Leverkusen - Elf Jahre hatte der Marienburger GC warten müssen, um endlich wieder die Siegertrophäe des Willy-Schniewind-Mannschaftspreises in Händen zu haben. Nach 2002 hat es 2013 wieder geklappt. Nach der Reform des WMSP, die durch die Einführung der KRAMSKI Deutsche Golf Liga nötig wurde, wurde der Preis an diesem Wochenende im attraktiven Lochspielformat, der „Mutter aller Wettkampfformen" ausgespielt.
Serienmeister GC Hubbelrath, der zuletzt viermal in Folge die Mannschaftsmeisterschaft von Nordrhein-Westfalen für sich entschieden hatte, trat in Leverkusen mit einer Rumpftruppe an und musste sich in einem sehr spannenden und hochklassigen Halbfinale dem späteren Meister geschlagen geben. Bei den Düsseldorfern fehlten Max Mehles, Max Rottluff, Ferdinand Weber und Philip Kaymer, zudem traten bis auf Samantha Krug alle starken Damen bei der zeitgleich in Ulm stattfindenden Internationalen Amateurmeisterschaft von Deutschland an.
„Marienburg war außer uns das stärkste Team, das war mir vorher klar. Schade, dass die Auslosung uns im Halbfinale aufeinander gebracht hat", kommentierte der Hubbelrather Trainer Roland Becker den Ausgang der Meisterschaft mit dem vorweg genommenen Finale.
Auf dem Weg ins Halbfinale hatte sich Marienburg klar mit 7:1 gegen den Dortmunder GC durchgesetzt, Hubbelrath hatte Bonn-Godesberg mit 5,5:2,5 bezwungen.
Das Halbfinale selber entwickelte sich zu einem echten Krimi. Nicolai von Dellingshausen, frisch gekürter Deutscher Lochspielmeister, fertigte im ersten Match Denis Löhrer mit 6und4 ab. Christopher Wüst, der im letzten Jahr noch für Hubbelrath aufgeteet hatte, spielt nun für den Marienburger GC und landete gegen seinen Ex-Teamkameraden Mario Königsfeld einen 6und5-Kantersieg.
Jonas Löhr holte gegen Fabian Löhr mit einem glatten 6und4-Sieg einen weiteren Punkt für die Marienburger Mannschaft. Philippo Okan, Samantha Krug und Max Herter holten für Hubbelrath Punkte, während Peter Ganser und Christopher Liedtke für die Kölner punkteten. So stand es nach den acht Einzel-Lochspielen 4:4. Ein Stechen musste die Entscheidung bringen.
Hochklassig und spannend
Für Hubbelrath trat Nicolai von Dellingshausen an, für Marienburg wurde Jonas Löhr in das entscheidende Duell geschickt. Es knisterte in Leverkusen vor Spannung, obwohl das Wetter alle hitzigen Emotionen im Dauerregen hätte ertränken müssen.
Am ersten Loch des Stechens lagen beide Spieler zum Birdie. Jonas Löhr hatte allerdings einen Putt aus mehr als fünf Metern, während der Hubbelrather seinen Ball näher an der Fahne platziert hatte. Nervenstark lochte Löhr, Nicolai von Dellingshausen zog nach.
Die zweite Bahn, ein lange Par 3, teilten sich die Kontrahenten mit sicheren Pars.
Auf dem dritten Loch schien die Waagschale zu Gunsten des Serienmeisters auszuschlagen. Von Dellingshausen legte seinen Ball sauber rund 30 Meter vor dem Grün ab. Jonas Löhr musste dagegen aus tiefem Rough seinen Ball in Richtung Fahne bugsieren. Mit einem fantastischen Schlag gelang es dem Kölner, die Chancen auf den Erfolg lebendig zu erhalten, als er unter dem Jubel der vielen Zuschauer seinen Ball wieder rund fünf Meter neben den Stock setzte. Der Schlag des Hubbelrathers landete deutlich näher an der Fahne, ließ aber mit drei Metern auch noch eine echte Herausforderung stehen.
Ganz ruhig versenkte Löhr seinen Putt und setzte seinen Kontrahenten damit abermals unter Druck. Den entscheidenden Putt schob Nicolai von Dellingshausen knapp am Loch vorbei, Marienburg durfte über den Finaleinzug jubeln.
Am Sonntag trafen die Marienburger auf den GC Bergisch Land, der sich im zweiten Halbfinale mit 5,5:2,5 gegen den GLC Köln durchgesetzt hatte.
Am Vormittag standen die Vierer an. Alle vier Partien gingen an den MGC, eine Vorentscheidung war damit schon gefallen.
Jonas Löhr stellte seine Matchplay-Qualitäten gegen Christopg Holschbach erneut unter Beweis und gewann locker mit 8und7. Nick Bachem machte gegen Lars Schönebeck mit 7und5 einen weiteren Punkt und als auch Christopher Kramer gegen Philipp Rumpf mit 5und4 einen ungefährdeten Sieg landete, war das Finale entschieden.
Siege für das Team aus dem Bergischen Land verbuchten Moritz Klawiiter, Alexander Siemers und Larissa Skodda. Am Ende steht ein 8,5:3,5-Sieg zu Buche und der GC Bergisch Land hatte damit wieder erst im Finale das Nachsehen.
Das Spiel im Platz 3 gewann der GC Hubbelrath überlegen gegen den GLC Köln mit 9,5:2,5.
Absteigen müssen der GC Bonn-Godesberg, der gegen den Dortmunder GC mit 3:5 das Nachsehen hatte sowie der Düsseldorfer GC, der sich nach spannendem Kampf dem GC Wasserburg-Anholt mit 3,5:4,5 geschlagen geben musste. Der DGC war 2008 zuletzt Sieger beim WSMP gewesen.
Die Meisterschaft wurde auf dem Platz des GC Leverkusen ausgetragen. Trotz der heftigen Regenfälle war der Zustand sehr gut und einer Meisterschaft würdig. Die Feuchtigkeit wurden von dem Platz gut aufgenommen und es gab kaum Beeinträchtigungen. Nur aus den Bunkern konnten die Wassermassen am Ende nicht mehr vollständig abfließen.
Der WSMP wurde gebührend inszeniert. Schon die Auslosung der Viertelfinal-Matches wurden aus der Kapitänsbesprechung live auf die Bildschirme im Clubhaus übertragen und durch ein Livescoring waren die Besucher im Clubhaus immer bestens über den Stand der Dinge informiert.
<link http: www.golfergebnisse.de nrw13wsmp.htm _blank>Alle Ergebnisse







