Düsseldorf - Der Name Hubbelrath hat unter Golfern eine große Anziehungskraft. Wohl auch wegen des Austragungsorts gab es bei den NRW-Meisterschaften der offenen Altersklasse eine recht gute Beteiligung.
26 Damen und 51 Herren hatten sich bei gutem Wetter getroffen, um die NRW-Meister zu ermitteln. Die Ergebnislisten sehen auf den ersten Plätzen kurios-ähnlich aus. Bei den Damen belegen Spielerinnen des GC Hubbelrath drei der vier vorderen Plätze, unterbrochen nur durch eine Spielerin des Düsseldorfer GC, während bei den Herren drei der vier ersten Plätze von Spielern des Marienburger GC eingenommen werden, unterbrochen von nur einem Hubbelrather Namen.
Konkret: Denise Kalek hat nach Runden von 74 und 73 Schlägen mit gesamt +3 den Titel bei den Damen relativ souverän gewonnen. Erste Verfolgerin war Sophie Hausmann vom Lokalrivalen Düsseldorfer GC, die mit drei Zählern Rückstand (76, 74) Silber gewann. Auf Platz 3 folgt mit Chiara Mertens eine Nachwuchsgolferin aus NRW, die in diesem Jahr international mit ihrem Finaleinzug bei den British Girls ein überragendes Ergebnis eingefahren hatte. Mertens brauchte auf ihrem Heimatplatz 78 und 76 Schläge, hat mit gesamt +10 also schon einen größeren Rückstand auf die beiden Top-Platzierten. Weitere drei Schläge mehr brauchte Katharina Rzepucha, die nach ihrer 76 vom ersten Tag eine bessere Platzierung mit der 81 am Finaltag vergab.
Asta Birna Magnusdottir (GC Paderborner Land) musste am Finaltag noch mehr Federn lassen. Die Ostwestfälin lag am Abend des ersten Meisterschaftstages mit 75 Schlägen auf Rang 2 und hatte direkten Kontakt zur Führenden. Die 83 vom Finaltag reichte dann aber nicht, um sich in den Medaillenplätzen zu halten. Mit +14 lag Magnusdottir am Ende schlaggleich mit der Mülheimerin Anna Bautista (80+78) auf Platz 5.
Die Herren machten es deutlich spannender. Nach zwei Runden waren die beiden von der Papierform her klar favorisierten Spieler schlaggleich an der Spitze. Peter Ganser (StV. +3,6) und Nicolai von Dellingshausen (StV. +3,9) hatten jeweils 141 Schläge gebraucht, um die beiden Runden zu absolivieren. Der Marienburger legte eine 69 vor und kam am Finaltag mit einer 72 vom Platz. Nicolai von Dellingshausen sorgte mit einer Aufholdjagd am Finalsonntag dafür, dass ein Stechen entscheiden musste. Nach seiner 74 unterschrieb der Hubbelrather eine 67, mithin die beste Runde der Meisterschaft. Das Stechen wurde auf Bahn 18 ausgetragen. Der Spieler mit Heimvorteil hatte eigentlich nach der starken Leistung das Momentum auf seiner Seite, verzog aber seinen Drive links auf die Driving Range. Damit war die Vorentscheidung schon gefallen und Peter Ganser konnte schon auf dem ersten Extraloch den Titel für sich und den Marienburger GC verbuchen.
Christopher Kramer (Marienburger GC) brachte die zweitbeste Finalrunde nach Hause und schob sich mit dieser 69 noch auf den Bronzeplatz vor. Am ersten Tag hatte Kramer mit seiner 75 nur im oberen Mittelfeld gelegen. Felix Wartenberg, ebenfalls vom Marienburger GC, spielte recht konstant. Seine Runden von 72 und 73 Schlägen brachten ihn am Ende auf Rang 4. Nicolas Gotzens der nach einer 71 am ersten Tag auf Rang 2 gelegen hatte, rutschte mit einer 75 noch auf Rang 5 ab. Damit war Gotzens der zweitbeste Hubbelrather des Feldes.
Kurios war bei diesen NRW-Meisterschaften, dass gleich zweimal ein Hole-in-one bejubelt werden durfte. Am Finaltag gelangen diese Kunstschüsse Denise Kalek auf Bahn 14 und Max Fanelsa auf Bahn 11. Während sich die Hubbelratherin Denise Kalek damit für die Schlussbahnen eine entspannte Situation auf dem Weg zum Titel sicherte, reichte es für den Spieler des GC Hummelbachaue am Ende für Rang 13.
Wie man es in Hubbelrath gewohnt ist, präsentierte sich der Platz des gastgebenden Clubs in bester Verfassung. Der Club, der mit Damen und Herren in der 1. Bundesliga der KRAMSKI Deutsche Golf Liga im Final Four gestanden hatte, erwies sich als perfekter Gastgeber dieser NRW-Meisterschaften.
<link http: www.golfergebnisse.de nrw14ako.htm _blank>Ergebnisse im Detail
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