die mit 3:2 den Einzug ins Halbfinale schafften, während Deutschland bestenfalls noch Rang 5 erreichen konnte.
Am zweiten Matchplay-Tag traf der Bundesadler auf Gastgeber Schweden. Im Vierer brachte Golfverband-RW-Präsident Ekkehart H. Schieffer durch einen 4&2-Sieg einen frühen Punkt nach Hause. Dann jedoch gab Ulrich Schulte (Bochumer GC) sein Einzelmatch ab. Die beiden letzten noch spielenden Deutschen mussten ihre Partien also unbedingt gewinnen. Andreas Braatz (Bochumer GC) lag nach Bahn 16 all square und rettete diesen Gleichstand an Loch 17 mit einem starken Up and Down. Erst auf der letzten Bahn fiel die Entscheidung. Braatz gewann das Loch sowie das Match und holt den Punkt zum 2:2.
Martin Birkholz lag fast immer zurück, zeigte aber sein Kämpferherz und holte die Bahnen 15 und 17. Mit 1auf holte der Krefelder den fehlenden Punkt zum Sieg.
Am letzten der drei Lochspieltage ging es gegen Norwegen um Platz 5. Wieder gab es mit 3&2 einen Vierer-Punkt durch Karlheinz Noldt und Ekkehart H. Schieffer. Und wieder musste „Utz“ Schulte sein Match verloren geben. Wieder mussten also die beiden noch verbliebenen deutschen Spieler unbedingt punkten. Andreas Braatz lag gegen Tom Arne Tollefsen nach Bahn 16 2auf und holte sich auch das 17. Loch zum 3&1. Martin Birkholz machte es gegen Rune Kristiansen erneut spannend, glich erst spät aus und konnte das Stechen am zweiten Extraloch für sich entscheiden! Sein Punkt brachte die Entscheidung zum 3:2-Sieg der Deutschen gegen Norwegen.
Neuer Europameister sind die Senioren aus Irland. Nach einem Stechen über drei Extralöcher setzten sich die Iren gegen Dänemark mit 3:2 durch. Im Spiel um Platz drei siegt England mit 3,5:1,5 gegen Schottland.
Damen
Die Damen aus Deutschland kämpften bis zum letzten Tag um eine Medaillen, mussten sich am Ende aber mit Rang 4 begnügen. Im AK 50-Team des DGV standen bei dieser Team-EM im GR Skalica (Slowenien) mit Caroline Effert (Aachener GC), Susanne Lichtenberg (Krefelder GC) und Heike Werres (GC Bonn-Godesberg) drei Athletinnen aus NRW.
Nach starker Zählspiel-Qualifikation ging das deutsche Team von Platz 2 in Flight A in den Titelkampf und traf im Viertelfinale auf Schweden. Susanne Lichtenberg und Heike Werres gewannen ihre Matches und hatte maßgeblichen Anteil am 3:2-Sieg für den Bundesadler.
Im Halbfinale stand das deutsche Team gegen Frankreich auf verlorenem Posten und auch die NRW-Athletinnen konnten nicht verhindern, das die Grande Nation mit 4:1 den Finaleinzug sicherte.
Damit ging es am Finaltag für die Mannschaft von Kapitänin Tessa Oldenbourg gegen Irland um Bronze. Doch auch an diesem Tag blieb der Bundesadler am Boden und konnte zu keinem Höhenflug ansetzen.




