Southampton/Bermuda - Martin Kaymer hat in dieser Saison schon zweimal große Titel mit fetten Siegerschecks gewonnen, zudem noch mit Europa den prestigeträchtigen Ryder-Cup verteidigt. Nun kommt kurz vor Ende der Saison noch ein hübsches Sümmchen auf das Konto des Deutschen Ausnahmegolfers. Beim so genannten Grand Slam of Golf, einem Einladungsturnier für die vier Sieger der Major-Turniere, hat sich Martin Kaymer gegen Rory McIlroy, Jim Furyk und Bubba Watson durchgesetzt. Der Lohn für zwei Tage Showgolf auf höchstem Niveau: 600.000 Dollar.
Weltranglistenpunkte gab es für diesen Sieg nicht, aber auf den Bermudas konnte sich Kaymer weitere Reputation bei seinen Kollegen und den US-Golffans sichern. Auf dem Port Royal Golf Course war heftiger Wind im Spiel. Mit Runden von 65 und 71 Schlägen lag der Deutsche nach den beiden Wettkampfrunden bei -6 schlaggleich mit Bubba Watson, so dass ein Stechen die Entscheidung bringen musste.
Vom 18. Tee brachten beide Kontrahenten ihre Bälle mit dem Driver auf das Fairway, Kaymer schlug dabei sogar etwas länger als der US-Amerikaner. Die Schläge ins Grün gelangen beiden Spielern in etwa gleich gut. Jeweils knappe drei Meter hatten sich Kaymer und Watson als Aufgabe gelassen. Der Spieler aus Mettmann puttete zuerst und locht zum Birdie ein. Bubba Watson stand nun unter Druck und verfehlte das Ziel knapp. Wieder hatte Martin Kaymer gegen Bubba Watson die Oberhand behalten. Das Duell Kaymer versus Watson ist inzwischen so etwas wie ein Klassiker des aktuellen Weltklassegolf. Sowohl beim Stechen der PGA Championship 2010 wie auch im diesjährigen Ryder Cup in Schottland am Finalsonntag hatte jeweils Kaymer das bessere Ende im direkten Aufeinandertreffen für sich.
Rory McIlroy und Jim Furyk hatten früh den Anschluss an die beiden Führenden verloren und spielten für den Sieg dieses kleinen, aber sehr feinen Turniers keine Rolle.
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