Trier – Bei den 79. Deutschen Meisterschaften im GC Trier hat Tim Brohl vom ersten Tag an im Blickpunkt gestanden. Mit einer 68 (-4) hatte der Youngster aus NRW direkt die Spitze übernommen.
Brohl präsentiert sich seit Wochen in fabelhafter Form und musste in der Auftaktrunde nur ein Bogey hinnehmen. Dazu drapierte das Talent des GC Rhein-Sieg noch fünf Birdies.
„Ich war heute relativ sicher vom Abschlag und habe auch gute Schläge ins Grün gemacht. Leider habe ich nicht alle Chancen genutzt. Trotzdem hab’ ich einfach weitergespielt und mich nicht unter Druck gesetzt. Der Platz ist wirklich sehr schön mit tollen Grüns“, war der Athlet, der auch in den Kadern des Golfverbandes NRW gefördert wird, nach seiner Runde noch nicht ganz zufrieden.
Am zweiten Tag ließ Brohl ein paar Chancen liegen, brachte aber immerhin nach der 68 vom Auftakt eine grundsolide 70 (-2) ins Recording. In Summe hatte der 17-Jährige vom GC Rhein-Sieg, der jüngst bei der R&A Boys Championship in Irland bis in die Top Ten vorgedrungen war, ebenso wie sein Co-Leader Nils-Levi Bock sechs Schläge unter Par gesammelt.
Am dritten Tag brachte Tim Brohl eine 72 in die Wertung. Langweilig war seine Runde deshalb aber nicht, denn vier Birdies und vier Bogeys sorgten für ein stetiges Auf und Ab. Brohl fiel auf den dritten Platz zurück und hatte vier Schläge Rückstand auf Nils-Levi Bock. Ebenfalls auf Rang drei tauchte nun auch Jack Hallek auf. Der Hubbelrather hatte seine zweite 69 (-3) in den Büchern. Bei sechs Birdies wäre für den Athleten aus der Landeshauptstadt von NRW mehr drin gewesen, aber ein Bogey und ein Doppelbogey trübten den überwiegend sehr positiven Eindruck leicht.
Auf der Finalrunde lag Nils-Levi Bock nach zwölf Löchern vier Schläge vor den Verfolgern, konnte aber nicht durchschnaufen, weil Tim Brohl den Kampf um seinen ersten Titel als Deutscher Meister noch nicht aufgegeben hatte. Mit einer starken 68 (-4) rückte der Youngster des GC Rhein-Sieg noch auf den zweiten Platz auf und hatte am Ende nur noch zwei Zähler Rückstand auf den neuen Deutschen Meister.
Brohl hatte am Schlusstag eine grandiose Performance abgeliefert und war daher mit dem zweiten Platz noch nicht ganz zufrieden: „Es war natürlich mehr drin. Leider habe ich auf der 18 noch ein Bogey gespielt. Wenn ich da Birdie spiele, gehe ich noch ins Stechen. Aber es war schon ein großer Erfolg. Ich habe am Anfang nicht so gut wieder ins Spiel reingefunden. Dann habe ich mir aber gedacht, versuch’s doch noch mal. Es waren nur vier Schläge Rückstand. Ich habe noch mal ein bisschen gekämpft und dann ist ein Putt gefallen, der hat das Ganze noch mal gedreht. Dadurch hat sich mein Spiel noch mal verbessert und es sind ein paar längere Birdie-Putts gefallen, die mich dann nach vorne gebracht haben. Der Platz ist echt schön. Die Grüns sind wirklich echt top. Die sind nicht einfach, oft sehr stark onduliert.“
Jack Hallek fiel mit einer 73 noch auf den achten Platz zurück.
Daniel Gelser vom GC Essen-Heidhausen belegte nach Runden mit 73, 71, 73 und 74 Schlägen den 19. Platz.
Spektakuläre Auftaktrunde
Auch Luisa Hartmann war in Trier sehr präsent. Die Spielerin des GC Aldruper Heide notierte am ersten Tag neben vier Birdies und einem Bogey jeweils noch ein Doppelbogey und einen Eagle. Mit der 69 (-3) war Hartmann in der Spitzengruppe dabei.
Mit einer fabelhaften 67 (-5) setzte sich die 16-Jährige am zweiten Tag an die Spitze des Feldes. Hartmann hielt ihre Scorekarte trotz eines durchaus spürbaren Winds blitzsauber und brachte fünf Birdies unter. Ihre dritte bogeyfreie Runde der noch jungen Karriere kommentierte Hartmann sehr sachlich: „Das Putten hat heute so einige Pars gerettet. Den Platz finde ich mega cool, super zum Angreifen, aber auch zum sicher Spielen.“
Vor der dritten Runde hatte die Westfälin drei Schläge Vorsprung auf Emily Krause. Die Berlinerin war mit einer 71 schon solide gestartet und legte eine starke 68 (-4) nach.
Am dritten Wettkampftag musste das Talent aus dem Münsterland die Führung mit einer 74 (+2) abgeben. Zwar gelangen Hartmann zwei Birdies, aber neben einem Bogey musste sie auch noch eine hohe Hausnummer notieren. Mit einem Schlag Rückstand auf die Führende ging es für Luisa Hartmann im Leaderflight auf die Finalrunde.
Auf dieser gelang Hartmann nicht viel und so rutschte das Talent aus NRW mit einer 80 noch auf den achten Platz ab.
Julia Zimmermann vom GC Mülheim an der Ruhr belegte nach Runden mit 72, 79, 75 und 80 Schlägen den 25. Platz.
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