Der Saisonstart ist mit den NRW-Vierermeisterschaften auf der Golfanlage Hummelbachaue mehr als gelungen.
Es gab über 200 Anmeldungen, sodass nicht alle Wünsche bedient werden konnten. Mit 150 Teilnehmern war das Feld dadurch aber besonders hochklassig. Gleichzeitig war dies das voraussichtlich größte Feld des Jahres bei einem Turnier des Golfverbandes NRW.
Schon die erste Auflage dieser Landesmeisterschaft war an gleicher Stelle ein großer Erfolg gewesen. Die Titelverteidiger Frederik Strünker und Niklas Durchner mussten sich in diesem Jahr mit dem vierten Platz begnügen.
An der Spitze entwickelte sich ein spannendes Duell der großen Favoriten. Cedric Otten und Laurenz Meifels lagen nach der ersten Runde noch gleichauf mit drei anderen Duos, setzten sich aber am Finaltag bei besten Bedingungen schnell von den Verfolgern ab. Auf Bahn 16 mussten die Hubbelrather dann aber nach einem Dreiputt ein Doppelbogey notieren. Diese Chance nutzten Fynn Wacker und Jack Halek vom Deutschen Mannschaftsmeister GC Hösel und plötzlich standen im Livescoring wieder zwei Teams schlaggleich an der Spitze.
Das Duo aus Hösel durfte sich aber nicht lange Hoffnung machen, den Titel doch noch zu holen, denn schon auf Bahn 17 unterlief Wacker/Halek ein leichter Fehler, der mit einem Bogey bestraft wurde. Gleichzeitig brachten Otten/Meifels ein Birdie unter, sodass der Vorsprung wieder auf zwei Schläge anwuchs.
Die Verfolger mussten auf der letzten Bahn Risiko gehen, um doch noch auf Gold hoffen zu dürfen, aber der Schuss ging nach hinten los und so mussten Fynn Wacker und Jack Halek nach einem Doppelbogey mit Silber Vorlieb nehmen, während Cedric Otten und Laurenz Meifels über den Sieg jubelten.
Bronze ging an Noach Müller-Frank und Alexander Menk vom G&LC Köln, die nach Runden mit 76 und 77 Schlägen einen Schlag vor den Titelverteidigern landeten. Gleichauf mit den Meistern von 2025 waren Justin Weidemann und Philipp Pastoors vom GC Mülheim/Ruhr.
Vier Birdies in Serie
Bei den Frauen waren Anna Lina Otten und Dora Henze vom GC Hubbelrath mit einem Teamhandicap von -4,2 als Favoriten ins Turnier gestartet und wurden ihrer Rolle auch eindrucksvoll gerecht. Dem Wind des ersten Wettkampftages mussten die Hubbelratherinnen zwar noch Tribut zollen und lagen mit 83 (+9) Schlägen nur auf dem dritten Platz. Am Finaltag nutzte das Duo aus der 1. Bundesliga aber die besseren Bedingungen und lieferte mit einer 71 (-3) den besten Score des gesamten Feldes ab. Am Ende hatten Otten/Henze sogar satte sechs Schläge Vorsprung auf Fiona Kasperk und Victoria Jung vom Aachener GC. Das Duo aus dem Dreiländereck hatte mit 81 und 79 Schlägen exakt das gleiche Endergebnis wie Larissa Skodda (GC Bergisch Land) und Julia Semesdiek (GC Münster-Wilkinghege). Nach Kartenstechen ging die Silbermedaille aber nach Aachen, weil Kasperk und Jung auf der Finalrunde die bessere Back Nine gespielt hatten.
Der Sieg von Anna Lina Otten und Dora Henze zeichnete sich auf der Finalrunde früh ab, weil die beiden Athletinnen des Bundesligisten mit vier Birdies in Serie einen perfekten Start hinlegten und danach zwar ein Bogey notierten, aber ansonsten die Scorekarte sauber hielten.
Hervorragender Gastgeber
Die Golfanlage Hummelbachaue hatte sich als hervorragender Gastgeber präsentiert. Die Anlage war für den frühen Termin in einem sehr guten Zustand, insbesondere die Grüns.
Die Bedingungen waren für die Athleten am Samstag sehr herausfordernd. Der Platz ist lang und bietet viele Gelegenheiten, Schläge zu verlieren. Hinzu kam kräftiger Wind.
Entsprechend gingen die Scores insgesamt hoch.
Am Finalsonntag hatte sich der Wind gelegt und in der Breite kamen dadurch viele gute Scores ins Recording.
Im Rahmen der sehr harmonischen Siegerehrung kündigte Thomas Nickel, der Geschäftsführer der Golfanlage Hummelbachaue, unter dem Applaus der vielem zufriedenen Teilnehmer an, dass auch 2027 diese NRW-Landesmeisterschaft wieder in Neuss stattfinden kann.
Livescoring
Erstmals bei einem Turnier des größten Landesgolfverbandes gab es ein Livescoring auf allen Löchern.
Dadurch waren Zuschauer und Fans immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge und konnten die Spannung noch intensiver erleben.








