Luxemburg/Dänemark - Es waren zwar nicht die größten Turniere Europas, aber wenn an einem Tag zwei von vier möglichen Goldmedaillen auf internationaler Ebene an Athleten aus Nordrhein-Westfalen gehen, ist dies schon eine außergewöhnlich gute Bilanz.
Bei den Internationalen Amateurmeisterschaften von Luxemburg und Dänemark durften sich dreimal Spieler aus Deutschland als Sieger feiern lassen, zwei davon aus Nordrhein-Westfalen. In Dänemark wurde auf der sehr anspruchsvollen Anlage des Silkeborg Ry GC gespielt und Chiara Mertens vom GC Hubbelrath kam mit den Bedingungen von allen Starterinnen am besten zurecht.
Mertens, die vor wenigen Tage 18 Jahre alt geworden ist, begann mit einer 78 verhalten, schob sich am zweiten Tag mit einer bunten 74 schon weit nach vorne, um am dritten Tag mit einer 70 endgültig an die Spitze zu springen. Am Finaltag unterschrieb die Nationalspielerin eine 75 und kam mit einem Gesamtscore von +11 sicher ins Ziel. Der Vorsprung auf die erste Verfolgerin war mit drei Zählern am Ende recht komfortabel, auch wenn es auf der Backnine der Finalrunde noch einmal richtig spannend wurde.
Am ersten Tag hatte Chiara Mertens auf den Grüns etliche Schläge liegen lassen, nachdem sie vom Tee sehr konstant gespielt hatte und auch die Schläge ins Grün solide waren. Am zweiten Tag ging es wenig positiv los. Doch nach Bogey-Doppelbogey fing sich die Hubbelratherin und machte Schlag für Schlag durch nun bessere Putts wieder gut. Ein Dreiputt auf Grün 18 führte zum Abschluss aber noch einmal zu einem unnötigen Bogey.
Am dritten Tag war der Putter zunächst noch lauwarm, lief aber auf der Backnine richtig heiß. Vier Birdies waren der Lohn für ein sehr gutes Spiel. So ging es am Finaltag für die Spielerin aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl mit drei Schlägen Vorsprung in den Titelkampf. Und es sollte noch einmal richtig spannend werden. Nach einige Aufs und Abs kassierte Mertens auf Bahn 15 einen Triple-Bogey. Ihren Drive hatte die spätere Siegerin in einen Busch gesetzt und für unspielbar erklärt. Mit nur noch einem Zähler Vorsprung ging es für die Deutsche auf das 16. Tee. Chiara Mertens behielt die Nerven und sicherte sich spätestens mit ihrem starken Birdie auf Bahn 17 den Titel. Nachdem es im Vorjahr bei den "British Girls" im Finale nicht für den ganz großen Triumph gereicht hatte, sicherte sich die Rheinländerin nun ihren ersten internationalen Titel und war darüber überglücklich.
Doppelsieg in Luxemburg
Einen Doppelsieg gab es für Deutsche Athleten in Luxemburg. Bei den Herren sicherte sich Christian Bräunig (Kiawah GC Riedstadt) nach Runden von 70, 66 und 67 Schlägen den Titel.
Bei den Damen gab es ein reines NRW-Siegerpodium. Anna Ruttert vom GC Hummelbachaue verwies als Siegerin im Stechen die Isländerin Asta Birna Magnusdottir auf Rang 2. Die im Stechen geschlagene Spielerin hat ihre sportliche Heimat beim GC Paderborner Land. Beide Kontrahentinnen hatten am Ende fünf Schläge über Par gesammelt und lagen damit vier Zähler vor Therea Schmitz (Hummelbachaue), die damit das NRW-Podium im Herzogtum Luxemburg komplettierte.
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