Hamburg - Am ersten Spieltag der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi sicherte sich der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister mit einer eindrucksvollen Mannschaftsleistung den Tagessieg. Damit entführte der GC Hubbelrath fünf wertvolle Punkte aus Hamburg.
Das beste Einzelergebnis des ganzen Tages brachte - neben dem Hamburger Carl Anton Kolloß - Max Mehles ins Clubhaus. Der Spieler des National Team Germany benötigte am Vormittag lediglich 66 Schläge (-5). Dieser Score kam auf ganz und gar spektakuläre Weise zustanden, denn erst zum Rundende drehte Mehles auf und notierte auf den letzten sieben Bahnen sieben Birdies in Folge! Das Momentum war spätestens danach auf Seiten des Titelverteidigers.
Am Nachmittag waren es insbesondere die Vierer von Nicolai von Dellingshausen und Florian Schmiedel sowie Kenji Nakajima und Julian Baumeister, die den ersten Platz mit Par-Ergebnissen absicherten. Coach Roland Becker trat nach dem gelungenen Auftakt mit einem guten Gefühl den Heimweg an: "Ich hatte mir gewünscht, dass wir so in die Saison starten, wie es sich eigentlich auch gehört - mit solidem Golf und vielen guten Scores. Und das ist gelungen. Dass es zum Sieg gereicht hat, ist trotzdem nicht selbstverständlich, weil die Hamburger auch wieder stark waren. Aber am Ende hatten wir die Nase vorn - und darüber freuen wir uns natürlich." Der GC Hubbelrath beendet den ersten Spieltag mit insgesamt 1 unter Par. Gastgeber Falkenstein landete mit sechs Schlägen Rückstand auf dem 2. Platz.
Auf den 3. Rang spielte sich der NRW-Aufsteiger. Der Marienburger GC zeigte dabei eine starke Leistung. Das Team um Coach Peer Sengelhoff war mit diesem Abschneiden mehr als zufrieden. Auch Nick Bachem wird an diesen Saisonstart gerne zurück denken. Der Youngster, der vor wenigen Wochen die Fairhaven-Trophy gewonnen hatte, eines der international bedeutendsten Nachwuchsturniere, spielte heute die beste Einzelrunde (70/-1) seiner Mannschaft und war am Nachmittag gemeinsam mit Maximilian Basler im Vierer ebenfalls gut unterwegs. Hier erzielten die beiden mit 67 Schlägen (-4) das zweitbeste Ergebnis des gesamten Feldes. Bachem resümiert positiv: "Unser wichtigstes Ziel ist, die Liga zu halten und da ist der heutige Rang 3 ein guter Start. Wir haben als Mannschaft solide gespielt und keine Ausreißer nach unten gehabt. Das, was wir heute gezeigt haben, war sehr solide."
Hubbelrather Damen auf Platz 2
Beim Saisonstart der DGL machte der Überraschungsmeister aus Berlin da weiter, wo er beim Final Four 2015 aufgehört hatte. Schon am Vormittag legte das junge Team des GLC Berlin-Wannsee bei perfekten Bedingungen los wie die Feuerwehr. Nach zwölf gespielten Bahnen stand Berlin einsam bei fünf Schlägen unter Par weit vor den Konkurrenten. Am Mittag kamen die Berlinerinnen mit +14 ins Clubhaus, nachdem einige Spielerinnen sich spät auf der Runde noch den einen oder anderen Schlag eingefangen hatten. Das Teamergebnis war dennoch drei Schläge besser als das des GC Hubbelrath, bei dem Sophie Hausmann mit einer Runde von Even Par mehr als überzeugen konnte und so einen starken Einstand bei ihrem neuen Club feierte. Der Rückstand der Hubbelrather auf Wannsee betrug vor den Vierern nur drei Zähler. In den Vierern konnte der ambitionierte Club aus Düsseldorf allerdings nicht wirklich Druck aufbauen. Wannsee zeigte keine Schwäche und schaffte es, mit +2 auch das beste Ergebnis des Nachmittags in die Wertung zu bringen. Da konnte Hubbelrath nicht folgen, weil die eigenen beiden Vierer, die in die Wertung kamen, jeweils "drei über" rein kamen. Dies reichte aber noch für Platz 2 in der Tageswertung. Damit war der Club aus der NRW-Landeshauptstadt grundsätzlich auch zufrieden, denn das Saisonziel lautet zunächst einmal, das Final Four zu erreichen. Der zweite Platz war aus Sicht von Hubbelrath-Coach Christoph Herrmann ein Schritt in die richtige Richtung. "Jetzt sind wir gespannt, wie es nächste Woche in Berlin weitergeht. Wir wollen dort unseren Anspruch untermauern. Wir hätten sicher an der einen oder anderen Stelle gerne noch weniger Schläge gebraucht, aber die Mannschaft hat auch mit den neuen Spielerinnen gut zusammen gefunden", so Herrmann. In Wannsee wird Hubbelrath in leicht veränderter Besetzung antreten, denn Chiara Mertens und Franziska Knötsch werden dann zur Verfügung stehen.
Der GC Hummelbachaue kam bei seiner Premiere in der Beletage auf den vierten Platz und freute sich, zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Beste Spielerin im Einzel war Verena Gimmy, die eine solide 74 unterschrieb. Auch im Vierer war Gimmy am besten Ergebnis der Neusserinnen beteiligt, als sie gemeinsam mit Anna Ruttert erneut eine 74 spielte. Coach Dennis Arnold befand die Ergebnisse der Einzel ganz okay, sicher mit noch Potenzial für Steigerungen, wenn einmal die Nervosität des Aufsteigers überwunden ist. Einige Birdiechancen blieben vom Neuling ungenutzt. "Für den Stand der Vorbereitung der Mannschaft sind wir zufrieden mit den Leistungen. Nächste Woche in Berlin hoffen wir, wieder zwei Punkt zu holen", so Arnold. Nach dem Durchmarsch aus der Regionalliga in die 1. Bundesliga haben die Damen von der Hummelbachaue gezeigt, dass sie das Potenzial für den Klassenerhalt haben.
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