Bei den 77. Deutschen Meisterschaften der offenen Altersklasse hat sich Christian Hellwig zum dritten Mal die Silbermedaille erkämpft. Der Hubbelrather war damit der einzige Teilnehmer aus NRW, der mit Edelmetall aus Trier die Heimreise antreten durfte. Die Titel gingen an Leon Breimer vom GC Am Habsberg und Katharina Hesse vom Frankfurter GC. Gastgeber GC Trier hatte den nationalen Titelkämpfen einen mehr als würdigen Rahmen gegeben. 65 Helfer waren auf der ganzen Anlage immer und überall präsent und die Greenkeeper hatten einen viel gelobten Job gemacht.
Bei den Herren spitzte sich der Kampf um den Titel zwischenzeitlich am Finaltag zwar zu, allerdings war Christian Hellwig daran nicht beteiligt, weil er nach Runde mit 71, 68 und 69 Schlägen vor dem Finaltag auf den Leader elf Schläge Rückstand hatte.
Leon Breimer blieb aber cool und gab seine Führung nicht mehr ab. Am Ende hatte der Habsberger vier Schläge Vorsprung auf zwei Spieler, die sich die Silbermedaille teilten: Constantin Unger (St. Leon-Rot und eben und Christian Hellwig. Der Hubbelrather hatte sich mit acht Birdies mit 67 (-5) Schlägen spät noch nach vorne geschlichen, nachdem er zum Auftakt der Finalrunde noch ein Doppelbogey kassiert hatte.
„Der Start in die Runde war nicht optimal. Danach habe ich aber gute Wedges gehauen, gut geputtet und viele Birdies gemacht“, freute sich der Athlet des GC Hubbelrath, der schon zweimal bei einer DM Silber gewonnen hatte. Mit dem Team waren die Erfolge teils mit Gold gekrönt und auch dieser Erfolg in Trier soll neuer Ansporn für das Team sein: „Wir wollen im nächsten Jahr mit der Mannschaft wieder eine Medaille holen. Dafür werden wir alles tun und unser Bestes geben.“
Zweitbester Spieler aus NRW war Daniel Gelser, der mit der Mannschaft von GC Essen-Heidhausen gerade erst den Aufstieg in die 1. Bundesliga gefeiert hatte. Gelser belegte im Endklassement den 17. Platz. Der Essener war anschließend sehr zufrieden: „Es war ein tolles Turnier! Das Wetter hat super mitgespielt und trotz des Gewitters am Vortag war der Platz in einem optimalen Zustand. Der Golfclub Trier hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen und ich komme gerne wieder. Spielerisch war bei mir noch mehr drin gewesen, aber nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Und zu guter Letzt ein großes Dankeschön an die Clubmitglieder, die den ganzen Tag unter der strahlenden Sonne standen, um uns das Spielen zu vereinfachen."
Bei den Damen war Nina Klug vom Bundesliga-Aufsteiger GC Hösel auf Rang acht die beste Spielerin aus NRW, gefolgt von Emilia von Glahn vom GC Hubbelrath, die auf den neunen Platz kam.
Hitze unerträglich
Das Wetter war an allen Turniertagen ein Thema. Am Abend vor der ersten Wettkampfrunde ging ein heftiges Unwetter an der Mosel nieder und man konnte fürchten, dass die Wassermassen dem Platz des GC Trier ernsthaft Schaden hätte zufügen können. Die Greenkeeper zeigten die vielleicht beste Leistung aller Beteiligten, gingen in aller Herrgottsfrühe auf den Platz und so war schon am ersten Tag kaum noch etwas zu sehen, was von diesen Wassermassen zeugte. Von Tag zu Tag trocknete der Platz dann mehr ab, denn die Sonne brannte teils erbarmungslos auf die Aktiven. Und es war schwül, teils sogar unerträglich schwül, denn es gab fast keinen Wind.





