Göhren-Lebbin - Auch im Land Fleesensee war es heiß, als sich jugendliche Auswahlmannschaften aller Landesgolfverbände zum Jugend-Länderpokal 2015 trafen. Zudem ging es auf den Golfplätzen hoch her, weil die Jugendlichen sich hochklassige Duelle lieferten. Für die Teams des Golfverbandes NRW, die durch Lars Thiele, Alexandra Schleining, Guido Bremen und Stefanie Lindemann betreut wurden, war der Ausflug nach MeckPomm erfolgreich und mit doppeltem Edelmetall gekrönt.
In der Zählspielqualifikation spielten die Mädchen aus NRW stark und belegten mit +12 einen sehr guten 2. Platz. Sophie Hausmann bewies auch am Fleesensee ihre derzeit überragende Form und brachte mit einer Runde von vier unter Par den besten Score aller Spielerinnen rein.
In der erste Matchplay-Runde setzten sich die Mädchen um Landestrainerin Alexandra Schleining sicher mit 4:1 gegen die Auswahl Niedersachens und Bremens durch.
Anschließend folgte das Halbfinale, so dass noch am selben Tag der Traum vom Titel nach einer 2:3-Niederlage gegen den Turnierfavoriten aus Bayern ausgeträumt war.
Aufgrund drohender Gewitter hatte die Spielleitung für den Finaltag entschieden, die Einzel vorzuziehen, um möglichst viele Ergebnisse in der Werrtung zu haben. Im Kleinen Finale, also dem Spiel um Platz 3, sah es schon nach den sechs Einzeln sehr gut für NRW aus, wobei es in den Matches selbst ganz eng war. Vier Mal ging es bis zum 18. Grün.
Anna-Maria Diederichs lag gegen Tara Bettle zwar lange zurück, drehte aber auf der Backnine das Match und sicherte sich auf dem 18. Grün den Sieg. Anna Lina Otten und Carolin Kauffmann teilten ihre Matches, Sophie Hausmann und Nina Schmitz gewannen gegen ihre Ostdeutschen Kontrahentinnen. So ging es mit einer soliden 4:2-Führung in die Vierer. Es fehlte nur noch ein Punkt, aber am Ende wurde es eine ganz klare Angelegenheit für die NRW-Mädchen, denn alle Vierer gingen an die Auswahl von Alexandra Schleining.
Die Trainerin war mit ihrem Team sehr zufrieden, zumal so viele ganz junge Spielerinnen dabei waren. Bemerkenswert fand Alexandra Schleining auch, dass Nina Schmitz noch nie ein Matchplay verloren hat, wenn sie dabei war. Dass Anna-Maria Diederichs gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war und deshalb höchsten 18 Loch gehen konnte, hatte es für das Mädchen-Team aus NRW nicht leichter gemacht. Die Bronze-Medaille ist daher besonders wertvoll.
Auch Jungen nach Zählspielqualifikation auf Platz 2
Bei den Jungen war der Verlauf der Meisterschaft sehr ähnlich. Auch das Team um Landestrainer Lars Thiele kam in der Zählspielqualifikation auf Platz 2. Timo Vahlenkamp war mit seiner -5 bester Spieler des NRW-Kaders, schaffte es dabei auf seiner Backnine, vier unter Par zu bleiben. Noch besser war allerdings Leon Bader aus Bayern, der eine grandiose -8 unterschrieb.
Im Viertelfinale machte NRW kurzen Prozess mit der Auswahl Berlin-Brandenburgs. Mit 4,5:0,5 wurde der Einzug ins Halbfinale geschafft, wobei die einzelnen Matches meist sehr früh entschieden waren.
Im Halbfinale mussten sich die NRW-Burschen etwas überraschend der Auswahl Niedersachsens und Bremens mit 2:3 geschlagen geben, die sich in einen echte Rusch gespielt hatte. Nur David Li (Hummelbachaue) gewann sein Einzel, wie überhaupt der Youngster alle Einzel deutlich gewann. Zwar holten Constantin Friesacher und Max Basler gemeinsam im Vierer sowie Tom Westenberger im Einzel jeweils noch einen halben Punkt, weil sie ihre Matches teilten, aber dies reichte gegen den späteren Länderpokal-Sieger nicht für den Einzug ins Finale.
Im Spiel um Bronze traf NRW auf die Mannschaft, die die Zählspielqualifikation gewonnen hatte. In einem überaus spannenden Duell wurde Bayern mit 5:4 niedergerungen und so Edelmetall nach NRW geholt.
In den Einzeln, die auch bei den Jungen morgens gespielt wurden, legte NRW mächtig vor. Jannik de Bruyn, Cedric Otten, Timo Vahlenkamp und David Li gewannen ihre Matches, teils sogar sehr deutlich, so dass aus den drei Vierern am Nachmittag nur noch ein Punkt fehlte. Die ersten beiden Punkte der Vierer gingen dann jedoch an Bayern, so dass es sich alles auf das letzte Match konzentrierte. Zuletzt war nur noch Nick Bachem gemeinsam mit Max Basler draußen und die beiden mussten ihr Match gewinnen. Dies gelang den beiden Spielern des Marienburger GC, als sie auf dem 18. Grün den fehlenden Punkt für NRW holten. Lange hatte es nicht gut ausgesehen, aber die Rheinländer drehten auf den letzten drei Bahnen richtig auf. Die Spannung war auf Bahn 18 kaum noch auszuhalten, als Basler seinen Schlag ins Grün zu lang machte und damit Nick Bachem vor eine schwer zu lösende Aufgabe stellte. Den Downhill-Bunkerschlag meisterte Bachem aber bravourös und legte den Ball auf zwei Meter an den Stock, so dass Max Basler zum Birdie und Sie gegen Bayern lochen konnte.
Im Land Fleesensee war kurioser Weise der Bayerische Golfverband Gastgeber dieses Länderpokals. Da auf den Plätzen kein Schatten zu finden ist, waren die Anforderungen an Organisation und Athleten gleichermaßen hoch, bei fast 40 Grad auch 36 Löcher gesund und munter zu überstehen. Neben dem von den Gastgebern zur Verfügung gestellten Wasser hatten die NRW-Betreuer gut vorgesorgt und so liefen die Spieler aus dem Westen immer im grünen Bereich.
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<link www.golfclub-fleesensee.de/jugendlaenderpokal.html _blank>Ergebnisse des Jugend-Länderpokals</link>








