Auf dem hinreißend gepflegten und sehr anspruchsvollen Platz des DGV-Gründungsmitglieds Club zur Vahr vor den Toren Bremens sichert sich Tim Brohl vom GC Rhein-Sieg seinen bislang größten Titel. Der Youngster aus NRW gewinnt die Deutschen Meisterschaft der AK 18 mit Runden von 73, 69 und 76 Schlägen bei einem Gesamtscore von vier unter Par.
Bei den Mädchen der AK 14 gingen drei Medaillen nach NRW: Jinlei Zhong vom GC Mülheim/Ruhr holt Silber, Amelie Schmelcher vom Marienburger GC und Emma Holst vom GC Hubbelrath gewannen gemeinsam die Bronzemedaille.
AK 18
Bei den Jungen der AK 18 reichten nur Scores unter Par für einen Platz auf dem Siegertreppchen. Tim Brohl war mit 218 (-4) Schlägen am Ende glücklich, seinen ersten nationalen Titel gewonnen zu haben. Zwischenzeitlich war es am Finaltag noch sehr spannend geworden.
Schon nach der ersten Runde war Brohl ganz vorne dabei. Als amtierender Deutscher Vizemeister der offenen Altersklasse machte er in Bremen da weiter, wo er in Trier aufgehört hatte. „Ich habe eigentlich wenig Fehler gemacht, außer an Loch 6. Der Platz ist relativ eng und die Verhältnisse waren auch nicht so gut. Die Par 3 sind relativ schwierig! Durch das Abgehen der Länge passieren auch ein paar Fehler, was doof ist“, erklärt Brohl seine Gedanken zum Tag mit zwei Bogeys, einem Birdie und einem Eagle auf Loch 12.
Am zweiten Wettkampftag schnupperte der neue Champion am Platzrekord, obwohl er mit einem Bogey auf Loch 2 einen eher schweren Start hatte. Anschließend zündete Brohl den Turbo und knallte innerhalb von zehn Bahnen sieben Birdies auf den Platz. Der Athlet aus NRW brachte eine überragende 69 (-5) ins Recording und verpasste den zweiten Platzrekord seiner noch jungen Karriere nur knapp, denn der steht in Garlstedt bei 68 Schlägen.
„Ich habe heute gut gespielt, leider ging mir am Ende ein bisschen die Luft aus. Ich bin aber trotzdem zufrieden“, kommentierte der 17-Jährige seine famose Leistung gewohnt sachlich. Die Eisen und der Putter waren heute gleichermaßen besonders stark.
Nach der 73 vom ersten Wettkampftag verbessert sich Brohl auf insgesamt sechs unter Par und lag damit vor der Finalrunde mit zwei Schlägen Vorsprung alleine in Führung.
Leopold Heß vom G&LC Holledau war mit zwei Schlägen Rückstand auf Tim Brohl in die Finalrunde gestartet. Auf der Front Nine spielte Heß fehlerfrei und setzte mit drei Birdies den Konkurrenten mächtig unter Druck. Brohl selbst musste auf Grün 9 schon seinen zweiten Bogey notieren und hatte bis dahin noch kein Birdie untergebracht. Mit getauschten Rollen ging es für dieses Duo auf die Back Nine. Julius Wunsch, der mit den beiden im Leaderflight spielte, hatte wie Tim Brohl bis dahin auch schon zwei Schläge abgegeben.
Auf der zweiten Halbrunde rutschten Leopold Heß drei Bogeys in Serie auf die Karte, während Tim Brohl mit zwei Birdies und zwei Bogeys seinen Score im Griff hatte, auch wenn er mit seinem Spiel an diesem Tag nicht zufrieden war.
Der Sieg geriet am Ende nicht mehr in Gefahr, weil Julius Wunsch, der mit drei Birdies ins Serie ab Loch 10 plötzlich kräftig seinen Anspruch auf den Sieg anmeldete, auf Loch 14 ein Doppelpar einstreute. Acht Schläge auf einem Par 4 taten richtig weh und so waren die beiden weiteren Birdies auf den Löchern 15 und 18 zwar ein Pflaster auf der Wunde, reichten aber nicht, um den Traum noch Wirklichkeit werden zu lassen. Immerhin behielt der Chemnitzer seinen Platz auf dem Siegerpodest.
Tim Brohl strahlte nach seinem letzten Putt entspannt: „Ich stand nicht richtig unter Druck. Ich habe heute einfach nicht gut gespielt. Leopold lag nach neun Löchern unter Par und damit einen Schlag vor mir. Das war schon belastend, aber dann habe ich mich wieder reingekämpft und es lief dann auch wieder besser. Auch wenn ich heute nicht gut gespielt habe, habe ich gewonnen und darauf bin ich stolz. Hier ist es wichtig, taktisch zu spielen. Ich musste mich immer ruhig verhalten. Ich konnte auch kaum ein Par 5 angreifen. Das geht hier nur auf einer Bahn. Da habe ich auch Birdie gespielt. Es gibt kein Par 4, das man driven könnte. Man muss hier wirklich taktisch schlau spielen.“
Platzierungen
Max Vester vom GC Hösel kam mit 76, 73 und 76 Schlägen auf den sechsten Platz. „Hätte man mir vorher gesagt, dass ich hier so weit vorne lande, hätte ich das sofort angenommen“, war Vester mit seinem Ergebnis zufrieden.
Bei den Mädchen der AK 18 war Lilly Speer vom GC Paderborner Land die beste Spielerin aus NRW. Speer belegte mit 76, 80 und 76 Schlägen den sechsten Platz. Platz 17 teilten sich Frederika Pulte vom Aachener GC und Theresa Rothkeppel vom Essener GC Haus Oefte.
AK 16
Bei den Jungen der AK 16, die ihre DM im Westfälischen GC Gütersloh austrugen, waren Leo Wrba vom Düsseldorfer GC und Ben Meyer vom GC Münster-Tinnen auf dem geteilten neunten Platz die besten Youngster aus NRW. Wrba hatte 76, 71 und 75 Schläge gebraucht, während Meyer mit 74, 76 und 72 Schlägen auf den Gesamtscore von sechs über Par kam.
Bei den Mädchen, die im GP Schloss Wilkendorf spielten, mischte Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide zunächst ganz vorne mit, musste sich dann aber nach Runden mit 73, 75 und 76 Schlägen mit dem fünften Platz begnügen.
AK 14
Jinlei Zhong war im GP Schloss Wilkendorf nach 73 und 74 Schlägen mit zwei Zählern Rückstand auf Helena Baraka von Platz zwei in die Finalrunde gestartet. Zhong spielte am Finaltag sehr solide, konnte aber Baraka nicht mehr von der Spitze verdrängen. Beide kamen mit einer starken 72 ins Clubhaus.
Deutlich spannender war der Kampf um Platz drei. Am Ende teilten sich drei Athletinnen, die mit 224 Schlägen (+8) die Platzierung auf dem Podium. Amelie Schmelcher zauberte eine ganz fabelhafte Runde auf den Platz und schaffte es, mit sechs Birdies ihren Score auf 68 (-4) Schläge zu drücken. Die Marienburgerin kletterte damit noch vom neunten Rang auf das Treppchen. Emma Lola Holst vom GC Hubbelrath hatte 76, 73 und 75 Schläge gebraucht.
Die Jungen der AK 14 spielten in Gütersloh. Hier waren Julian Eck vom Marienburger GC und Lauro Vassiliardis vom GC Rhein-Sieg auf Platz 20 die ersten Spieler aus NRW. Beide hatten jeweils 80, 75 und 77 Schläge gebraucht.
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