Kaschow - Vom 5. bis 7. Juli wurde im Golfpark Strelasund der Jugend-Länderpokal 2013 ausgetragen. Rund 15 Kilometer von der Ostseeküste entfernt liegen in Kaschow verkehrsgünstig durch die A20 angebunden zwei Golfplätze auf einer Anlage, auf denen den 79 Mädchen und 87 Jungen einiges abverlangt wurde. Für die Mannschaften aus NRW war die Anreise im Bus fast neun Stunden lang.
Es wurde in diesem Jahr nicht mehr in gemischten Mannschaften gespielt. Stattdessen gab es separate Mannschaften der Landesverbände, die jeweils aus mindestens sechs, maximal aber aus acht Mädchen bzw. Jungen bestanden. Der Länderpokal wurde von Jungen und Mädchen der Jahrgänge 1995 oder jünger gespielt, wobei höchstens zwei Starter den Jahrgängen 1995 oder 1996 angehören durften.
Am ersten Tag wurden als Zählspielqualifikation vormittags drei Vierer und am nachmittags sechs Einzel gespielt. Jeweils ein Streichergebnis kam davon nicht in die Wertung. Am Samstag ging es im Lochspiel weiter. Im Viertelfinale traten die besten acht Teams der Zählspielqualifikation gegeneinander an. Im Matchplay werden ein Vierer und vier Einzel ausgetragen.
Schon am Samstagnachmittag stiegen die Halbfinals im gleichen Modus. Am Final-Sonntag, als es um Titel, Medaillen und Endplatzierungen ging, wurden am Vormittag drei Vierer und am Nachmittag sechs Einzelmatchplays gespielt.
Die Mädchen trugen ihren Länderpokal auf dem Meisterschaftsplatz „Mecklenburg-Vorpommern" aus. Dieser spiegelt typische Landesteile Mecklenburg-Vorpommerns, wie etwa Rügen, Fischland-Darß-Zingst und die Müritz wider. Das Spiel wird so zu einer kleinen Reise durch Mecklenburg-Vorpommern. Das Gelände ist leicht hügelig. Relativ große Grüns und optisch attraktiv gestaltete Wasserhindernisse prägen das Bild dieses Platzes.
Die Jungen traffen auf dem „Strelasund - Inselcourse" aufeinander. Namenspate sind die Inseln und Halbinseln des Strelasund. Die Bahnen haben meist einen eigenen Charakter. Topfbunker, große und stark ondulierte Grüns, Waste Areas und drei große Wasserhindernisse sowie ein eindrucksvolles Inselgrün erwarten die Spieler neben dem alten Baumbestand.
Letzter Sieger des Jugend-Länderpokals, bei dem Jungen und Mädchen gemeinsam antraten, ist die Auswahl aus Bayern. Bei den Mädchen hatte der Golfverband NRW im letzten Jahr den Ländervergleichswettkampf, den Vorläufer des in 2013 stattfindenden Mädchen-Länderpokals gewonnen.
In diesem Jahr wurden die NRW-Mädchen von Lars Thiele betreut, Jungen von Hauke Wagner.
In der Zählspielqualifikation am ersten Tag haben Greta Völker und Tim Bombosch jeweils einen neuen Platzrekord aufgestellt, da erstmals von den Abschlägen gespielt wurde und sie mit dem besten Score ins Clubhaus kamen.
Die Jungen belegten am Abend den 4.Platz, die Mädchen hatten sich auf Rang 2 eine bessere Ausgangslage für das Viertelfinale erspielt.
Die Jungen trafen schon im Viertelfinale auf das Team aus Baden-Württemberg. Im Stechen unterlag NRW mehr als unglücklich und spielte entsprechend nur noch um die Plätze 5 bis 8.
Die Mädchen machten es besser und gewannen ihr Spiel gegen NS/B mit 3und2. Anschließend ging es gegen Baden-Württemberg um den Einzug ins das Finale.
NRW lieferte sich gegen das Team aus dem Südwesten der Republik einen offenen Schlagabtausch, alle Matches waren hochspannend und umkämpft. Entsprechend stand es nach den regulären Partien auch 2,5:2,5 - das Stechen musste entscheiden. Hier hatten Patricia Schmidt und Valerie Gress jeweils schon am ersten Extraloch das Glück der Tüchtigen und holten damit die entscheidenden Punkte gegen Chiara Mertens und Greta Isabella Völker.
Immerhin die Bronzemedaille konnte sich NRW nach einem spannenden Duell gegen Hessen sichern. Lange war die Partie ausgeglichen, dann schien durch den knappen Sieg von Katharian Keilich gegen Carolin Kauffmann sich die Waagschale sogar zu den Hessen zu neigen, ehe Greta Völker, Sophie Hausmann und Chiara Mertens durch drei Siege doch noch den Erfolg für NRW sicherstellen konnten.
Die Jungen mussten sich mit Rang 7 begnügen. Das letzte Spiel gewann NRW klar mit 7:2 gegen Schleswig-Holstein.
Insgesamt haben alle Aktiven der Teams aus NRW gute Leistungen gezeigt. Nicht zu übersehen ist allerdings, dass andere Landesgolfverbände gegenüber den Vertretungen aus NRW aufgeholt haben.
Die Stimmung in der NRW-Mannschaft war sehr gut. Jungen und Mädchen haben sich gegenseitig motiviert und haben auch außerhalb des Golfplatzes die Zeit miteinander verbracht. Das Auftreten der gesamten Mannschaft war sehr gut und die Jugendlichen haben viele Kontakte zu anderen Teams geschlossen.
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