Marcel Zillekens vom Niederrheinischen GC Duisburg hat bei den Deutschen Lochspielmeisterschaften 2017 für ein Glanzlicht aus NRW-Sicht gesorgt. Der 29-Jährige spielte ein famoses Turnier und sicherte sich die Silbermedaille. Damit wird die Erfolgsgeschichte für Sportler aus NRW im Matchplay fortgeschrieben, denn speziell bei den Herren gab es weitere Top-Platzierungen. Nick Bachem vom Marienburger GC stand im Kleinen Finale, zog dort aber gegen Matthias Schmid (Herzogenaurach) den Kürzeren.
Frankfurt/23.4.2017 - Im Finale der Herren dominierte lange Zeit Lukas Gras. Der Osnabrücker spielte sehr solide und machte keine Fehler. Nach der Frontnine führte der Student mit 3auf. Marcel Zillekens war mit einem Dreiputt-Bogey gestartet und konnte erst auf der zweiten Hälfte der Runde mehr Druck auf seinen Kontrahenten aufbauen. Auf Bahn 16 hätte das Match schon zu Ende gehen können, als die beiden dormie auf das Tee traten. Die Abschläge lagen jeweils etwas mehr als zehn Meter vom Stock entfernt und Lukas Gras musste auf diesem Par 3 zunächst putten. Der Osnabrücker versuchte, den ersten Putt zu lochen. Der Putt war gut, rollte aber knapp über die Lochkante noch drei Meter vorbei. Der Rückputt fiel auch nicht, so dass Marcel Zillekens noch einmal auf 2down verkürzen konnte.
Auf Bahn 17 legte der Duisburger seinen Abschlag sicher auf die Bahn, blieb allerdings ein ganzes Stück kürzer als der Kontrahent aus Osnabrück. Lukas Gras knallte einen Drive sehr weit und hatte vor dort auf dieser Par-5-Bahn nur noch ein Wedge ins Grün. Marcel Zillekens legte seinen zweiten Schlag in den Bunker rechts vom Grün, kam zwar ganz ordentlich wieder heraus, aber Lukas Gras ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann mit 2&1 den Titel.
Marcel Zillekens war mit Tag und Turnier voll im Reinen. "Das ist für mich ein Riesenerfolg. Mein Ziel vor dem Turnier war das Viertelfinale, nun stand ich im Finale. Zweiter Platz? Nehm´ ich! Damit kann ich sehr gut leben. Lukas hat heute verdient gewonnen, denn er hat sehr gute Schläge gemacht. Ich habe auf Fehler von Lukas gewartet, die er aber nicht gemacht hat", zollte der Spieler des Niederrheinischen GC Duisburg seinem Gegner Respekt. Zillekens hat in der ganzen Woche auf dem Platz des Frankfurter GC keinen Driver benutzt und sehr defensiv mit Eisen agiert. Zukunftspläne im Golf hat der Silbermedaillengewinner keine hochtrabenden: "Ich spiele Golf, weil mir das unglaublich viel Spaß macht. Das ist wohl auch der Schlüssel zu einem guten Spiel. Erst seit ein paar Jahren spiele ich auf höherem Niveau, habe aber eine Mannschaft in Duisburg, mit der ich unheimlich viel Spaß habe. Wenn ich die Chance habe, größere Turniere zu spielen, nehme ich die mit. Das sind Highlights, die ich mir gönne."
Die Bronzemedaille sicherte sich bei den Herren Matthias Schmid, der in einem jederzeit engen Match zwar meist 1auf in Front lag, ohne sich aber absetzen zu können. Unter den Augen von Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt lieferten sich Schmid und Nick Bachem einen hochklassigen Kampf, bei dem nur die Putter bei beiden Spieler nicht heißlaufen wollten. Das lange Spiel beider Kontrahenten, die sich aus dem Junior Team Germany sehr gut kennen, war überzeugend und so war der Bundestrainer zufrieden mit dem Leistungsstand. Nick Bachem unterlag seinem Kontrahenten mit 1down.
Auf Platz 5 landete Timo Vahlenkamp, der von Halle vor dieser Saison nach Berlin gewechselt ist. Im Platzierungsmatch setzte sich der Nationalspieler gegen Feix Wartenberg vom Marienburger GC mit 2&1 durch.
Richard Schumann vom GC Essen-Heidhausen landete auf dem 10. Platz. Der Essener spielte eine starke Meisterschaft, konnte verletzungsbedingt zum Platzierungsspiel um Rang 9 nicht mehr antreten. Bester Spieler des ansonsten im Matchplay so erfolgsverwöhnten GC Hubbelrath war Niklas Jacobi, der als einziger Hubbelrather die Vorrunde überstand und sich am Ende mit einem 1auf-Sieg gegen Michael Hirmer Rang 13 sicherte. Julian Hausweiler vom GC Hösel spielte ebenfalls eine sehr beachtliche Deutsche Lochspielmeisterschaft und belegte im Endklassement Rang 16.
Nur eine Dame im Wochenende
Bei den Damen hatte einzig Carolin Kauffmann die Vorrunde überstanden. Am Bag unterstützt durch Nina Schmitz spielte die Marienburgerin sich bis ins Match um Rang 5 vor, unterlag am Finaltag aber Pilar von Heynitz (München) mit 4&3.
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