Lippstadt - Vielen Sportfreunden wird die ständig wiederholte Frage von Bruno Moravetz noch im Ohr klingen: „Wo ist Behle?" Diese Frage ist eine der bleibenden Erinnerungen an die Olympischen Winterspielen von Lake Placid im Jahr 1980. Es ging seinerzeit um den 15 Kilometer-Skilanglauf, bei dem der damals 19-jährige Jochen Behle eine Zwischenbestzeit abgeliefert hatte, danach aber in der Fernsehübertragung nicht mehr auftauchte.
Aufgetaucht ist Jochen Behle Jahre später im Kreise der Golfer. Oft hat er sich und seinen Namen in den Dienst der guten Sache gestellt und spielt dabei ganz bewusst auch mit dieser einen Frage, die quasi sein Markenzeichen geworden ist.
In Lippstadt fand nun die 7. WiB-Golftrophy statt. Mehr als 200 Teilnehmer hatten mit der Hitze fast so zu kämpfen wie mit den Spielbahnen des gastgebenden Golfclub Lippstadt. Am Ende zählte aber das Ergebnis auf der Scorekarte ohnehin nicht so viel, denn es ging um die gute Sache. Die Jochen Behle Stiftung unterstützt aus den eingehenden Spenden Projekte, die Kinder- und Jugendarmut in Deutschland lindern.
Neben zahlreichen Prominenten, vor allem aus der Sportszene, nahm auch der Präsident des Golfverbandes NRW, Ekkehart H. Schieffer an dem Benefizturnier teil und sicherte sich mit 34 Punkten den Bruttosieg bei den Herren. Übertroffen wurde Schieffer noch durch die Bruttosiegerin: Charlotte Broermann von GC Lippstadt war mit Spielvorgabe 9 ins Turnier gegangen und brachte es auf satte 36 Bruttopunkte.
Der 28-fache Deutsche Meister Jochen Behle freute sich, am Abend des Turniertages 12.000 Euro für zwei Projekte gesammelt zu haben: 8.000 Euro gehen an den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Paderborn, 4.000 Euro wird die Arbeit der Stiftung ProLippia erleichtern, die sich darum kümmert, dass sich Kinder talentorientiert weiterentwickeln können.
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