Nur wenige Wochen nach den Feierlichkeiten anlässlich seines 20-jährigen Bestehens wurde der Golfclub Mülheim an der Ruhr mit dem Silberzertifikat „Golf&Natur" (G&N) des Deutschen Golf Verbandes (DGV) ausgezeichnet. „Seit 20 Jahren setzen wir stetig und ständig Verbesserungen an unserer Golfanlage um. Und alle Bemühungen konnten seit Anbeginn ohne Kreditaufnahmen umgesetzt werden", beschreibt Ehrenpräsident und Mann der ersten Stunde, Dr. Heinz Riedel, die auch in Zukunft angestrebte Maxime des Clubs.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Anlage im Zusammenhang mit regelmäßigen selbst auferlegten Überprüfungen der eigenen Qualität hat die Kontrolle des für jeden teilnehmenden Club individuell zusammengestellten G&N Maßnahmenkatalogs in Mülheim beinahe zu einer reinen Formsache werden lassen. DGV-Auditor Hartmut Schneider zeigte sich bei der Sitzung vor Ort ausgesprochen erfreut.
Einige Beispiele: Einbau eines Mini-Blockheizkraftwerks (BHKW) im Clubhaus auf dem neuesten Stand der Energieversorgungstechnik, die golftechnischen Flächen wurden digital vermessen, die Biotope werden folgen. Gearbeitet wird nach einem Jahrespflegeplan und der Biotop-Managementplan sorgt für fachgerechte Pflege der Naturflächen. Das sorgfältige Führen des Dünge- und Pflanzenschutzhandbuchs durch Head-Greenkeeper Manfred Böllert garantiert den optimalen Gebrauch zugelassener Pflanzenschutzmittel - die fachgerechte Lagerung zugelassener und der Entsorgungsnachweis abgelaufener Mittel ist selbstverständlich. Die lückenlose Beschaffung und Dokumentation von Klimadaten optimiert die Pflege der Golfanlage kurzfristig wie vorausschauend.
Mittlerweile entsprechen fast alle Bereiche auf dem Platz, im Clubhaus und in den Betriebseinrichtungen den strengen Auflagen zur Arbeitssicherheit, die für eine ISO-Zertifizierung gefordert werden. Die „Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen" (DQS), vertreten durch Bodo Rüdiger, überprüft entsprechende Maßnahmen bei jedem G&N Verfahren des DGV. Ob Blitzschutzhütten, die Sicherheit von Maschinen, Arbeitsschutz für alle Mitarbeiter, Fluchtwegekonzept oder Ersthelferausbildung: in Mülheim hat schon „fast" alles seine Ordnung und entspricht den aktuellen Standards. Nur wenige Sicherheitsmaßnahmen und rechtliche Belange müssen für „Gold" nachgearbeitet werden.
Die Clubmitglieder werden regelmäßig in der Hauszeitschrift „Ballgeflüster" über geplante und durchgeführte Pflege, Bau- und Umweltthemen informiert. Auch auf der Club-Homepage gibt es eine eigene Rubrik „Golf&Natur". Transparenz wird im GC Mülheim ohnehin ganz groß geschrieben. Mitgliederbefragungen finden regelmäßig statt und werden vom „Greenteam" sowohl ausgewertet als auch in der zukünftigen Planung berücksichtigt.
„Wir möchten mit der Teilnahme an dem selbst verpflichtenden Konzept „Golf&Natur" unseren Naturgolfplatz mit Wettspielqualität auf internationalem Niveau optimieren", formuliert Clubpräsident Thomas Ohnhaus die Motivation des Clubs. „Unsere Lage im Landschaftsschutzgebiet beschert uns zwar eine Menge Restriktionen, die wir jedoch in erster Linie als Erlebnis und Chance nutzen."
Das Ziel seit der ersten Stunde des Clubs, Kontinuität, wird durch die geplanten Maßnahmen für eine Goldzertifizierung weiter verfolgt. Im kommenden Jahr soll der bereits nach G&N Anforderungen geplante Kurzplatz fertig gestellt werden. Die Arbeitssicherheit der Greenkeeper wird nochmals erhöht. Und die Golfspieler, für die in erster Linie ihr „Sportplatz" optimiert und objektiv bewertet wird, haben ernste Aussicht auf eine Verbesserung der Bunkerqualität. Und wenn die clubinterne Aktion der Obstbaumpatenschaften weiter auf große Resonanz stößt, können sich die Mitglieder in Zukunft auf eine eigene und reiche Ernte freuen.
Im GC Mülheim an der Ruhr wird die Clubphilosophie „Wir verfolgen konsequent und strukturiert das Ziel, einen Club zu betreiben, welcher mit vorausschauender Umsicht betriebswirtschaftlich gesund geführt wird" bereits seit 20 Jahren umgesetzt.




