Nach einer spannenden „vergoldeten" Aufholjagd im vergangenen Jahr konnte das Team aus NRW beim diesjährigen Länderpokal seinen Titel nicht erfolgreich verteidigen. Auf der anspruchsvollen Anlage des Wittelsbacher GC, die mit ihrem üppigen alten Baumbestand Ihresgleichen sucht, trafen sich 12 Mannschaften zum traditionellen Ländervergleich. Als Zählspiel - Brutto über Par - sollten von 4 Vierern am ersten Tag die besten 3 in die Wertung kommen und von den je 8 Einzeln am zweiten und dritten Spieltag die jeweils besten 6 Ergebnisse addiert werden.
Obwohl NRW auf einige gute Spieler verzichten musste, die aus überwiegend schulischen Gründen nicht die knapp fünftägige Reise nach Neuburg a.d. Donau antreten konnten, gingen die 8 Spieler hoch motiviert zur Titelverteidigung an den Start. Nach den Vierern am ersten Tag war NRW mit 6 über Par den drei Teams aus Schleswig-Holstein (+5), Baden-Württemberg (+4) und Hamburg (+2) recht dicht auf den Fersen. Class-Eric Borges und Norman Laschewski notierten mit 1 über Par das beste Ergebnis für NRW.
Am zweiten Spieltag, so viel sei vorweg genommen, konnte NRW sein selbst gestecktes Ziel nicht ganz erreichen. Lediglich Frederik Schulte unterbot mit einer Par-Runde (71) seine eigene Spielvorgabe +4. Insgesamt 25 Schläge über Par musste NRW zu den 6 Schlägen des Vortages zufügen und rutschte mit +35 knapp auf den 5. Rang ab. Die Führung übernahm Baden-Württemberg mit 4+6=10 Schlägen, gefolgt von Bayern mit 9+5=14 Zählern. An die dritte Stelle spielte sich Hessen mit 7+18=25 Schlägen über Par. Hamburg fiel mit +25 Schlägen am zweiten Spieltag auf Rang 4 zurück (2+25=27). Für die letzte und entscheidende Runde hatte sich NRW viel vorgenommen und sich in harmonischer Atmosphäre mit Hilfe des Landestrainers Hauke Wagner gegenseitig motiviert.
Für den dritten Spieltag, das war allen Teilnehmern bekannt, hatte das Wetteramt Regen angekündigt. Im Normalfall kein Problem für Golfer. Zwischen 8 Uhr und 8.30 Uhr hatte es jedoch so stark geschüttet, dass selbst die Fairways zeitweilig unter Wasser standen. Der Start wurde daraufhin verschoben und um 10.45 Uhr als Kanonenstart in Vierergruppen durchgeführt. Doch der Regen wollte und wollte nicht aufhören und das Wasser trotz des unermüdlichen Einsatzes der Greenkeeper nur bedingt weichen. Der veranstaltende Bayerische Golfverband entschied schließlich, dass ein Spiel nicht mehr möglich sei. Diese Entscheidung traf nicht das Verständnis aller teilnehmenden Mannschaften.
Hätte, würde... NRW lag zu diesem Zeitpunkt nur 6 Schläge hinter dem Drittplatzierten. So bleibt es Spekulation, ob die Spieler aus NRW ihre Chance auf Edelmetall noch hätten nutzen können.
Bei der Siegerehrung durch BVG-Sportwart Peter Heinlein durften sich also die Baden-Württemberger über Gold freuen, das Team Bayern nach der hervorragenden Leistung in der zweiten Runde über Silber und das Team Hessen über die Bronzemedaille.
Die gesamten Wettspielergebnisse stehen unter www.bayerischer-golfverband.de





