Am 21. März trafen sich im Wyndham Hotel Mettmann 49 Präsidenten und Clubmanager aus 28 Golfclubs zum ordentlichen Verbandstag des Golfverbandes NRW.
Ekkehard H. Schieffer eröffnete als Präsident des Landesgolfverbandes den Verbandstag und begrüßte die erschienenen Clubvertreter mit dem Hinweis, dass die Tagungen der Jugendwarte und Spielführer schon stattgefunden haben und jeweils rund 80 Teilnehmer anwesend waren.
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Das Protokoll des ordentlichen Verbandstages vom 29. März 2017 wird einstimmig genehmigt.
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Jahresbericht des Präsidiums
Der Präsident konstatiert, dass die Mitgliederzahl in NRW stabil geblieben ist. Rund 500 Golfer waren 2017 mehr bei den 176 Clubs als Mitglied eingetragen. Insgesamt sind rund 130.000 Golfer im Land organisiert. Damit gehört der GV NRW zusammen mit Bayern zu den größten Verbänden Deutschlands. Ein Drittel aller neuen Golfer in Deutschland sind in die Clubs in NRW eingetreten.
„Wie es sich für einen Sportverband gehört, steht beim Bericht des Präsidiums der Sport ganz vorne“, so der Präsident des GV NRW. Ekkehart H. Schieffer zieht eine positive Bilanz der Saison 2017. Das Sportgremium habe zusätzliche Mittel für die Jugendförderung gefordert, dann aber auch geliefert. „Vielen Dank an die Sportabteilung, insbesondere an Landestrainerin Alexandra Bönnen und das gesamte Trainerteam. Wir zehren von den Erfolgen und freuen uns. Danke auch an Hans-Georg Blümer, der das alles koordiniert“, so Schieffer.
Ganz besonders hob der Präsident die Stellung der Clubs hervor und dankte für deren Engagement: „Vielen Dank auch an die Clubs, die die Jugendlichen unterstützen und damit die sportlichen Leistungen ermöglichen. Dies soll Ansporn sein, den Weg weiter zu gehen. Meine alljährliche Bitte: Lassen Sie der Jugendarbeit einen großen Anteil Ihrer Aufmerksamkeit zukommen, denn die Alterspyramide zeigt deutlich, dass zu wenige Jugendliche in den Clubs nachwachsen. Dem gilt es, entgegen zu wirken.“
Alexandra Bönnen kommt in die Clubs, um vor Ort in Sachen Jugendarbeit zu beraten.
„Laden Sie Frau Bönnen ein! Es gab bisher nur positive Rückmeldung“, ruft Ekkehart H. Schieffer die Clubpräsidenten dazu auf, die Angebote des GV NRW zu nutzen und die Chancen zu begreifen.
Positiv sei auch, dass der Golfsport Teil der Olympischen Bewegung ist und daher Förderungen und mehr Aufmerksamkeit erhält. Der Präsident des Landessportbundes ist selbst begeisterter Golfer und so stehen der LSB und der GV NRW in ständigem Austausch.
Das Bild von Golf als attraktiven Sport in der Öffentlichkeit sollte genutzt werden, um die Sportart dauerhaft positiv darzustellen.
Zuwachsraten und sogar Stagnation von Mitgliederzahlen sind im Sport nicht selbstverständlich. Der Golfsport steht damit also im Vergleich sehr gut da.
Wie sehr der Sport in NRW gelebt wird, zeigen einige Zahlen.
Der GC Hubbelrath hat bei den Herren vier von fünf möglichen Titeln seit Einführung der KRAMSKI Deutsche Golf Liga geholt, davon zuletzt drei in Serie.
Auch im Seniorenbereich sind Golfer aus NRW national und international überaus erfolgreich. Eine Alleinstellung nimmt NRW im Mannschaftsgolf auf Bundesebene eine.
Rund 15.000 Golfer sind in 1.500 Mannschaften im Spielbetrieb organisiert. Die Attraktivität der 176 Clubs ist dadurch für die Mitglieder hoch. „Dafür, dass Mitglieder auch mal auf eine Startzeit verzichten müssen, bedanke ich mich ganz herzlich“, übersieht Ekkehart H. Schieffer auch nicht, dass der Spielbetrieb an die Golfanlagen auch Anforderungen stellt.
Hans-Georg Blümer, Sportkoordinator des GV NRW stellt Grundzüge der sportlichen Entwicklung vor. Mit elf Podestplätze bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2017 liegt NRW im Vergleich zu allen anderen Landesverbänden ganz weit vorne. Dem Sportgremium ist aber klar, dass dies nur eine Momentaufnahme ist.
Der Grund für die so erfreuliche Entwicklung liegt darin, dass die Philosophie der Jugendförderung von Grund auf geändert wurde.
Das Sportgremium wurde als Bindeglied zwischen Ausschüssen und Präsidium gegründet, um nachhaltig für den Leistungssport geeignete Persönlichkeiten zu entwickeln.
Derzeit stehen im voraussichtlichen Kader für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio im Elite Team Germany ausschließlich Athleten aus NRW.
Mit der neuen Philosophie sind alle Akteure integriert worden, mit denen ein junger Athlet bei der Entwicklung in Kontakt kommt, insbesondere auch die Clubs und Heimtrainer.
Als Ziel wurde definiert, bei nationalen Erfolgen und der Anzahl an Nominierungen für die Kader des DGV gemäß der Mitgliederstärke im Vergleich zu anderen Verbänden mindestens auf Augenhöhe zu sein. Dies entspräche jeweils rund 20 Prozent. Aktuell sind die Athleten aus NRW über diesem Zielkorridor.
Basis der Konzeption in NRW ist der Leitgedanke des Life Long Learning. Dieser umfasst eine individuelle Förderung und die Persönlichkeitsentwicklung. Der Athlet steht im Mittelpunkt. Landesgolfverband, Club, Umfeld und Schule müssen koordiniert werden.
In diesem Zusammenhang kommt auch der Clubberatung durch die Landestrainerin eine besondere Bedeutung zu. Diese Dienstleistung des Verbandes für die Clubs wird weiter ausgebaut und die Stelle der Landestrainerin wurde extra so konzipiert, dass die Beratung der Clubs einen breiten Raum einnehmen kann. So kann sehr gezielt auf die lokalen Bedürfnisse und Gegebenheiten eingegangen werden. Mitunter gelingt es so, eine Jugendarbeit in einem Club auf ganz neue Beine zu stellen oder an bestimmten Punkten so zu verbessern, dass es für die Jugendlichen gut ist und auf den Club passend abgestimmt werden kann.
Am Anfang steht immer ein Informationsgespräch, auf das ein Analyse- und Strukturgespräch folgen kann. Im konstruktiven Dialog wird so eine schlüssige Vereinsentwicklungsberatung geleistet.
„Der Bedarf ist da. Schön, dass wir ihn nun befriedigen können, denn nur gemeinsam können wir zum Erfolg kommen. Die Kraft, mit der ein Achter beim Rudern startet, ist viel größer als die vieler Einer“, ruft Hans-Georg Blümer die Clubs dazu auf, alle im Sinne der Athleten und der langfristigen Entwicklung an einem Strang zu ziehen.
Kurz stellt der Sportkoordinator noch einmal die wesentlichen Vorzüge von Kids-Cup und Talent-Cup bei der Bindung von Kinder an den Club vor. Kinder können schon ins Team eingebunden werden, wenn sie noch gar nicht auf dem Platz waren. So entsteht Spaß durch ein Miteinander und die Kids kommen dann gerne wieder zum Golfclub.
„Girls Go Golf“ ist eine weitere Initiative von Alexandra Bönnen. Es werden Trainingsgruppen zusammengestellt, in denen nur Mädchen gemeinsam trainieren können. Dadurch kann gezielter auf die Anforderungen eingegangen werden und die Mädchen bleiben mit mehr Spaß bei der Sache. Hans-Georg Blümer ruft die Clubpräsidenten auf, der Landestrainerin Mädchen zu melden, die bisher alleine oder als einzige Mädchen in Jungengruppen trainieren.
Bei allen Projekten der Jugendarbeit sollten nie die Probleme im Vordergrund stehen. Auf Gedanken wie Sollte, Hätte, Könnte oder Würde gibt es eine einfache Ansage: MACHEN!
Club in One wird als neues Wettspielprogramm für alle Turniere des GV NRW und der Deutschen Golf Liga kurz vorgestellt. Den Clubs wird ein funktionierendes System an die Hand gegeben, mit dem der Aufwand bei der Turnierabwicklung vor allem in den Sekretariaten deutlich reduziert wird.
Ready Golf ist schon für 2018 neu in den Wettspielbedingungen enthalten. Kürzere Rundenzeiten sind das Ziel. Dabei ist Ready Golf nur eine Möglichkeit, aber kein Zwang.
348 Clubspielleiter haben die Prüfung bisher erfolgreich abgelegt. Nur sechs Clubs haben noch keinen Clubspielleiter in ihren Reihen, aber es finden noch Prüfungen statt.
Bericht des Schatzmeisters
Schatzmeister Matthias Wolff stellt die Jahresrechnung 2017 vor. Die Zahlen lagen allen Mitglieder als Anlage der Einladung vor.
Es wurden mehr Einnahmen als geplant erzielt, vor allem durch Zuschüsse des LSB.
Dem standen geringere Ausgaben als geplant gegenüber.
Dadurch wurde der Kassenbestand auf rund 478.000 Euro erhöht. Als gemeinnütziger Verein ist ein zu hoher Kassenbestand ein Problem und so plant der GV NRW 2018 eine Reduzierung.
Der Finanzvorschlag für 2018 sieht daher vor, 5,80 Euro je Mitglied als Beitrag zu erheben.
Auf der Ausgabenseiten sind erstmals die Kosten für die Jugendförderung separat ausgewiesen. Mit 300.000 Euro sollen 2018 rund 30.000 Euro mehr für die Jugend zur Verfügung stehen als 2017. „Schwerpunkt ist die Jugend, das ist auch Satzungszweck“, fügt Matthias Wolff den Zahlen hinzu.
Gesamtausgaben des GV NRW bleiben in 2018 in etwa auf dem Niveau von 2017.
Das geplante Minus von 60.000 sei im Zusammenhang mit der Gemeinnützigkeit wichtig, um die Kassenbestände zu senken.
Der Bericht des Präsidium werden einstimmig genehmigt.
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Entlastung des Präsidiums
Michael Hohaus, Vorstandsmitglied des Krefeld GC, dankt dem Präsidium des GV NRW für die gute Arbeit und Förderung der Jugend.
Die Entlastung des Präsidiums für 2017 erfolgt einstimmig.
Präsident Ekkehart H. Schieffer bedankt sich herzlich bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle.
Eine personelle Veränderung hat es auf der Geschäftsstelle gegeben. Stephanie Lindemann ist im Laufe des Jahres 2017 auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Neu im Team ist Christian Börkel. „Wir haben ein gut harmonierendes Team. Die Geschäftsstelle ist immer für unsere 176 Clubs und auch für die Ehrenamtlichen da. Hierfür nochmals herzlichen Dank“, so Schieffer.
Nochmals dankt der Präsident auch den Ehrenamtlichen in den Clubs: „Diese ermöglichen es überhaupt erst, dass wir Turniere spielen können.“
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Wahlen zum Präsidium
In jedem Jahr wird ein Teil des Präsidiums neu gewählt. Dadurch ist sichergestellt, dass das Präsidium des GV NRW immer handlungsfähig bleibt und auf Veränderungen reagieren kann.
Die Amtszeiten von Carsten Schapmann und Gisela Beckamp enden. Beide werden für die Funktion als Vizepräsidenten zur Wiederwahl vorgeschlagen.
Jürgen-Peter Kretschmer wird zur Wahl zusätzlich vorgeschlagen.
Jürgen-Peter Kretschmer stellt sich kurz vor. Der ehemalige Nationalspieler tritt mit 36 Jahren weiterhin für den Marienburger GC in der 2. Bundesliga an. Ursprünglich kommt „JP“ vom GC Siegen-Olpe. „Ich möchte dem Verband etwas zurückgeben“, begründet der ehemalige Kaderspieler seinen Wunsch, im Präsidium mitzuarbeiten.
Kretschmer ist bereits Spielleiter und als Vorsitzender des Ausschuss Spitzensport auch Mitglied des Sportgremiums.
Alle drei Kandidaten werden in Einzelabstimmung einstimmig gewählt.
Präsident Schieffer dankt dem Verbandstag für das Vertrauen: “Wir haben ein sehr harmonisches Team und die Aufgaben sind gut verteilt.“
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Turnusmäßige Festsetzung des Jahresbeitrages 2019-2021
Als Obergrenze des Jahresbeitrags steht derzeit ein Rahmen von bis zu acht Euro je Clubmitglied für den GV NRW zur Verfügung. Dieser Rahmen wurde in der Vergangenheit nicht in voller Höhe ausgenutzt.
Das Präsidium des GV NRW schlägt vor, auch für den Zeitraum 2019-2021 den Rahmen unverändert bei acht Euro zu belassen.
In anderen Landesgolfverbänden werden Beiträge bis zu 18,50 Euro erhoben.
Matthias Wolff führt aus, dass der GV NRW 6,30 Euro bräuchte, wenn nicht der Kassenbestand abgebaut würde. 7,80 Euro bräuchte der Verband um seine Ausgaben zu decken, wenn zusätzlich auf Drittmittel vom DGV und LSB verzichtet werden müsste.
Daher stellt der Schatzmeister des GV NRW den Antrag, auch weiterhin bis zu acht Euro Beitrag erheben zu dürfen. „Sie haben gesehen, dass wir diesen Beitrag nicht in voller Höhe in Anspruch genommen haben. Für die mittelfristige Planung brauchen wir aber die Sicherheit. Daher möchten wir die Option habe, bis zu acht Euro zu erheben. Ich verspreche Ihnen, dass wir dies nur tun, wenn es nicht anders geht“, so Matthias Wolff.
Bei einer Enthaltung wird der Antrag ohne Gegenstimme einstimmig angenommen.
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Es liegen keine Anträge vor.
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Informationen des Deutschen Golf Verbandes
Alexander Klose ist auch in diesem Jahr Gast beim Verbandstag des GV NRW.
Der Vorstand Recht und Regularien des Deutschen Golf Verbands wird herzlich von Ekkehart H. Schieffer begrüßt.
Alexander Klose bedankt sich für die Möglichkeit, sich mit den Clubs im Land NRW austauschen zu dürfen.
Schon heute ist es im Zählspiel erlaubt, von der Spielfolge abzuweichen. Ab 2019 werden die Spieler dazu ermuntert, ReadyGolf zu spielen.
Um die Spielzeit je Runde zu verkürzen, kann man zum Beispiel auch die Runde auf neun Löcher verkürzen. Zeit gespart wird wohl auch, wenn die Ballsuche zunächst nur der Spieler selbst durchführt, der den Ball geschlagen hat.
Eine weitere Möglichkeit ist, ein Tee weiter vorne zu wählen. Dies macht die Plätze kürzer, bringt mehr Spaß und macht das Spiel schneller.
Im Rahmen der Frühjahrstour 2018 hat der DGV bisher rund 300 Clubs erreicht.
Die Mitgliederentwicklung 2017 war leicht positiv: 51.293 neuen Golfern stehen 49.508 Abgänge gegenüber.
Mit Weitblick auf die Golfentwicklung führt das Vorstandsmitglied des DGV aus, dass auch im Golfsport die Digitalisierung eine hohe Bedeutung gewinnen wird.
Prozessoptimierung in der Geschäftsstelle, das Intranet, dazu nun auch noch das Info-Tool Serviceportal seien hierfür Beispiele.
Digitale Produkte müssten im Blick sein. Der DGV-Ausweis als Plastikkarte wird an Funktionalität verlieren, weil viele Funktionen auf Smartphones hin optimiert werden. Alexander Klose stellt eine wichtige Zukunftsfrage: „Wie transformieren wird den Clubausweis in die digitale Welt?“
R&A und USGA entwickeln ein neues World-Handicap-System. Es könnte sein, dass zukünftig aus den letzten 20 Runden nur die besten acht gewertet werden. Relativ einfach kann dadurch ein aktuelles Handicap errechnet werden, auch wenn der Golfer selber ohne technische Hilfe nicht mehr sofort nach Ende der Runde sicher sagen kann, wie sich sein Handicap durch das gespielte Ergebnis verändert.
Durch das DGV-Serviceportal, das aktuell in der Endbearbeitung ist und demnächst den Mitgliedern zur Verfügung stehen wird, soll alles viel leichter zu finden sein. „Bisher müssen wir auf der golf.de viel suchen, weil die Seite wie ein Haus ist, an das immer wieder angebaut wurde. Nun kommt alles neu, wie aus einem Guss“, ist Alexander Klose zuversichtlich, dass der DGV seinen Mitgliedern zeitnah vieles erleichtert.
Mit maximal drei Klicks bis zum Ziel soll alles an einer Stelle hinterlegt sein, was ein Thema betrifft. Dies trifft auf Regeln, Platzpflege, Clubmanagement sowie die neue Rubrik „Neu im Amt“ zu. Hier gibt es Hinweise für Leute, die im Club eine neue Position einnehmen. Neben einer „Stellenbeschreibung“ werden dort Hilfestellungen geboten.
Am 25.Mai tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft.
Der DGV bietet den Clubs hierfür wertvolle Hilfe an:
1. Verarbeitungsverzeichnis: alle personenbezogene Daten müssen geführt werden.
Ab zehn Personen, die im Club mit den Daten arbeiten, muss ein Datenschutzbeauftragter benannt werden. Auch zum Beispiel der Menscapitän zählt hier mit, so dass bei fast allen Golfclubs diese Zahl erreicht wird.
Viele Datenverarbeitungsvorgänge sind auf den meisten Golfanlagen weitgehend identisch. Diese werden vom DGV zusammengetragen. Damit wird den einzelnen Clubs die Erfassung weitgehend erspart. „Sowas gibt es nur beim DGV“, ist Klose zurecht etwas stolz auf die Leistung des Sportverbandes für seine Mitgliedsclubs.
2. Information an alle Mitglieder müssen darüber bereitgehalten werden, welche personenbezogenen Daten im Club verarbeitet werden.
3. Der Club muss Auskunft erteilen, wenn Mitglieder diese verlangen. Die Beweislast liegt dabei beim Club.
Alexander Klose wirbt bei der Kundenbindung für „Players 1st“. Diese Mitgliederbefragungssoftware wird in Dänemark schon eingesetzt und trifft auf viel Zustimmung. Beim Hearing vor dem DGV-Verbandstag in Frankfurt wird das interaktive Tool detailliert vorgestellt.
Als weiteres Argumente für den Golfsport stellt Alexander Klose den Megatrend Gesundheit vor. Mit dem Projekt „Golf & Gesundheit“ schafft der DGV eine breite Wissensbasis und stellt den Clubs eine Toolbox zur Verfügung.
„3.000 Studien gibt es international, davon sind 100 wissenschaftlich belastbar. Daraus werden Aussagen extrahiert, um das Image auf „grün und gesund“ zu drehen. Dies hilft wieder bei der Mitgliedergewinnung“, so Klose.
Golfclubs sind mit Herausforderungen in der Platzpflege konfrontiert, um die Spielqualität zu sichern. Wetterextreme und Verschärfung von Umweltauflagen sind die wesentlichen Themen, die einen integrierten Pflanzenschutz immer wichtiger werden lassen. Beim DGV ist Marc Biber für die Clubs da, um wesentliche Aspekte, die viele Clubs betreffen, zu bearbeiten.
Eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge ist nach Aussage von Alexander Klose notwendig, um eine nachhaltige DGV-Verbandsfinanzierung sicherzustellen.
„Wir wissen, dass wir uns keine Freunde machen. Wenn Sie Interesse an einem starken Verband haben, sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir die Beiträge anheben müssen“, so der DGV-Vorstand.
Die beantragte Anhebung um vier Euro je Mitglied erklärt Klose auch damit, dass in strategische Projekte investiert werden soll. Der Finanzierungsbedarf hierfür macht etwa 50 Prozent der beantragten Erhöhung aus.
Die anderen 50 Prozent werden benötigt, um die systematische Unterdeckung im Etat abzudecken und das strukturelle Defizit aufzulösen. In den letzten Jahren konnte und wollte der DGV Rücklagen auflösen. Diese sind nun weitgehend aufgebraucht.
Drittmittel vom Bund gibt es für die DGV lediglich in Höhe von 60.000 Euro. Andere Sportverbände erhalten viel mehr. Der Überschuss aus der Deutschen Golf Sport GmbH, der Vermarktungstochter des DGV, fließt nur sehr zäh.
Die VCG ist um 400 Mitglieder geschrumpft, wie gewollt.
„Seit 17 Jahren ist der DGV-Beitrag mehr oder weniger gleich geblieben. Dies war durch den Mitgliederzuwachs in früheren Jahren möglich, der nun wegfällt“, so Alexander Klose.
Zu den Personal/Verwaltungsaufwendungen im DGV führt der Vorstand Recht und Regularien aus, dass die Ausgaben 2018 unterhalb der Summe von 2012 liegen.
Im Kernbereich Sport wurden von 2013 bis 2017 Kürzungen um zehn Prozent durchgeführt. Wenn an der Stelle weitere Gelder eingespart werden sollten, können einzelne Kader keine einzige Maßnahme mehr durchführen. Im Vergleich zu anderen Nationen liegt der DGV bei den Ausgaben für den Sportbereich sehr weit zurück.
Michael Velte bedankt sich bei Alexander Klose für den Vortrag, stellt dann aber die Frage, ob der DGV immer mehr Aufgaben an sich reißt. Für die Ausbildung von Sekretärinnen gebe es andere Verbände. Für die Anträge in Sachen Pflanzenschutzmitteln gebe es andere Verbände. Vorschlag von Michael Velte: „Konzentrieren Sie sich auf die Wurzeln, auf die 39 Prozent Sport, die im Etat eingeplant sind!“
Alexander Klose hinterfragt im Gegenzug, ob andere Verbände wirklich leisten können, was der DGV schafft. Der Greenkeeperverband können das zum Beispiel nicht, weil die finanziellen Mittel fehlen.
Bei Golfbetriebswirten: Der GMVD arbeitet mit dem DGV zusammen, aber die Kosten tragen, kann der GMVD nicht. Auch der BVGA wurde schon ins Boot geholt. Aus sich heraus konnte dieser Verband aus eigenen Ressourcen kaum das leisten, was der DGV ermögliche, so Klose.
„Irgendeiner sollte koordinativ tätig sein“, ist Alexander Klose davon überzeugt, dass der DGV eine wichtige Rolle in vielen Bereichen der Golflandschaft spielt.
Gerd Rothfuchs unterstützt diese Position: „Was der DGV in den letzten zehn Jahren geschaffen hat, ist sehr gut. Der GSC Rheine-Mesum ist für die Beitragserhöhung, weil so die Anlagen, die gut arbeiten, in die Lage versetzt werden, Dinge zu gestalten. Was der DGV macht, ist wirklich fundiert.“ Bei der Jahreshauptversammlung des GSC Rheine-Mesum haben 99 Prozent der Mitglieder dafür gestimmt, den DGV-Beitrag um fünf Euro zu erhöhen.
Jens Hausmann vom GC Münster-Tinnen fragt das Plenum, welcher Club bis jetzt die Stimmung bei seinen Mitgliedern, die letztlich zahlen müssen, konkret abgefragt hat. Das Schweigen im Plenum deutet darauf hin, dass dies bisher außer in Rheine in keinem anderen Club geschehen ist. „Es ist besser, vier Euro mehr an den DGV zu zahlen, als nachher alle teuren Aufgaben einzeln im Club stemmen zu müssen. Ich bin froh, dass sich der DGV der großen Themen annimmt“, so Jens Hausmann.
Ekkehart H. Schieffer führt zur Position des GV NRW in der Frage der Beitragserhöhung des DGV aus, dass wesentliche Zukunftsthemen beim DGV richtig aufgehoben sind. Ein Landesgolfverband oder gar die einzelnen Clubs könnten derartiges nicht bewegen: „Dazu brauchen wir professionelle Hilfe.“
Wenn sich alle Landesgolfverbände auf dem Verbandstag des DGV enthalten würden, würde sich der GV NRW auch enthalten. Ansonsten würde NRW für die Erhöhung stimmen.
Alexander Klose: „Das Präsidium des DGV wünschst sich, dass die Landesverbände an der Stelle nicht mitstimmen.“
Der Vorstand des DGV macht aber sehr deutlich: „Wenn das Votum gegen die Erhöhung ausfällt, würde der DGV in 2018 das strukturelle Defizit von 600.000 Euro ab 2019 in Streichmaßnahmen umsetzen müssen. Es gibt keine weiteren Rücklagen mehr.“
Ekkehart H. Schieffer bedankt sich bei Alexander Klose: „Das war kein Heimspiel, aber Sie haben das mit Bravour bemeistert.“
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Verschiedenes
Ekkehart H. Schieffer fragt die Versammlung, ob der Verbandstag analog zu den viel besser besuchten Tagungen der Jugendwarte und Spielführer auch lieber am Wochenende stattfinden sollte. Es ist kein einheitliches Bild erkennbar.
Der Verbandstag endet um 18.40 Uhr.









