Die NRW-Meisterschaften der Altersklassen 14, 16 und 18 sind gespielt und die Meister 2023 stehen fest.
AK 14
Dortmund – Bei den NRW-Meisterschaften der Altersklasse bis 14 Jahren gab es zwei letztlich klare Siege. Gastgeber Royal St. Barbara´s Dortmund Golf Club hat sich erneut als hervorragender Gastgeber präsentiert und den Talenten des Landes einen würdigen Rahmen für die Titelkämpfe geboten.
Bei den Mädchen musste sich Emma Holst als große Favoritin am ersten Tag die Führung noch mit Carla Weber vom GC Hösel teilen. Beide waren mit jeweils 80 Schlägen über die Runde gekommen. Weber hatte am zweiten Tag ihr A-Game nicht mehr mit dabei und rutschte mit einer 89 noch auf den geteilten vierten Platz ab. Ganz anders dagegen Emma Holst! Die Hubbelratherin steigerte sich kräftig und legte mit einer 76 die mit Abstand beste Runde des Turniers der Mädchen vor. Mit gesamt zwölf Schlägen über Par hatte die neue NRW-Meisterin der AK 14 am Ende neun Zähler Vorsprung auf die erste Verfolgerin.
Grete Wörner vom GC Dreibäumen lag nach der ersten Runde mit 85 Schlägen noch auf dem sechsten Platz, kletterte aber mit dem zweitbesten Ergebnis des Finaltags noch auf den Silberrang. Mit der 80 kam Wörner am Ende auf einen Gesamtscore von +21. Dies reichte, um Julia Swoboda vom GC Mülheim/Ruhr um einen Schlag zu überholen. Das Mädchen aus der Ruhrstadt hatte Scorekarten mit 84 und 82 Schlägen unterschrieben.
Endspurt
Bei den Jungen ist das Bild des Endklassements auch deutlich, aber hier hatte der neue NRW-Meister am ersten Tag erst mit einem famosen Endspurt die Basis für seinen Triumph gelegt.
Frederik Klein vom Int. GC Bonn lag in der ersten Runde schon fünf über Par, setzte mit einer Serie von Birdie-Eagle-Birdie auf den Löchern 16, 17 und 18 aber ein echtes Ausrufezeichen und gab das Momentum auch nicht mehr aus der Hand. Mit der 73 (+1) hatte der Rheinländer sich einen kleinen Vorsprung erkämpft, der auf der Finalrunde zwar zeitweise auch mal etwas schrumpfte, aber nervenstark brachte Klein eine 77 nach Hause und hatte mit insgesamt sechs über Par letztlich vier Schläge Vorsprung auf Jakob Nachtwey, der sich mit einer 74, der bester Runde des Tages im Finale noch Silber sicherte, nachdem er am ersten Tag noch 80 Schläge gebraucht hatte.
Leo Wrba vom GC Meerbusch war mit einer 78 auf dem zweiten Platz ins Turnier gestartet, rutschte dann aber mit einer 80 noch auf den Bronze-Platz ab. Gegenüber den Verfolgern hatte der Meerbuscher aber satte fünf Schläge Vorsprung.
Unter den 17 Mädchen und 32 Jungen, die diese NRW-Meisterschaften bestritten haben, war zwar kein Talent des gastgebenden Clubs, aber dennoch betonte Spielführer Holger Seifert im Rahmen der Siegerehrung, dass sein Club auch im kommenden Jahr gerne wieder Gastgeber eines offiziellen Jugendturniers des Golfverbandes NRW sein wird, um Solidarität zu den anderen Clubs zu zeigen, bei denen Spieler des Royal St. Barbara´s GC im Jahresverlauf an Turnieren teilnehmen und dort Kapazitäten im Sportbetrieb in Anspruch nehmen.
Der Platz präsentierte sich in sehr guter Verfassung, auch wenn die Trockenheit an einzelnen Stellen sichtbar war. Ein Lob für das Greenkeeping. Die sommerlichen Bedingungen waren für alle Aktiven erträglich und hinderten die Aktiven nicht daran, gut Leistungen zu zeigen.
Die Athleten haben mehrfach Rehe und Füchse auf dem Platz gesehen. Dies sorgte bei den Jugendlichen für viel Aufmerksamkeit und zeigt, wie eng der Leistungssport Golf mit beeindruckenden Naturerlebnissen verbunden ist.
AK 16
Ratingen – 26 Mädchen und 51 Jungen der Altersklasse bis 16 Jahren hatten das Vergnügen, beim Düsseldorfer GC ein Turnier auf höchstem Niveau spielen zu dürfen. Der Platz gehört zu den besonders anspruchsvollen des Landes und wurde vom Club für diese NRW-Meisterschaften in hervorragendem Zustand präsentiert.
Auf Bahn 16 mussten einige der Athleten ihre Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung begraben. Fehler verzeiht diese Bahn nicht und so kamen dort einige hohe Hausnummern in die Wertung.
Bei den Jungen führte nach der erste Runde Lokalmatador Leo Oberbeck mit einer starken 70 (-1). Gleichauf lag Paul Grimme vom Royal St. Barbara´s GC Dortmund. Der Westfale rutschte mit einer 81 am zweiten Tag noch bis auf Rang acht ab. Der Weg für Leo Oberbeck hätte frei sein können, wären dem Düsseldorfer nicht auch im Verlauf der Finalrunde ein paar Fehler unterlaufen. Zwar hatte er nach einer 76 (+5) am Sonntag noch immer den tiefsten Gesamtscore, aber zwei andere Athleten schafften es, gleichzuziehen und so musste ein Stechen die Entscheidung um den Titel bringen.
Nick Arnold (GC Hösel) hatte ebenso wie Tom Froese (Bochumer GC) Scorekarten mit 72 und 74 Schlägen eingereicht. Der Youngster aus Hösel hatte im Stechen die besten Nerven und spielte ganz sicher sein Par. Leo Oberbeck hatte seinen Drive etwas nach links verzogen und konnte dadurch das Grün nicht attackieren. Tom Froese musste nach einem Bunker-Treffer dem Kontrahenten aus Hösel den Vortritt lassen.
Fast wäre das Stechen noch größer ausgefallen, denn Lauro Merten und Luis Gudden hatten bei ihrem Heimspiel jeweils nur einen Schlag mehr in der Wertung als die drei, die im Stechen den Titel unter sich ausgespielt haben.
Hubbelrath vorne
Bei den Mädchen haben vier Athletinnen des GC Hubbelrath die Medaillen unter sich ausgemacht.
Nach 16 gespielten Bahnen der Finalrunde sah Johanna Haver in Führung liegend wie die neue Meisterin aus, ehe es am Grün 17 zu einem sportlichen Drama kam. Von dem erhöhten Grün sprang der Ball links ins Aus. Folge war ein Triple-Bogey und der Verlust der Führung. Die brachte letztlich die Bundesliga-Spielerin Lara Rieke nach Hause. Mit 75 und 72 Schlägen hatte die neue NRW-Meisterin am Ende sogar drei Schläge Vorsprung auf Johanna Haver, die sich über den Gewinn der Silbermedaille nicht so recht freuen konnte.
Bronze sicherte sich Lana Musalf, die nach Runden mit 77 und 74 Schlägen einen Zähler hinter Johanna Haver lag und einen Schlag Vorsprung auf Clubkameradin Mia Hammerschmidt sowie Tamina Schlich vom GC Hösel hatte.
Nele Knipping war beste Spielerin des ausrichtenden DGC und belegte mit 87 und 95 Schlägen den 16. Platz.
Für den Golfverband NRW war es rundum ein gelungenes Turnier und es fühlte sich fast wie ein Nach-Hause-Kommen an. Entsprechend harmonisch verlief die Siegerehrung. Der Düsseldorfer GC, nicht zuletzt auch die Greenkeeper, hatten wieder einen tollen Job gemacht und allen Athleten dadurch großen Respekt gezollt.
AK 18
Meerbusch – Unter Rücksichtnahme auf die Feiern zum Abitur wurden die NRW-Meisterschaften der Altersklasse bis 18 Jahren um einen Tag versetzt ausgetragen. Gastgeber war am 18. und 19. Juni der Golfclub Meerbusch.
Der Platz ist lang und mit viel Wind bei hoch stehenden Roughs eine echte Herausforderung. Im Vorteil waren die Athleten, die einen reifen Spielplan hatten und nicht einfach mit schierer Länge versuchten, zum Erfolg zu kommen.
Dass man auf dem Platz auf der linken Rheinseite tief spielen kann, bewies Jack Hallek. Der Hubbelrather dominierte die Konkurrenz der Jungen mit 69 und 67 Schlägen. An beiden Wettkampftagen waren dies die tiefsten Scores und Hallek sicherte sich mit gesamt acht unter Par mehr als deutlich den Titel. Ein Hubbelrather Clubkamerad war erster Verfolger, wobei Julius Lange zwar sehr solide gespielt hatte und mit 72 und 71 Schlägen ebenfalls insgesamt unter Par geblieben war, aber der Rückstand war mit sieben Zählern beachtlich.
Ein Schlag dahinter sicherte sich Alexis Kasum vom GC Hösel mit 71 und 73 Schlägen die Bronzemedaille. Der Bundesliga-Spieler hatte selbst auch nur einen Zähler Vorsprung auf Julius Gieraths vom G&LC Köln, der Scorekarten mit 70 und 75 Schlägen eingereicht hatte.
David Senghaas vom GC Meerbusch kam mit 76 und 77 Schlägen auf den 14. Platz.
Neben den 50 Jungen waren auch 21 Mädchen in Meerbusch bei sommerlichen Temperaturen am Start.
Hier verlief die Konkurrenz etwas spannender, wobei am Ende drei Spielerinnen aus der 1. Bundesliga die Medaillen unter sich ausmachten. Das beste Ergebnis hatte Hanna Tauber vom GC Hubbelrath in die Wertung gebracht. Nach 74 und 72 Schlägen lag Tauber drei Zähler vor Anna Hommel Döring und weitere zwei Schläge vor ihrer eigenen Clubkameradin Emilia von Glahn sowie Katharina Schöllmann vom G&LC Köln. Nach Kartenstechen durfte sich von Glahn über die Bronzemedaille freuen.
Der Rahmen für diese Landes-Meisterschaften war vom GC Meerbusch bestens gesteckt und auch die Organisation wurde sehr gelobt.















