Bergisch Gladbach – Der Platz des traditionsreichen G&LC Köln in Refrath flößte den Athleten großen Respekt ein. Der Zustand war herausragend und so war der Rahmen einer großen Meisterschaft mit Wertung für das World Amateur Golf Ranking mehr als würdig.
72 Männer und 54 Frauen, drunter mehr als 70 mit einem Minushandicap, trafen auf optimale Bedingungen, denn auch das Wetter spielte mit.
Tim Brohl, der amtierende Deutsche Vizemeister AK Offen und Deutsche Meister AK 18 musste sich in Refrath mit der Silbermedaille begnügen. Der Athlet des GC Rhein-Sieg ging nach Runden mit 71 und 68 Schlägen als Führender in die Finalrunde, musste mit einer 76 aber doch noch den neuen NRW-Meister vorbeiziehen lassen.
Fynn Hessenkämper vom GC Teutoburger Wald gehörte nicht zum Kreis der großen Favoriten, hat sich aber von Runde zu Runde gesteigert und nach 75, 70 und 68 Schlägen mit einem Gesamtscore von drei unter Par den Sieg errungen. Am Ende hatte der Westfale zwei Schläge Vorsprung auf Tim Brohl. Auch der Preis von Refrath ging an Hessenkämper.
Der dritten Platz erspielte sich Kenji Nakajima, der vor allem an den beiden ersten Tagen mit 72 und 70 Schlägen seinen Heimvorteil in tiefe Scores ummünzte. Am Finaltag brauchte der Routinier des G&LC Köln 74 Schläge und hatte im Kartenstechen die Nase vor Fynn Wacker. Der Youngster des Deutschen Mannschaftsmeisters GC Hösel fiel nach 71 und 70 Schlägen durch eine 75 noch auf Rang vier zurück.
Noah Müller-Frank schaffte es als zweitbester Spieler des gastgebenden Clubs noch in die Top Ten. Mit 74, 77 und 72 Schlägen reichte es für den geteilten neunten Platz.
Titelverteidiger Daniel Gelser vom GC Essen-Heidhausen ging zum dritten Mal in Folge im Leaderflight in die Finalrunde. Nach 71 und 70 Schlägen reichte die 77 des Essener Zweitliga-Spielers für Rang fünf im Endklassement.
Bei den Frauen triumphierte Anna Marie Hommel vom GC Hösel. Die Bundesliga-Spielerin war sehr konstant unterwegs und schaffte es als einzige Athletin, den anspruchsvollen Platz in Refrath insgesamt in Even Par zu spielen. Nach 73 und 71 Schlägen reichten Hommel am Finaltag 72 Schläge, um sich mit zwei Zählern Vorsprung den Titel zu sichern. Im Preis von Refrath kam die Siegerin der Frauen-Konkurrenz auf den zweiten Platz.
Erste Verfolgerin war Dora Henze, die für den GC Hubbelrath in der 1. Bundesliga spielt. Henze gelang auf Bahn 5, den Ball aus über 100 Metern zum Eagle einzulochen. Auch dieser fabelhafte Schlag half dabei, dass die Hubbelratherin an diesem Tag unter Par blieb und sich nach Runden mit 72, 75 und 71 Schlägen die Silbermedaille sicherte.
Den tiefsten Score dieser Offenen NRW-Meisterschaften brachte Julia Zimmermann ins Recording. Die Spielerin des GC Mülheim an der Ruhr rückte mit ihrer starken 70 (-2) auf der Finalrunde noch auf Rang drei vor, nachdem sie zuvor 73 und 78 Schläge gebraucht hatte.
Die Athleten lobten den traditionsreichen Platz in höchsten Tönen. Die Greenkeeper hatten phantastische Arbeit geleistet und so überzeugte der Gastgeber mit grandiosen Bedingungen. Mehrfach klang an, wie sehr sich alle Beteiligten wünschen, dass der G&LC Köln auch in Zukunft wieder Gastgeber dieses hochklassigen Turniers wird.
Das Wetter glich einer kleinen Achterbahnfahrt, denn auf einen hochsommerlichen Samstag folgte ein recht kühler Finaltag, bei dem es immerhin nicht soviel Regen gab, wie man es anhand der Vorhersagen befürchten musste. So ging diese Meisterschaft in einem herausragenden Umfeld mit bester Atmosphäre und vielen zufriedenen Gesichtern zu Ende.









