Göhren-Lebbin - Im Land Fleesensee wurde ein Jugend-Länderpokal auf höchstem Niveau ausgetragen. Mit einem neuen Modus wurden die Jugendlichen besonders gefordert und gefördert. Nach einer Zählspielqualifikationsrunde wurden Dreigruppen für eine Zwischenrunde zusammengestellt. In diesen Gruppen spielte anschließend jeder gegen jeden. Aus den beiden Gruppen, die in der Qualifikationsrunde die Plätze 1 bis 6 belegt hatten, standen letztlich die Gruppensieger im Finale, die Gruppenzweiten kämpften um Bronze. Dahinter wurden die Platzierungen ab Rang 7 ausgespielt.
Bei den Jungen hatte NRW die Zählspielqualifikation schlaggleich mit den Nordverbänden, die unter dem Namen Hanseatic Golf Union antraten, auf dem geteilten 1. Platz abgeschlossen.
In der Gruppenphase traf NRW zunächst auf Niedersachen/Bremen. In einem spannenden Match trennten sich die Teams 2,5:2,5. Höhepunkt war ein Schlag von Jannik de Bruyn. Der Jugend-Nationalspieler traf aus 185 Metern gegen den Wind ein flach gespieltes Eisen 2 perfekt und legte den Ball so einen Meter an den Stock, sicherte damit NRW den halben Punkt zum Ausgleich.
Gegen die Auswahl Bayerns siegte NRW mit 3:2. Da die Hanseaten gegen Bayern mit 3,5:1,5 gewonnen hatte, hätte NRW mit 4:1 gewinnen müssen, um direkt ins Finale einzuziehen oder eben mit dem gleichen Ergebnis die Bajuwaren schlagen müssen, um ein Stechen gegen Niedersachsen/Bremen zu erzwingen.
Im Kleinen Finale siegt NRW gegen Hessen mit 3,5:1,5 und sicherte sich damit erneut die Bronzemedaille. Die Bilanz fällt für die Jungen aus NRW sehr positiv aus: Nach dem Sieg in der Zählspielqualifikation fuhr NRW zwei Siege und ein Unentschieden ein, darf daher zurecht stolz auf den Gewinn der Medaille sein.
"Das war eine super sportliche Veranstaltung, weil jedes Match und jeder Punkt zählte", war Hans-Georg Blümer, Sportkoordinator des Golfverbandes NRW sehr froh über diesen Austragungsmodus.
Bei den Mädchen trat NRW mit einer sehr jungen und noch nicht so erfahrenen Mannschaft in MeckPomm an. Etliche Spielerinnen können noch viele Jahre am Jugend-Länderpokal teilnehmen und sammelten in diesem Jahr wertvolle Erfahrung.
Die Zählspielqualifikation verlief nicht optimal und so landete das NRW-Team auf Rang 7. Da nur acht Teams am Start waren, ging es danach im direkten Match gegen den Zweitplatzierten. Gegen die Hanseatic Golf Union unterlagen die NRW-Mädchen nach zwischenzeitlicher Führung mit 1,5:3,5. Wäre die Führung ins Clubhaus gerettet worden, hätte NRW auch bei den Mädchen um die Medaillen gespielt. So aber ging es nur noch um die Plätze 5 bis 8.
Direkt im Anschluss an das enge Match gegen die Hanseaten ging es im ersten Platzierungsmatch gegen die Auswahl aus Rheinland-Pfalz/Saarland. Die Luft war in dem Moment aber etwas raus und die Spielerinnen auch sichtlich geschafft. Mit 0,5:4,5 ging das Match in den mittleren Westen Deutschlands.
Im Spiel um Platz 7 holten sich die jungen Mädchen dann noch ein Erfolgserlebnis und setzten sich mit 5:4 gegen Berlin/Brandenburg durch.
Der Jugend-Länderpokal war hervorragend organisiert. Es gab im Land Fleesensee zwar auch eine Gewitterunterbrechung und etwas Regen, aber letztlich konnte diese Meisterschaft der Landesgolfverbände regulär zu Ende gespielt werden.
Der Umgang der Teams untereinander war von sportlicher Rivalität auf überaus hohem, sportlich-fairen Niveau geprägt. Der Golfsport hat sein bestes Gesicht gezeigt. Es wurde hochklassiges Golf geboten. Für die Jugendlichen waren die Tage mit jeweils 36 Loch sehr anstrengend und lehrreich.
Marcel Siem schickte dem NRW-Team eine Videobotschaft aus Paris von der European Tour. Der enge Kontakt des Profis, der mit dem NRW-Team dreimal den Länderpokal gewonnen hatte, war für die Nachwuchsathelten des GV NRW sehr motivierend.
stebl´
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