Köln - Die Saison 2018 der KRAMSKI Deutschen Golf Liga presented by Audi ist aus Sicht einer Mannschaft aus NRW mit einem Happy End veredelt worden.
Der GC Hösel hat sich als Aufsteiger in die 1. Bundesliga nicht nur die inoffizielle Nordmeisterschaft gesichert, sondern im Kleinen Finale des Final Four, das auf der Anlage des Kölner GC durchgeführt wurde, auch noch den großen GC St. Leon-Rot geschlagen und damit die Bronzemedaille gesichert.
Der Jubel bei der Truppe aus dem Rheinland war riesig – und berechtigt.
Im Spiel um den dritten Platz lag der GC St. Leon-Rot nach den Vierern mit 3:1 in Front. Was schon nach einer Vorentscheidung aussah, entwickelte sich am Nachmittag in den Einzeln zu einem Garanten für grandiosen Mannschaftssport.
Coach Christian Niesing änderte seine sonst gewohnte Taktik und setzte seine stärksten und sichersten Spieler in die vorderen Einzel, weil die Punkte früh gebraucht wurden. Diese Maßnahme verfing.
Teilweise glatte Siege ließen den Vorsprung der Kurpfälzer schmelzen und bald schon stand Hösel mir einer Führung da.
Die ersten fünf der insgesamt acht Einzelbegegnungen gingen alle an Hösel. Zwar gelang es Allen John, der noch von seinem riesigen Erfolg von der European Tour leicht euphorisiert ist, seine Partie gegen Moritz Hausweiler vorzeitig mit 3&2 für sich zu entscheiden. Aber das änderte am Endergebnis nichts mehr.
Julian Hausweiler steuerte das letzte, noch fehlende Ergebnis für den Gesamtsieg seiner Mannschaft bei. Nach 16 Löchern führte Hausweiler 2auf – dormi. Damit stand fest, dass Hösel mindestens den noch fehlenden halben Punkt in der Tasche hatte.
Mit 6,5:5,5 steht der Sieg des Aufsteigers gegen den GC SLR in der Statistik. Die Kurpfälzer bleiben ein weiteres Mal ohne Medaille und konnten seit Einführung der KRAMSKI DGL nicht mehr an ihre Erfolge der Jahre zuvor anknüpfen.
Trainer Christian Niesing jubelte über den unerwarteten Erfolg: „Wir freuen uns sehr über den dritten Platz. Dass wir gestern gegen Mannheim verlieren, ist nicht schlimm. Wir haben uns teuer verkauft und alle Matches bis auf die 17 oder 18 getragen. Mannheim ist ganz stark und deswegen auch verdienter Meister. Heute hatten wir einen nicht ganz optimalen Start, aber im Verlauf des Nachmittags ist ein echter Spirit in die Truppe gekommen - das war für uns die Wende. Dass wir gegen St. Leon-Rot gewinnen, ist für uns eine mega mega Sensation und ein Schlusspunkt auf der Leistung dieser Saison.“
Da die Bescheidenheit der nun zu Ende gegangenen Saison sich ausgezahlt hat, fängt ab sofort in Hösel wieder das Projekt „Klassenerhalt 2019“ an. So jedenfalls deutete Kapitän Markus Eirund am Abend die Marschrichtung für die kommende Saison an.
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