Mülheim/Hennef/Much - An einem sommerlichen Wochenende kürten die Nachwuchsgolfer in Nordrhein-Westfalen ihre Meister. In den Altersklassen 14, 16 und 18 traten jeweils Jungen und Mädchen auf einem Platz an, um die NRW-Meisterschaften zu spielen. Gleichzeitig galten diese Turniere als zweite Qualifikation für die Ausscheidungen zu den Deutschen Meisterschaften.
In der Altersklasse 18 in Mülheim gab es bei den Jungen einen klaren Sieger. Max Basler vom Marienburger GC gelang am Samstag die überragende Runde der Meisterschaft. Auf dem Par 72-Platz des GC Mülheim an der Ruhr kam der Youngster, der auch schon bei der ersten Qualifikation einen guten dritten Platz erreicht hatte, mit einer überragenden 67 (-5) ins Clubhaus. Damit hatte der Marienburger einen beruhigenden Vorsprung auf die Verfolger. Am ehesten hätte Ole Pirdzun vom ausrichtenden GC Mülheim noch die Chance gehabt, Basler abzufangen. Seiner guten 70 (-3) ließ der lange Schlacks aber eine 76 folgen und fiel damit von Rang 2 noch auf den 5. Platz zurück. Max Basler reichte am Finalsonntag eine grundsolide 72, um mit dem Gesamtscore von -5 als einziger Spieler unter Par zu bleiben und mit satten sechs Zählern Vorsprung den Titel nach Köln zu entführen und auch die NRW-Rangliste 2014 anzuführen.
Auch die Silbermedaille ging nach Köln. Noah Müller-Frank vom GLC Köln brachte nach seiner 74 vom Samstag die beste Finalrunde nach Hause. 71 Schläge und damit gesamt "eins über" für das Turnier reichten im Kartenstechen für Rang 2, weil Julian Hausweiler vom GC Hösel zwar am ersten Tag eine Par-Runde unterschrieben hatte, am Sonntag dann aber mit 73 Schlägen die schlechtere Finalrunde absolviert hatte.
Luis Obiols vom GC Hubbelrath kam nach Runden von 74 und 72 Schlägen auf den 4. Platz. Max Ropinski vom GC Bergisch Land gelang am Sonntag auf Bahn 16 ein Eagle. Nachdem er mit dem Driver vom Abschlag das Grün getroffen hatte, lochte Ropinski sicher mit einem Putt ein und rettete damit auch Rang 6, schlaggleich mit Kenji Nakajima vom GC Hubbelrath.
Bei den Mädchen konnten sich die beiden Spielerinnen, die nach Tag 1 in Front lagen, nicht über die Goldmedaille freuen. Greta Völker (Düsseldorfer GC) und Franziska Knötsch (Hubbelrath) hatten eine 71 (-1) vorgelegt und gingen gemeinsam mit Chiara Mertens in die Finalrunde. Die Spielerin des Junior Team Germany war Even Par vom Platz gekommen. In der zweiten Runde brauchte die Spielerin des Düsseldorfer GC 77 Schläge und fiel damit auf Rang 3 zurück. Auch die Hubbelrather Clubkameradin von Chiara Mertens musste am Sonntag Federn lassen, unterschrieb eine 80 und fiel damit sogar bis auf Rang 5 zurück. Der Titel ging dennoch an eine Hubbelratherin, denn Chiara Mertens wurde letztlich ihrer Favoritenrollen gerecht, spielte solide ihre 73 herunter und wurde nach der Tagesbestleistung NRW-Meisterin der AK 18. Silber sicherte sich Viviana Krug (ebenfalls Hubbelrath), die nach Runden von 73 und 74 Schlägen am Ende zwei Zähler hinter Mertens Platz 2 belegte.
Meike Schlender machte das Gesamtbild für die beiden Clubs aus der Landeshauptstadt rund. Nach Runden von 77 und 74 Schlägen belegte die Spielerin des Düsseldorfer GC Rang 4.
Thomas Ohnhaus, Präsident des GC Mülheim an der Ruhr betonte bei der Siegerehrung, dass sich sein Club freut, eine so hochklassige Meisterschaft ausrichten zu dürfen. Spieler und Turniere auf solch hohem Niveau seinen in Mülheim immer herzlich willkommen. Die Teilnehmer bedankten sich für die Gastfreundschaft und einen Platz, der hervorragend gepflegt diesen Titelkämpfen absolut würdig war.
AK 16
Auch der Platz des GC Rhein-Sieg in Hennef präsentierte sich in bester Verfassung. Da auch das Wetter nicht störend im Spiel war, wären die Rahmenbedingungen perfekt gewesen, um gute Scores ins Clubhaus zu bringen. Dies gelang aber bei weitem nicht allen Spielern der Altersklasse 16.
Die einzige Runde unter Par brachte der alte und neue AK 16-Meister Timo Vahlenkamp vom GC Halle Teutoburger Wald nach Hause. Die 71 war Grundstein für den Meistertitel, den der Westfale sich mit einer soliden 73 am Finaltag sicherte. Am Ende der Runde ließ bei Vahlenkamp die Konzentration etwas nach. Vorher hatte er groß aufgespielt und lag zwischenzeitlich bei "vier unter" für den Tag. Tim Haselhoff vom GSC Rheine-Mesum spielte fast auf Augenhöhe, brachte am Sonntag ebenfalls den Tagesbestscore von 73 ins Clubhaus, konnte damit aber eben den einen Schlag Rückstand nicht ausgleichen, den er sich am Vortrag gefangen hatte. Nach letztlich doch noch spannendem Kampf blieb dem GSC-Spieler damit die Silbermedaille. Bronze gewann mit zwei Schlägen Rückstand (72/75) auf den Vizemeister Tom Westenberger vom GC Bergisch-Land. Auf den undankbaren 4. Platz und damit auf Dominik Hüsken vom GC Hösel hatte Westenberger selber weitere zwei Schläge Vorsprung. Auf den Plätzen 5 bis 8 landeten schlaggleich mit 150 Zählern Tom Ottmann (Hummelbachaue), Yannick Köhnen (Halle), Tristan Breyer (Hösel) und Cedric Otten (Düsseldorfer GC). Da in Hennef kein Teich für das Siegerbad in der Nähe des Clubhauses liegt, fand die "Taufe" des Meisters im Stile der Fußballer statt. Alkoholfreies Bier ergab eine ebenso frische Dusche und sorgte bei allen Beteiligten für bleibende Erinnerungen an eine rundum entspannte Meisterschaft.
Entspannt war die AK 16-Meisterschaft bei den Mädchen auch, allerdings fehlten hier die guten Scores, um rundum strahlende Gesichter zu sehen. Nach Runden von 79 und 77 Schlägen sicherte sich Celine Wachsmann bei gesamt +12 den Titel. Die Spielerin des GC Hösel hatte damit solide drei Schläge Vorsprung auf den Silberrang. Diesen belegte Anna Ruttert von der Hummelbachaue mit Runden von 81 und 78 Schlägen (+15). Einen Zähler mehr hatte die Bronzemedaillengewinnerin verbucht. Carolin Kaufmann vom Marienburger GC hatte mit Runden von 81 und 80 Schlägen konstant gespielt.
AK 14
Die wenigen Teilnehmer der AK 14-Meisterschaft waren über die äußeren Bedingungen in Much begeistert. Der Platz des GC Burg Overbach war in sensationell gutem Zustand und auch das Wetter war auf der hügeligen Anlage bestens. Durch die vielen Schräglagen kamen vor allen die Nachwuchsgolfer in Probleme, die gewohnt sind, auf flachen Plätzen zu spielen. Dennoch gab es etliche Unterspielungen.
Mit riesigem Vorsprung holte sich Anna-Maria Diederichs den Titel. Auch wenn die Spielerin des GC Hösel mit Runden von 80 und 79 Schlägen sicher nicht rundum zufrieden war, hatte sie damit 13 Schläge Vorsprung auf Kim Sierks (84/88) vom GC Bergisch Land. Der Kampf um die Plätze war deutlich spannender, denn Sophie Greeve hatte am Ende nur einen Schlag mehr gebraucht (88/85), ihrerseits aber drei Zähler Vorsprung auf Jennifer Brooks (Bad Lippspringe), die nach einer 83 noch auf Platz 2 gelegen hatte, für die Finalrunde dann aber 93 Schläge brauchte.
Deutlich spannender ging es bei den Jungen zu. David Li von der Hummelbachaue setzte sich hier mit Runden von 73 und 76 durch. Issey Sekiguchi hatte das Nachsehen. Der Hubbelrather hatte am ersten Tag 75 Schläge gebraucht und auf Rang 2 gelegen, konnte aber mit seiner 76 nicht mehr aufholen und musste nach Kartenstechen sogar noch Christian von Flemming vorbeiziehen lassen. Der Youngster aus Haan-Düsseltal hatte am Samstag gemeinsam mit fünf weiteren Spielern eine 77 unterschrieben, sicherte sich aber mit der besten Finalrunde von 74 Schlägen noch die Silbermedaille.
Auf den Plätzen 4 bis 6 landeten schlaggleich Fynn Fenstermacher (Marienburg), David Distelkämper (Rheine-Mesum) und Justus Heilmann (Bergisch Land).
André Pastoors, der Geschäftsführer des Golfverbandes NRW bedauerte, dass in der AK 14 nur 16 Mädchen und 48 Jungen angetreten waren, um ihre NRW-Meister zu küren: "Dieses Alterssegment blutet aus. Hier muss dringend gegengesteuert werden!"
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