Düsseldorf - Das hat die <link http: www.deutschegolfliga.de _blank>KRAMSKI Deutsche Golf Liga noch nicht gesehen! Roger Brown, Coach des erneut siegreichen Hamburger GC fasste das Geschehen in Hubbelrath passend und einigermaßen fassungslos zusammen: "Was für eine Nachmittag!" Was war am dritten Spieltag, der in Düsseldorf beim GC Hubbelrath als Doppelspieltag der Herren und Damen ausgetragen wurde, geschehen?
In den Einzeln der Herren hatte am Vormittag das bislang so starke Team aus Falkenstein einen große Rückstand eingefahren, weil kein Spieler unter Par geblieben war. Viermal wurde als bester Score eine 74 (+2) eingereicht, so dass die Hanseaten mit +21 Schlägen satte 15 Zähler hinter den führenden Frankfurtern lagen und auch der GC Hubbelrath auf Platz 2 hatte zu dem Zeitpunkt 13 Zähler Vorsprung auf die Norddeutschen.
Doch dann kamen die Vierer. Alle Hamburger gingen raus und spielten, als wenn es schon heute um die Meisterschaft geht. Dass eine Mannschaft alle Vierer unter Par in die Wertung bringt, hat es bislang noch nicht allzu oft in der 1. Bundesliga Nord gegeben. Die Hamburger schafften dieses Kunststück und war so maßgeblich daran beteiligt, dass wohl selten zuvor so oft der Blick ins Livescoring wechselnde Führungen gezeigt hatte. Frankfurt, Hubbelrath und Hamburg lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen allererster Güte. Es kribbelte bei Spielern und Zuschauern gleichermaßen. Zu keinem Zeitpunkt war abzusehen, wer am Ende den Sieg davontragen würde.
Dass ein so großer Rückstand noch aufzuholen war, lag natürlich zum einen an der grandiosen Performance, die die Falkensteiner am Nachmittag ablieferten. Alleine in den Vierern acht Schläge unter Par zu bleiben, ist in Hubbelrath auf dem Ostplatz schon ein beachtliches Brett. Dazu kam dann aber auch noch, dass weder Frankfurt, noch Hubbelrath den Nachmittag optimal nutzen konnten. Dass Nicolai von Dellingshausen wieder mit einer 68 (-4) den besten Einzelscore gespielt hat, ist schon fast Gewohnheit. Dass NvD gemeinsam mit Julian Baumeister im Vierer ein Streichergebnis abliefert, ist dagegen eine Überraschung. 16 Bahnen hatte das eingespielte Duo nur 'eins über' gespielt, aber auf zwei Bahnen mit einem Doppel- und einem Triplebogey hohe Hausnummern kassiert, so dass eine 78 (+6) zu Buche stand. "Da haben wir einfach auf zwei Bahnen einen Durchhänger gehabt und haben schlechte Schläge gemacht. Dafür wird man bei uns auf dem Platz, zumal in dem Setup, bestraft. Wir waren heute einfach nicht gut genug und müssen beim nächsten Spieltag in Altenhof angreifen, um vielleicht Hamburg an der Spitze noch zu kitzeln, zumindest aber Frankfurt abzuhängen", blickte Nicolai von Dellingshausen schon voraus.
Am Ende reichte es mit genau einem Schlag für den Tabellenführer, der damit auch den dritten Spieltag gewann. Die Falkensteiner hatten insgesamt +8 Schläge in der Wertung. Dahinter sicherte sich der Frankfurter GC mit +9 noch Rang 2 und verwies den Gastgeber Hubbelrath mit +10 Schlägen auf Rang 3.
Die beiden Aufsteiger nahmen auch am dritten Spieltag wieder die schon gewohnten Plätze ein. Der GC Altenhof kam mit +35 auf Rang 4, Hösel hatte am Ende +48 Schläge und bekommt so auch an diesem Spieltag wieder nur einen Punkt.
Während in Hamburg nach diesem einzigartigen Spieltag Euphorie herrschte, sah es beim Gastgeber in Hubbelrath ganz anders aus. Hubbelrath-Coach Roland Becker war am Abend etwas ernüchtert und nicht zufrieden, weil neben wenigen sehr guten Scores in der Breite wieder die niedrigen Ergebnisse vermisst wurden. Nur ein Einzel und ein Vierer mit 71 (-1), alle anderen Ergebnisse mit bis zu +5 in der Wertung reichten nicht für den Tagessieg. "Ich glaube aber, dass wir uns als guter Gastgeber gezeigt haben. Der Platz war sehr gut, wobei uns Bahn 12 heute das Genick gebrochen hat. Da haben wir einige hohe Zahlen kassiert."
Schlusslicht ist weiterhin der Aufsteiger GC Hösel. Das Team von Trainer Christian Niesing hat rechnerisch noch die Chance, den direkten Wiederabstieg zu verhindern, aber mit nur drei Punkten aus drei Spieltagen wäre es eine sportliche Sensation, wenn der Aufsteiger noch den Klassenerhalt schaffen würde.
Fairness pur bei den Damen
Auch bei den Damen gab es einen Spieltag, den wohl kaum jemand so schnell vergessen wird. Am wenigsten Greta Völker vom Düsseldorfer GC, die zur tragischen Figur avancierte, aber für ihre Fairness größten Respekt verdient. Abenso wird Sophie Hausmann den Tag in Hubbelrath immer präsent haben, denn ihr gelang es, im Einzel den mit Abstand besten Score aller Aktiven ins Clubhaus zu bringen. Obwohl Hausmann Bogey und Doppelbogey auf der Karte hatte, blieb sie "sieben unter" und nahm den Ostplatz mit einer 65 regelrecht auseinander.
Mit einem heißen Kopf-an-Kopf-Rennen wurde so auch in der 1. Bundesliga Nord der Damen um den Tagessieg gekämpft. Aspiranten auf den Tagessieg war die Lokalrivalen GC Hubbelrath und Düsseldorfer GC. Aufsteiger DGC lag dabei lange in Front und musste erst ganz spät den großen Nachbarn vorbeiziehen lassen, als Vanessa und Sabrina Schloo einige Schläge abgaben.
Dennoch wäre der Tagessieg für die Mädchen Coach Jochen Kupitz herausgesprungen, wäre da nicht in den Einzeln am Vormittag die Disqualifikation von Greta Völker gewesen. Völker hatte nach absolvierter Einzelrunde ihre Scorekarte unterschrieben, die allerdings an einer Bahn einen falschen Score auswies. Direkt nachdem sie dies bemerkte, zeigte die Sportlerin selber der Spielleitung ihr Versehen an. Das Regelwerk lässt in diesem Fall aber keinen Spielraum und so folgt zwingend das DQ für Völker. Eines von zwei Streichergebnissen stand damit im Team des Düsseldorfer GC schon fest. Dadurch rutsche die 82 der Schloo-Schwestern am Nachmittag in die Wertung und Gastgeber Hubbelrath durfte am Abend doch wieder über den Tagessieg jubeln.
Trotz der Tragik zog DGV-Coach Jochen Kupitz nach diesem dritten Spieltag ein positives Fazit: "Die Einzelrunde von Sophie Hausmann heute morgen hat uns im Team-Score natürlich sehr geholfen. In den Vierern ging es sehr gut los. Zwei unserer Partien haben sehr gute Ergebnisse einfahren können und es war ganz eng am Ende. Wichtig ist mir, dass die Truppe jetzt weiß, dass wir auch um die oberen Tabellenplätze mitspielen können. Insofern bin ich hoch zufrieden." Hinter den beiden Westvereinen kam der GLC Berlin-Wannsee auf den 3. Platz spielten sich die Damen des GLC Berlin-Wannsee. Hamburg-Falkenstein musste sich mit Rang 4 begnügen und für Aufsteiger GC Altenhof ist absehbar, dass nach einem weiteren 5. Platz das Abenteuer 1. Bundesliga nach nur einem Jahr schon wieder beendet sein wird.
Der 4. Spieltag wird an der Eckernförder Bucht stattfinden. Der GC Altenhof wird dafür sorgen, dass richtig viel Rummel rund um die 1. Bundesliga der KRAMSKI Deutsche Golf Liga sein wird. Am 19. Juli treten die Vereine aus NRW im hohen Norden an.
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Tagesergebnis Herren:
1. Hamburger GC +8
2. Frankfurter GC +9
3. GC Hubbelrath +10
4. GC Altenhof +35
5. GC Hösel +48
Tabelle Herren nach Spieltag 3
1. Hamburger GC 15 Punkte
2. GC Hubbelrath 11 Punkte
3. Frankfurter GC 10 Punkte
4. GC Altenhof 6 Punkte
5. GC Hösel 3 Punkte
Tagesergebnis Damen:
1. GC Hubbelrath +16
2. Düsseldorfer GC +17
3. Berlin-Wannsee +23
4. Hamburger GC +34
5. GC Altenhof +52
Tabelle Damen nach Spieltag 3
1. GC Hubbelrath 15 Punkte
2. Hamburger GC 10 Punkte
3. Berlin-Wannsee 9 Punkte
4. Düsseldorfer GC 8 Punkte
5. GC Altenhof 3 Punkte








