Essen - Auch wenn am Ende wieder der GC Hubbelrath die Goldmedaille in Empfang nehmen durfte, war die 41. Auflage des Willy Schniewind Mannschaftspreises (WSMP), bei dem sich die besten acht Teams Nordrhein-Westfalens auf der herrschaftlichen Anlage des Essener GC Haus Oefte trafen, spannend und bot den Zuschauern hochklassiges Golf.
Im Finale standen sich, wie schon im Vorjahr, der GC Hubbelrath und der GC Hösel gegenüber. Ingesamt schon zum 24. Mal darf sich der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister in die Siegerliste des WSMP eintragen.
Im Viertelfinale setzte sich der hohe Favorit gegen Aufsteiger GC Mülheim glatt mit 6,5:1,5 durch. Auch im Halbfinale war mit 6:2 der Sieg über den GLC Köln recht klar.
Der GC Hösel hatte es zunächst mit dem anderen Aufsteiger zu tun. Der GC Essen-Heidhausen machte es dabei auf der Frontnine dem Bundesliga-Aufsteiger schwer und erst im weiteren Verlauf setzte sich der Vorjahresfinalist doch noch deutlich durch. Mit 6,5:1,5 war das Ergebnis letztlich klar.
Im Halbfinale hatte Hösel etwas weniger Mühe, den Düsseldorfer GC mit hohen Siegen in den einzelnen Matches zu bezwingen. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt hatte im Viertelfinale ein sehr intensives und langes Duell mit dem Marienburger GC zu bestehen und hatte daher vor dem zweiten Duell des Tages nur wenig Zeit, sich etwas zu regenerieren und neu einzustellen.
Neuauflage Finale
Damit stand das Finale von 2017 auch für 2018 auf dem Spielplan.
Am Vormittag gestaltete der GC Hösel die Vierer gegen den Serienmeister offen. Beide Teams gewannen zwei Vierer, wobei jeweils ein Sieg mit 4&3 klar ausfiel und der andere Sieg erst auf dem 18. Grün mit 1auf gefeiert werden konnte.
Auch in den Einzeln musste sich Hubbelrath mächtig strecken, um am Ende jubeln zu dürfen, denn die Höselaner kämpften um jeden Punkt und hielten die meisten Matches lange offen oder lagen sogar in Front. Nur Max Herter konnte sich mit 5&4 gegen Moritz Hausweiler klar durchsetzen. Die übrigen Partien waren sehr ausgeglichen. Spät erst holte der sportliche Großverein aus dem Düsseldorfer Osten den entscheidenden Punkt, so dass das letzte Match zwischen Ferdinand Weber und Nationalspieler Jannik de Bruyn nicht mehr zu Ende gespielt wurde, auch wenn der Hubbelrather Routinier gegen den Youngster kurz vor Ende mit 2auf in Front lag. Mit 6,5:5,5 steht somit das Ergebnis für Statistiker fest.
Qualität durchgesetzt
„Am Ende hat sich die Qualität der Spieler des GC Hubbelrath durchgesetzt. Es hätte für uns besser ausgehen können, aber wir können damit zufrieden sein, dass wir so nah herangerückt sind und Hubbelrath ärgern konnten. Unser Ziel ist, dass wir uns Stück für Stück weiter entwickeln. Dieses Turnier war für uns eine ideale Vorbereitung für die 1. Bundesliga. Ich finde es sehr gut, dass der Golfverband NRW den WSMP so gelegt hat, dass wir uns damit auf die Bundesliga vorbereiten konnten“, war Christian Niesing, Coach des GC Hösel nach dem Finale mit Turnier und Leistung insgesamt sehr zufrieden.
Der GC Hubbelrath war fast in Bestbesetzung angetreten und hatte sich daher auch die Titelverteidigung fest vorgenommen. Lediglich Max Mehles, Tim Bombosch und Luis Obiols, die alle in den USA am College sind, fehlten. Sophie Witt aus dem Bundesliga-Damenteam des GC Hubbelrath war eine wertvolle Verstärkung für die Vertretung des Titelverteidigers. „Wir haben hier sehr gute Bedingungen vorgefunden. Der Platz war bestens präpariert und auch das Wetter hat mitgespielt. Hösel hat es uns nicht leicht gemacht“, zollte Roland Becker, Meistercoach des GC Hubbelrath, sowohl dem Ausrichter Essener GC Haus Oefte, wie auch dem Dauerrivalen aus der Nachbarschaft Respekt.
Kleines Finale
Im Kleinen Finale setzte sich der GLC Köln gegen den Düsseldorfer GC ebenfalls mit 6,5:5,5 durch. Schon nach den Vierern lagen die Kölner mit 3:1 in Front.
Den Gang zurück in Liga 2 müssen der Marienburger GC und der Krefelder GC antreten. Die Marienburger traten mit einer Rumpftruppe an, weil alleine sechs Plushandicaper nicht mit nach Essen gereist waren. Unter anderem fehlte Nick Bachem, der zeitgleich in Frankfurt bei der Deutschen Lochspielmeisterschaft antrat und dort den Titel holte.
Die Athleten waren vom Platz des Essener GC Haus Oefte auch bei der vierten Austragung in Folge sehr angetan. Die Greenkeeper hatten auf dem idyllisch am Ruhrufer gelegenen Platz ganze Arbeit geleistet und schon so früh im Jahr vor allem die Grüns exzellent hergerichtet.
Im Rahmen der Siegerehrung betonte Christian Hövelhaus, Vorstand des gastgebenden Clubs, wie sehr sich sein Club darüber gefreut hat, der NRW-Mannschaftsmeisterschaft mit hochklassigem Golf eine sportliche Heimat geboten zu haben.





