Gören-Lebbin/Fleesensee - Beim Jugend-Länderpokal, den der Bayrische Golfverband in diesem Jahr ausrichtete und der sich dafür zwei der Plätze im GCC Fleesensee ausgesucht hatte, sind die beiden Teams aus Nordrhein-Westfalen nur knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt.
Im Spiel um Platz 3 mussten sich die Mädchen mit 4:5 gegen die Auswahl aus Berlin-Brandenburg geschlagen geben. Nach den Vierern führten die Ostdeutschen mit 2:1. Diesen Rückstand konnten die Mädchen aus NRW in den Einzeln nicht mehr aufholen. Fast hätte es noch mit zumindest dem Ausgleich geklappt, aber nach ungemein spannendem Spielverlauf unterlag am Ende Sophie Hausmann mit 1down gegen Friedericke Nützmann. Auch Celina Wachsmann musste sich mit 1down geschlagen geben, dabei hatte sie zwischenzeiltlich schon mit 3auf in Front gelegen. Linda Trockel drehte aber auf der 17. Bahn das Match mit einem Birdie und holte damit den alles entscheidenden Punkt für Berlin-Brandenburg.
Nach der Zählspielqualifikation lagen die Mädchen aus NRW auf Rang 5, hatten aber trotzdem gute Aussichten, ins Finale einzuziehen. Bis etwa zu Mitte der Backnine des Halbfinales hielten sich die Mädchen des Golfverbandes NRW gegen Bayern auf Augenhöhe und mussten erst spät die Überlegenheit der Bajuvarinnen anerkennen, die sich im Finale dann recht souverän mit einem klaren 7:2-Sieg gegen Baden-Württemberg den Titel holten.
Die Jungen machten es noch etwas spannender. Schon im Kampf um den Einzug ins Finale ging das NRW-Team gegen Hessen nach 2,5:2,5-Gleichstand ins Stechen und verlor unglücklich. Diese Partie musste am Abend unterbrochen werden, weil Gewitter kein Spiel mehr zuließen.
Auch im Spiel um die Bronzemedaille, das aufgrund der Gewitterunterbrechung vom Vortrag verkürzt werden musste, stand es nach den sechs Einzeln 3:3 und das Stechen musste die Entscheidung bringen. Hier hatten die Jungen aus Schleswig-Holstein das bessere Ende für sich, so dass Team NRW auch bei den Jungen mit Rang 4 zufrieden sein musste. In der Zählspielqualifikation hatten die NRW-Jungen einen starken 2. Platz erspielt.
Auf der sehr weitläufigen Anlagen hatten Spieler und Betreuer lange Wege zu bewältigen. Die Plätze entschädigten dafür. Sowohl der TUI-Platz, auf dem die Mädchen spielten, wie auch der Schloßplatz, auf dem die Jungen unterwegs waren, präsentierten sich in perfektem Zustand und wurden über alle Maße gelobt.
Für Aktive und Betreuer gab es beim Jugend-Länderpokal ein straffes Programm. Um 6.00 Uhr musste gefrühstückt werden, um die 36 Löcher, die jeden Tag zu gehen waren, schaffen zu können. Abendessen gab es meist erst gegen 20.30 Uhr. Die Anforderungen an die körperliche und auch mentale Fitness waren also hoch. Die Landestrainer Alexandra Schleining und Lars Thiele betreuten ihre Teams bestens, so dass die Belastungen für alle Spieler auszuhalten waren.
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