So schnell kann es gehen: Im vergangenen Jahr noch Sieger des Schniewind-Preises stieg das Team vom GLC Schmitzhof in diesem Jahr in die 2. Liga ab. Ein glatter Durchmarsch – allerdings abwärts. Beim diesjährigen Finale waren es die Hubbelrather und die Mannschaft aus Bergisch Land, die nach den Vorrunden den Pokal ernsthaft umkämpften.
Doch der Reihe nach: Am ersten von drei Spieltagen traten alle 8 Mannschaften der ersten Liga zum Einzel-Zählspiel an. Sage und schreibe 30 Schläge weniger notierten die Hubbelrather vor Grevenmühle und Bergisch Land, gefolgt von Köln (536), Düsseldorf (535), Schmitzhof (539), Marienburg (546) und Hösel (551). Damit standen die Lochspiel-Begegnungen für die Qualifikation am zweiten Tag fest: Um die Meisterschaft traten die Spieler der erst- und viertplazierten sowie der zweit- und drittplazierten Mannschaften an, und zwar mit 4 Lochspiel-Vierern (vormittags) und 8 Lochspiel-Zweiern (nachmittags).
Ebenfalls als Lochspiele, allerdings um den Klassenerhalt, wurden die Ränge 5 bis 8 umkämpft. Der Düsseldorfer GC hatte die Mannschaft vom GC Hösel als Gegner. Nach den Vierern am Vormittag gingen die Düsseldorfer bereits mit 3 zu 1 gegen Hösel in Führung und bestätigten ihre Position mit 5,5 zu 2,5 in den Einzeln am Nachmittag. Mit 8,5 zu 3,5 mussten sich die Höseler geschlagen geben und standen zugleich als Absteiger fest. Der GLC Schmitzhof hatte als Titelverteidiger mit dem Marienburger GC ein weniger leichtes Spiel. Gleich auf stand es noch nach den Vierern. Am Nachmittag zogen die Marienburger jedoch an, während die Schmitzhofer besondern beim Putten nachließen. Die Konsequenz: Marienburg siegte mit 6,5 zu 5,5 und die Mannschaft vom Schmitzhof musste sich wohl oder übel mit dem Abstieg in die zweite Liga abfinden. Enttäuscht verließen die Schmitzhofer das Geschehen – allerdings mit der ernst gemeinten Ankündigung, im nächsten Jahr wieder in die 1. Liga aufzusteigen.
Am Finaltag standen sich laut Ausschreibung die Lochspielsieger des 2. Tages gegenüber. Hubbelrath trat gegen Bergisch Land um Rang 1 und 2 an, während der GLC Köln gegen Grevenmühle um Rang 3 kämpfte. Die Vierer entschied Grevenmühle sicher mit 3 zu 1 für sich. Am Nachmittag sollte es jedoch ganz anders kommen. 5,5 zu 2,5 lautete das deutliche Resultat der Einzelspiele. In der Summe bedeuteten die 6,5 zu 5,5 Punkte die Bronzemedaille für Köln und den undankbaren 4. Platz für Grevenmühle.
Speziell das Finale um die Goldmedaille wartete mit allerhand Überraschungen auf. 3 zu 1 für Hubbelrath gegen Bergisch Land wurde auf dem Scoreboard nach den Vierern am Vormittag notiert – eine solide Ausgangsposition in den Augen der Hubbelrather. Am Nachmittag wurde es dann jedoch mächtig eng. Auch nach 9 gespielten Bahnen war noch keine eindeutige Tendenz erkennbar. Und als sich die Flights den letzten Löchern näherten wurden überwiegend knappe Ergebnisse durch die Funkgeräte der Platzrichter laut. Voller Spannung bis zum letzten bzw. vorletzten Loch begleiteten die Zuschauer die beiden letzten Flights. Als Tobias Gurek und Andreas Nottebaum das 18. Grün verließen kam die erlösende Nachricht für Fredrik Schulte am 18. Tee: Bergisch Land hatte Hubbelrath in den Einzeln bereits 5,5 Punkte zu 1,5 Punkte geschlagen was trotz des Vorsprungs durch die Einzel am Vormittag für Hubbelrath nicht ausreichte. Die letzte Bahn brauchte also nicht mehr gespielt werden, denn ein all square reichte Bergisch Land zum Sieg. Die gesamte Siegermannschaft kam dem letzten Flight entgegen, um gemeinsam zu einem spaßigen Abschluss der gewonnenen Meisterschaft finden: Mit Elan packten die Sieger ihren Trainer Hauke Wagner und warfen ihn kurzerhand in den Teich am 18. Grün.
Fritz Liese, Kapitän der Mannschaft aus Bergisch Land, bedankte sich nicht nur bei seinen Spielern für diesen Sieg sondern lobte auch den Golfplatz in hohen Tönen. Einen echten Meisterschaftsplatz nannte er die Anlage Am Alten Fließ, die sich zudem in einem hervorragenden Zustand befinde und außerdem über eine lobenswerte Gastronomie verfüge. Darum hoffe er, sein Team auch im nächsten Jahr hierher begleiten zu können und plädierte noch einmal ausdrücklich für die Beibehaltung des Austragungsmodus für die 1. Liga.
Besondere Einzelleistungen
Die besten Zählspielrunden am Freitag notierten Denise-Charlotte Becker vom GC Hubbelrath mit 68 Schlägen sowie ihr Team-Kamerad Thomas Schneiders mit 69 Schlägen. Insgesamt unterspielten die Hubbelrather ihre Vorgaben um 13,8 Schläge. Die besten Spielvorgaben mit an den Start brachten Caroline Masson aus Hubbelrath mit + 2,2 gefolgt von Stephanie Döhring vom Düsseldorfer GC mit +2,1 und Frederik Schulte aus Bergisch Land mit +1,7. Jin-Woo Park aus Bergisch Land gelang es gleich dreifach während der Finalrunde von außen einzulochen. Die Wettspielbedingungen waren an dem Maiwochenende ausgesprochen gut. Ununterbrochener Sonnenschein und eine gute Brise Wind ließen die Temperaturen angenehm erscheinen. Die Grüns waren gewohnt schnell und die Fahnenpositionen sehr abwechslungsreich. Die Regelexperten wurden nicht ernsthaft um Rat gefragt - ein Hinweis auf die „sportliche Erziehung“, wie es auch Fritz Liese formulierte.
Die Spiele der 2. bis 5. Liga werden an 6 Spieltagen als Zählspiel über 18 Löcher ausgetragen und voraussichtlich am 10. September abgeschlossen sein. Alle Ergebnisse sind auf der Homepage des GV NRW e.V. zu lesen.
Die Spieler der Siegermannschaft
Felix Froböse, Christian Fuchs, Peter Maximilian Hamm, Philip Kaymer, Robin Peter Nehring, Andreas Nottebaum, Jin-Woo Park, Frederik Schulte, Marc Sebiera, Stephan Soll.
abs
Die <link fileadmin ergebnisse gesamt_schniewind.pdf internal-link>Ergebnisse des gesamten Wochenendes können Sie hier einsehen.






