Die Männer des GC Hubbelrath haben die Saison der Deutschen Golf Liga mit der Bronzemedaille beim Final Four im GC München-Riedhof beendet. Nach einer 4,5:7,5-Niederlage im Halbfinale gegen den Frankfurter GC setzte sich das Team von Trainer Alexander Schmitt im kleinen Finale mit 6,5:5,5 gegen den G&LC Berlin-Wannsee durch. Deutscher Mannschaftsmeister wurde Aufsteiger GC Am Habsberg, der sich im Endspiel mit 7:5 gegen Frankfurt durchsetzte.
Das Final Four verlief zunächst nicht nach Plan. Kurzfristig hatte sich der Halbfinalgegner geändert, nachdem der Frankfurter GC erst unmittelbar vor dem Turnier aufgrund einer Gerichtsentscheidung ins Teilnehmerfeld gerückt war. Eigentlich hätte Hubbelrath im Halbfinale gegen den starken Aufsteiger und spätere Meister GC Am Habsberg das Halbfinale spielen sollen, aber da Titelverteidiger GC St. Leon-Rot nachträglich zehn Punkte in der Südstaffel aberkannt wurden, kam es zur neuen Konstellation.
Hinzu kam eine lange Gewitterunterbrechung am Samstagnachmittag, sodass die Halbfinals erst am Sonntagmorgen beendet werden konnten.
Hubbelrath geriet bereits in den Vierern ins Hintertreffen. Richard Saunders und Emil Riegger sorgten mit einem deutlichen 7&6 für den ersten Punkt, während Peer Wernicke und Cedric Otten nach zwischenzeitlich klarem Rückstand ihr Match noch teilten. Da die beiden übrigen Vierer verloren gingen, führte Frankfurt nach dem Vormittag mit 2,5:1,5.
Auch in den Einzeln kämpfte sich Hubbelrath mehrfach zurück, konnte den Rückstand aber nicht mehr aufholen. Emil Riegger drehte nach 13 Löchern einen Zwei-Loch-Rückstand noch in ein all square, Max Wilms rettete sein Match auf dem 18. Grün ebenfalls noch zur Teilung. Richard Saunders gewann 3&2, Peer Wernicke setzte sich klar mit 5&4 durch. Tom Haberer, Laurenz Meifels, Frederik Strünker und Cedric Otten mussten sich dagegen geschlagen geben, sodass Frankfurt mit 7,5:4,5 ins Finale einzog.
„Wir haben am Samstag einfach nicht unser bestes Golf abgerufen und sind unter unseren Möglichkeiten geblieben“, ordnete Trainer Alexander Schmitt den Halbfinaltag ein.
Starke Leistung gegen Berlin
Im Spiel um Bronze zeigte sich der Rekordsieger der DGL deutlich verbessert. Die wegen des engen Zeitplans auf neun Löcher verkürzten Vierer wurden zur Grundlage des Erfolgs. Hubbelrath gewann drei der vier Begegnungen und teilte ein weiteres Match. Mit einer 3,5:0,5-Führung ging es in die Einzel.
Dort wurde es nach der Mittagspause noch einmal spannend. Emil Riegger ließ seinem Gegner beim 7&5 keine Chance und Richard Saunders holte mit einem 1auf auf dem 18. Grün einen weiteren wichtigen Punkt. David Süntzenich zeigte die bemerkenswerteste Aufholjagd des Tages. Nach einem Vier-Loch-Rückstand kämpfte sich der Youngster gegen Philipp Mejow noch bis zum all square auf dem Schlussgrün zurück. Tom Haberer teilte ebenfalls sein Match. Obwohl Max Wilms, Frederik Strünker sowie Cedric Otten und Peer Wernicke ihre Begegnungen verloren, brachte Hubbelrath den knappen 6,5:5,5-Erfolg ins Clubhaus und sicherte sich die Bronzemedaille.
„Auch wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben, sind wir mit der Bronzemedaille sehr zufrieden“, bilanzierte Alexander Schmitt.
Deutscher Mannschaftsmeister wurde der GC Am Habsberg. Der Aufsteiger lag im Finale gegen den Frankfurter GC nach den Vierern zunächst 2:2 gleichauf, setzte sich in den Einzeln aber mit 7:5 durch.
Final Four kommt nach NRW
Das Final Four wird 2027 erstmals im GC Schloss Myllendonk ausgetragen. Für die Mannschaften aus NRW ergibt sich dann ein kleiner Heimvorteil, weil man sich noch besser auf den Platz einstellen kann.
Bilanz der DGL 2026
Aus NRW-Sicht fiel die Bilanz der Bundesliga-Saison insgesamt unterschiedlich aus. In der 1. Bundesliga Nord der Herren dominierte der GC Hubbelrath mit 24 von 25 möglichen Punkten und einem Gesamtscore unter Par die Staffel. Titelverteidiger GC Hösel fand dagegen nie zur Form des Vorjahres und muss mit nur acht Punkten den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Bei den Frauen verpasste der GC Hubbelrath als Tabellendritter das Final Four um vier Punkte. Der GC Hösel sicherte sich als Vierter souverän den Klassenerhalt, während Aufsteiger Düsseldorfer GC nach fünf fünften Plätzen wieder in die 2. Bundesliga absteigt.





