Zum 29. Mal hat sich der GC Hubbelrath die NRW-Mannschaftsmeisterschaft gesichert. Hubbelrath bleibt damit in NRW das Maß der Dinge und setzte sich im Finale gegen den amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister GC Hösel durch.
Als der Nebel am Morgen des ersten Wettkampftages sich gelichtet hatte, zeigte sich der Platz des GC Am Alten Fliess von seiner besten Seite. Die acht besten Mannschaften des Landes fanden einen hervorragenden Rahmen vor, um sich in fairen Wettkämpfen zu duellieren.
Da sich der Frühnebel zäh hielt, ließ die Spielleitung später im Kanonenstart alle Matches gleichzeitig beginnen, um mit dem vorgesehenen Programm planmäßig am Abend fertig werden zu können.
Der GC Hubbelrath hatte am Morgen mit dem Westfälischen GC Gütersloh kaum Mühe. Auch am Nachmittag, als es gegen den Dortmunder GC ging, spielte der Serienmeister souverän, sodass nie wirklich Spannung aufkam.
Die Dortmunder hatten sich vorher ebenfalls sehr deutlich gegen den GC Brückhausen durchgesetzt.
Der GC Hösel zog mit überwiegend sehr deutlichen Ergebnissen gegen den GC Dreibäumen ins Halbfinale ein. Das Duell um den Einzug ins Finale verlief gegen den Marienburger GC deutlich enger. Am Ende setzte sich der Deutsche Mannschaftsmeister von 2025 zwar doch durch, aber der Sieg stand länger auf der Kippe, als es das 5,5:2,5-Endergebnis abbildet.
Finale
Am Finaltag strahlte die Sonne schon am Morgen, sodass der Zeitplan eingehalten werden konnte.
Das Finale des letztjährigen Final Four der Deutschen Golf Liga stand auch beim WSMP auf dem Spielplan. Die Vierer am Vormittag liefen ausgeglichen, sodass es vor den abschließenden acht Einzeln 2:2 stand.
Schnell lagen vier Einzel des GC Hubbelrath in Führung, sodass Coach Alexander Schmitt lange Zeit recht entspannt die Leistungen seiner Schützlinge beobachten konnte.
Am Ende konnte Frederik Strünker im Duell der Routiniers gegen Marcel Zillekens aber doch erst auf dem 18. Grün mit 2auf gewinnen. Weitere Punkte für Hubbelrath fuhren Antonia Steiner, David Süntzenich und Laurenz Meifels vorzeitig ein. Dem Traditionsclub aus dem Düsseldorfer Osten fehlte aus den übrigen vier Matches nur noch ein halber Punkt, um den Gesamtsieg zu sichern.
Lange sah es danach aus, dass dies nur noch eine Formsache werden würde, aber je länger die Matches liefen, desto mehr Spannung kam auf. Hösel zwang den Kontrahenten doch noch bis auf die Bahn 18, weil Fynn Wacker und Jack Halek ihre Matches gewannen.
Cedric Otten führte meist mehr oder weniger klar gegen Clemens Decker, aber der Youngster aus Hösel kämpfte bravourös und machte das Finale dadurch noch einmal richtig spannend. Als Otten auf dem 18. Grün den fehlenden Punkt geholt hatte, stand dann aber doch wieder fest, dass im Willy-Schniewind-Mannschaftspreis der GC Hubbelrath das Maß der Dinge ist und bleibt.
Trainerstimmen
Entsprechend aufgeräumt war Coach Alex Schmitt am Abend. Dreimal war er nun in Hubbelrath für die Mannschaft bei WSMP verantwortlich, dreimal hat sein Team den Titel gewonnen: „Mit den Vierer-Leistungen heute Morgen war ich zufrieden. Du erträumst dir natürlich immer ein bisschen mehr als ein 2:2, aber von der souveränen Leistung in den Einzeln war ich am Nachmittag total begeistert. Das war ein richtig starkes Spiel. Ich freue mich jetzt auf die DGL-Saison. Wir haben heute schon ein bisschen die Vierer testen können. Das war gut, um für den Saisonauftakt in Hamburg-Falkenstein gewappnet zu sein.“
Auch Dawie Stander, Coach des unterlegenen GC Hösel war trotz der Niederlage zufrieden: „Das Turnier ist für uns natürlich sehr wichtig, kurz vor dem Start der DGL. Für mich war es wichtig, zu sehen, wie meine Spieler drauf sind. Wir haben zwar nicht gewonnen, aber es ist ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, wie meine Spieler sich verbessert haben. Das Duell gegen Hubbelrath ist jetzt eng.“
Nationalspieler aus Österreich
Beim GC Hubbelrath kam Stephan Csöngei zum Einsatz. Der Youngster hat seine sportliche Heimat im GC Schloss Schönborn bei Wien, wird in dieser Saison aber in der Deutschen Golf Liga für den GC Hubbelrath spielen, weil in Österreich keine vergleichbaren Wettkämpfe stattfinden. Der Jugendnationalspieler Österreichs hat zwei seiner Einzel gewonnen, musste sich im Finale aber Fynn Wacker vom GC Hösel mit 4&2 geschlagen geben.
Kleines Finale
Im kleinen Finale trafen der Marienburger GC und der Dortmunder GC aufeinander. Auch in diesem Duell stand es nach den Vierern 2:2. Zwar gab es auch einige klare Ergebnisse, darunter ein 7&6-Sieg von Nina Schmitz gegen Felix Schröder. Aber letztlich musste die Entscheidung im Kampf um die Bronzemedaille auch auf dem 18. Grün ausgetragen werden. Das bessere Ende hatten die Kölner, die mit 7,5:4,5 den Sieg einfuhren.
Serie gerissen
Eine Serie ist in Bergheim gerissen. Nachdem zuletzt viermal in Folge der GC Essen-Heidhausen ins Finale des Willy-Schniewind-Mannschaftspreises eingezogen war, unterlag der Zweitligist in diesem Jahr zum Auftakt dem Marienburger GC, schaffte anschließend aber immerhin souverän den Klassenerhalt.
Gegen die Kölner gelang es nur Richard Schumann mit 4&3 gegen Nina Schmitz und Alex Fischer mit 2auf gegen Gerrit Vorsmann, Siege für Essen einzufahren. In den anderen Duellen ging es jeweils eng zu, aber das bessere Ende hatten die Athleten des Marienburger GC, die dadurch mit 6:2 ins Halbfinale einzogen.
Essen traf im Kampf um den Klassenerhalt am Nachmittag auf den GC Dreibäumen, der in der ersten Runde gegen den DGL-Erstligisten GC Hösel erwartungsgemäß bei der 1,5:6,5-Niederlage keine Chance hatte.
Essen machte gegen die Bergischen in den meisten Matches frühzeitig klar, wer das Duell gewinnen wird. Hendrik Stoffel sorgte mit einem 10&8 sogar für den höchsten aller möglichen Siege, indem er die ersten zehn Löcher alle für sich entschied.
Im anderen Spiel um den Klassenerhalt setzte sich der Westfälische GC Gütersloh gegen den GC Brückhausen ebenfalls klar durch, wobei hier einige Matches deutlich enger waren.
Der GC Am Alten Fliess hatte sich als perfekter Gastgeber gezeigt. Entsprechend wurde die Ankündigung von Clubmanager Uwe Rang mit viel Applaus bedacht, als dieser im Rahmen der Siegerehrung ankündigte, dass der Club gerne auch 2027 wieder Gastgeber für den Willy-Schniewind-Mannschaftspreis sein wird.










