Frankfurt/Main - War das spannend! Seinen ersten Deutschen Einzeltitel erspielte sich Nicolai von Dellingshausen vom GC Hubbelrath. Das Finale war an Spannung kaum zu überbieten und faszinierte die zahlreichen Zuschauer, die den Weg auf den Platz des Frankfurter GC gefunden hatten. Max Röhrig und Nicolai von Dellingshausen lieferten sich ein Kopf an Kopf-Rennen und 18 Loch reichten nicht, um einen Sieger zu finden.
Vom Start weg ging Max Röhrig mit breiter Brust direkt in Führung. Nach nur fünf Bahnen lag der Spieler des Golf Team Germany, der auf dem traditionsreichen Platz Heimrecht genießt, schon mit 3auf in Front. Dass es aber kein Durchmarsch wurde, lag vor allem an der Stärke des Düsseldorfers. Nicolai von Dellingshausen hatte die gesamte Meisterschaft über auf sehr hohem Niveau gespielt und sich dabei viel Sicherheit geholt.
Dies zahlte sich im Finale aus. Nach und nach kämpfte sich der Spieler, der 2011 mit seinem Club die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gewonnen hatte, wieder heran und glich auf Bahn 12 wieder aus. Einmal ging der neue Meister auf der regulären Runde sogar in Führung. Nach 16 gespielten Löchern stand es aber wieder all square. Als Max Röhrig auf der 17 erneut in Führung ging, roch dies nach einer Vorentscheidung. Doch weit gefehlt!
Mit einem ganz starken Birdie erzwang Nicolai von Dellingshausen auf dem 18.Grün erneut den Ausgleich. Das Finale ging in die Verlängerung.
Auf Bahn 1 ging das Match weiter. Röhrig setzte seinen Abschlag in den Bunker, konnte von dort nur das Vorgrün erreichen. Sein Kontrahent aus Nordrhein-Westfalen legte seinen Drive ins Semirough, spielte seinen zweiten Schlag zwar auf das Grün, lag allerdings weit hinter der Fahne, so dass er keine Chance auf ein Birdie hatte. Der Chip von Max Röhrig war so gut, dass auch er sein Par rettete.
Auf Bahn 2 hatte Nicolai von Dellingshausen einen gewaltigen Abschlag perfekt auf das Fairway gelegt. Der Abschlag seines Frankfurter Gegners nahm eine sehr steile Flugkurve und flog entsprechend kurz. Ganz stark, wie Röhrig danach mit einem Holz den zweiten Schlag auf etwa elf Meter an die Fahne legte. Aus seinem viel längeren Drive konnte der Hubbelrather deshalb keinen Vorteil ziehen, denn sein Eisen landete nur wenig näher an der Fahne. Beide Finalisten hielten erneut ihr Par.
Erst am dritten Extraloch erspielte sich Nicolai von Dellingshausen den Vorteil, der zum Titelgewinn reichte. Vom Tee legten beide Spieler ihre Bälle auf beinahe exakt die selbe Stelle in der Mitte des Fairways.
Der zweite Schlag von Max Röhrig geriet dann jedoch zum Steckschuss in die Grassoden des Bunkers links neben dem Grün. Diese Chance ließ sich Nicolai von Dellingshausen nicht mehr nehmen und platzierte sein Eisen weniger als einen Meter vom Loch. Der faire Applaus aller Zuschauer war der verdiente Lohn für diesen wahrlich meisterlichen Schlag. Zwar durfte Max Röhrig Erleichterung in Anspruch nehmen und den Ball droppen, aber der folgende Chip lag nicht tot am Loch. Den Putt aus gut anderthalb Metern verschob der Frankfurter und schenkte anschließend fair das Loch an den neuen Meister. Für Max Röhrig vom gastgebenden Frankfurter GC blieb somit am Ende nur der zweite Rang. Die Deutsche Lochspielmeisterschaft 2013 hatte damit aber ein würdiges Ende gefunden.
Nicolai von Dellingshausen war im Angesicht des großen Erfolges sichtlich gerührt: „Ich habe das noch gar nicht realisiert. Das ist mein erster Titel bei einer Einzelmeisterschaft."
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