Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der bis 18-jährigen Jungen und Mädchen gehören zweifelsfrei zu den Höhepunkten der Golfsaison. Bereits zum zweiten Mal fand auf der Anlage des GC Meerbusch das NRW-Regionalfinale statt. 11 Jungen- und 8 Mädchen-Teams gingen zur Qualifizierung für den Bundesentscheid an den Start. In absolutem Top-Zustand präsentierte sich die Anlage, so dass guten Ergebnissen fast gar nichts im Weg stand. Am ersten Spieltag können höchstens die kräftigen Regenschauer die Konzentration der Spieler gestört haben… Nur eine einzige Runde unter Par wurde am Samstag eingereicht, und zwar eine 71 von Benedict Schweiger aus Marienburg.
Spielstand am Samstag: Die Titelverteidigerinnen aus Hubbelrath ließen keinen Zweifel daran, dass sie den Pokal erneut fest im Visier hatten (74+75+83=232). 12 Schläge mehr benötigte das Team vom Schmitzhof (77+82+85=244), und die Mädchen aus Bergisch Land blieben ihnen mit weiteren 3 Schlägen dicht auf den Fersen (78+84+85=247).
Bei den männlichen Kollegen waren es in erster Linie die Düsseldorfer Jungs (73+74+75+79+80=381), die es den Hubbelrather Titelverteidigern (73+74+77+81+81=386) schwer machten. Mit insgesamt 5 Schlägen Vorsprung gingen die Düsseldorfer am Sonntag an den Start, während das Kölner Team 15 Schläge mehr als die Leader benötigte (73+73+83+83+84=396).
Keine Regenschauer, keine Gewitter und auch sonst keine Ausreden weit und breit. Die Leistungen steigerten sich am Sonntag enorm, so dass 5 Runden unter Par eingereicht werden konnten. Beste Runde bei den jungen Damen erzielte Nationalspielerin Caroline Masson aus Hubbelrath mit 70 Schlägen, also 2 unter Par. Bei den Jungen spielte ihr Clubkamerad Maximilian Kieffer mit 69 Schlägen 3 unter Par.
Sollten diese Einzelleistungen bereits die Vorboten für die Teamwertung sein? Die Hubbelrather Mädchen ergänzten sich am zweiten Tag noch besser und konnten insgesamt 8 Schläge zum Vortag einsparen (70+76+78=224). Sie notierten insgesamt 456 Schläge und damit 24 über Par, was den sicheren Sieg zum siebten Mal in Folge bedeutete. Das Team aus Bergisch Land verbesserte sich um 9 Schläge und rutschte somit vor auf den Silber-Rang (247+238=485). Den Spielerinnen vom Schmitzhof wollte plötzlich gar nichts mehr gelingen. 14 Schläge mehr als am Vortag standen schließlich auf dem Mannschaftszähler (244+259=503). Die Düsseldorferinnen hingegen verbesserten ihre Scores um gemeinsame 13 Schläge und landeten trotz Rückstand am Morgen am Ende plötzlich schlaggleich, aber mit dem besseren zweiten Tag - auf dem Treppchen für die Bronzemedaille (258+245=503).
Die Ergebnisse bei den Jungen, lagen nach der ersten Runde etwas dichter zusammen, so dass erhebliche Ausrutscher eines Einzelnen durchaus Konsequenzen für die Mannschaft haben konnte. Die Kölner wollten sich augenscheinlich am wenigsten geschlagen geben und zählten nach der zweiten Runde sage und schreibe 20 Schläge weniger als am Vortag (396+376=772). Bei den meisten Düsseldorfer Jungs wollte es am zweiten Tag insofern nicht so richtig klappen, als „nur“ zwei Spielern eine Unterspielung gelang. Drei Schläge mehr als am Vortag hieß das gemeinsame Resultat (381+384=765), womit es für den Titel eng werden sollte. Die Titelverteidiger gaben sozusagen alles und verbesserten sich um 16 Schläge (386+370=756), womit sie ihrem Verfolgerfeld wieder einmal deutlich davon gezogen waren. Gold also erneut an Hubbelrath, Silber an Düsseldorf und Bronze an die Jungs vom G&LC Köln.
Bereits zum dritten Mal in Folge gelang dem Hubbelrather GC in diesem Jahr der Doppelsieg seines Mädchen- und Jungen-Teams beim Regionalfinale zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Neu in diesem Jahr war allerdings die Betreuerin der Jugend-Mannschaften. Gerade erst aus Hamburg nach NRW umgezogen, sicherte sich Ursula Mielke-Salzmann nicht nur die Silbermedaille bei der NRW-Seniorinnen-Meisterschaft, sondern trat engagiert die Nachfolge für die langjährige Hubbelrather Kapitänin Beate Ibald an. Die Mädchen und Jungen dankten ihr dafür.
Ein Dank von offizieller und von Spielerseite ging auch an die Platzrichter, die während dieser Meisterschaft unerwartet viele Regelfälle zu klären hatten. Knifflige Fragen galt es ebenso zu lösen wie relativ einfache Regelfälle. Aus Sicht der Platzrichter hätte so manch ein Spieler aus eigenem Vermögen jedoch falsch entschieden. Gut also für alle Beteiligten, dass es die Unparteiischen auch in diesem Sport gibt. Aufgrund von Caddie-Regelverstößen mussten 3 Spieler disqualifiziert werden, denn bei Jugend-Mannschaftswettspielen dürfen nur Mannschaftsmitglieder als Caddies eingesetzt werden – keine Eltern oder Freunde.
Ausgesprochen viele Zuschauer verfolgten die Meisterschaft bis zum 18. Grün. Und auch bis zur Siegerehrung blieben die meisten Teams in Meerbusch, eine nicht immer gepflegte Tradition bei Meisterschaften. Doch wer einmal in der großen gemütlichen Scheune im Golfpark Meerbusch eine so stimmungsvolle Zeremonie miterlebt hat weiß, dass sich das Bleiben lohnt. Sowohl der Ökonomie als auch dem Veranstalter GV NRW e.V. und dem Team des GC Meerbusch galt der Dank aller Teilnehmer, die sich schon jetzt auf das Finale im kommenden Jahr freuen. Denn auch in 2008 werden sich die jugendlichen Teams auf dieser Anlage gegenüber stehen.
Das DMM-Bundesfinale 18 u.j., an dem die jeweils drei erstplatzierten Teams aller Bundesländer teilnehmen, findet für die Mädchen am 29. Und 30. September im GC Wildenrath und für die Jungen im GC Castrop-Rauxel statt.
Die einzelnen Ergebnisse finden sie <link internal-link>hier








