Max Rottluff hat einen ersten Schritt auf dem Weg zur PGA Tour gemacht. Bei der Qualifying School der Canadian Tour hat der Spieler des GC Hubbelrath den 19. Platz belegt und sich damit die Karte für die Saison 2016 geholt.
Der Spieler des <link http: www.golfteamgermany.de _blank>National Team Germany unterschrieb auf dem Nicklaus Course-Reunion Resort in Kissimmee (Florida) Runden von 73, 74, 68 und 74 Schlägen.
Die Canadian Tour trägt nur im Sommer Turniere aus und daher ist im Vergleich zu anderen Touren der Zeitpunkt der Q-School deutlich später. Rund ein Dutzend Turniere werden auf dieser Third-Level-Tour in Nordamerika gespielt. "Ich werde aller Voraussicht nach die ersten beiden Turniere auf Grund der College Nationals verpassen, aber zum dritten Turnier steige ich dann ein", freut sich der erfolgreiche Athlet auf die neue Aufgabe.
Auf der Canadian Tour können sich die Spieler eine Karte für die Web.com-Tour erkämpfen. In der Vergangenheit haben etliche Spieler, die über die Canadian Tour aufgestiegen sind, schnell auch den Sprung auf die PGA Tour geschafft.
Nick Taylor und Tony Finau sind zwei gute Beispiele für einen erfolgreichen Weg über diese Tour, denn beiden haben in diesem Jahr schon Turniere auf der "großen" Tour gewonnen und haben noch in den Jahren 2013 respektive 2014 in Kanada gespielt. Auch Steve Stricker und viele andere, heute etablierte Tour-Spieler haben auf der Canadian Tour ihre ersten Schritte gemacht.
Um 2017 auf die Web.com-Tour aufzusteigen, muss Max Rottluff in der Jahreswertung der Canadian Tour auf einen der ersten fünf Plätze kommen.
Die Plätze sechs bis zehn sind automatisch für die Final Stage der Q School qualifiziert. Weitere zehn Spieler erspielen sich einen Startplatz in der zweiten Stage der Q-School.
"40 Spieler haben die Karte für die Canadian Tour bekommen, wobei wahrscheinlich nur die Top 25 in die Turniere reinkommen werden. Daher bin ich sehr froh, Rang 19 erreicht und für alle Turniere einen Startplatz sicher zu haben", war Max Rottluff nach dem anstrengenden Turnier, bei dem er ganz auf sich selbst gestellt war, erleichtert.
Die Woche hat der Youngster, der zweimal für Deutschland bei einer Weltmeisterschaft angetreten ist, als gute Erfahrung erlebt: "Das war ein ziemlicher Kampf um jeden Schlag an vier langen Tagen. Ich habe wirklich die ganze Woche sehr gut gespielt, leider nicht so geputtet wie ich mir es gewünscht hätte, aber es war okay. Nach den Gewitterunterbrechungen war es nicht ganz einfach für mich, wieder in meinen Rhythmus zu finden."
Während Regen, Gewitter und Tornados über Florida tobten und das Spiel unterbrochen war, hatte der Hubbelrather Zeit, sich Gedanken zu machen: „Dann ist es nicht mehr so einfach, diese danach wieder auszublenden. Aber ich bin einfach sehr froh, nun meine Karte zu haben, eine super Erfahrung gemacht zu haben, einen grossen Schritt näher an meinem Ziel zu sein, 2017 die Web.com-Tour zu spielen und zu sehen, wie stabil mein Spiel ist."
Nach dieser harten Prüfung geht es für den 23-Jährigen mit dem Heimturnier seiner Arizona State University in Tempe und dem Unialltag weiter. „Ich kann es kaum noch erwarten, in sechs Wochen meinen Bachelor zu haben. Die nächsten Wochen werden nun aber umso süßer, weil ich einen Plan habe und weiss, was mich in der nahen Zukunft erwartet. Ich kann also alles nochmal voll und ganz geniessen", geht Max Rottluff sehr bewusst die letzten Schritte seiner College-Laufbahn.
Der Spieler aus dem Kader von Bundestrainer Uli Zilg wird nach der College-Zeit seinen Wohnsitz in den USA behalten und sich in Scottsdale (Arizona) niederlassen.
Bundestrainer Uli Zilg zollte seinem Schützling Respekt für die Leistung: "Das ist eine großartige Leistung von Max Rottluff. Der Zeitpunkt, den Sprung ins Profilager zu machen, ist ungewöhnlich, aber es ist ja auch keineswegs die Regel, dass unmittelbar an das Ende eines wichtigen Turniers im Collegegolf nahtlos der Weg auf einer Tour weiter geht. Max Rottluff wird nach dem NCAA-Finalturnier sofort weiter gehen. Das ist ganz stark. Natürlich hätte Max in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft gut spielen können, aber er hatte schon im letztem Jahr diesen Weg angedeutet und dieser Schritt auf die Canadian Tour ist abgestimmt, gut und richtig. So kann er sein Netzwerk in Amerika nutzen."
Auch Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband, zieht seinen Hut vor der Leistung des Spielers aus Meerbusch: "Das ist natürlich eine faszinierende Möglichkeit, die Max Rottluff hier wahrnimmt. Ich bin ein Verfechter des Step-by-Step und wünsche mir sehr für ihn, dass er schnell im Profitum Fuß fasst, sich dort über ein oder zwei Saisons gegen die Konkurrenz durchsetzt und dann mit dem so wichtigen, tatsächlich erbrachten, nachhaltigen Beweis der Spielkompetenz, Konkurrenzfähigkeit und des Durchsetzungsvermögens im Rücken die nächste Karrierestufe angehen kann."
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