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Zweimal Bronze

Jugend-Länderpokal 2019

Göhren-Lebbin – Beim Jugend-Länderpokal 2019 haben sich die Mannschaften des Golfverbandes NRW sehr gut präsentiert und jeweils mit Edelmetall die Heimreise angetreten. Nachdem es im Vorjahr Gold und Silber war, waren 2019 jeweils Bronzemedaillen im Gepäck. Die Titel gingen beiden an Bayern.

Wieder war der Länderpokal für die Jugendlichen ein absoluter Saisonhöhepunkt, auch wenn dieses Turnier vom Prinzip her als Stufe im Entwicklungsprozess anzusehen ist. Wenn es dieses Turnier nicht gäbe, müsste man es schleunigst erfinden. Auswahlmannschaften der Nachwuchs-Kader der Landesverbände treten gegeneinander an und erleben im Matchplay die Faszination Mannschaftsgolf auf ganz hohem Niveau. Kein Wunder, dass es meist sehr emotional wird, spätestens, wenn es um die Entscheidungen geht.

Auch 2019 wurde der Jugend-Länderpokal wieder im GC Fleesensee ausgetragen. Schon zum sechsten Mal in Folge war die Jugend Deutschlands zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern und durfte die Vorzüge eines Resorts genießen, das wie gemacht erscheint, wenn Jungen und Mädchen in separaten Turnieren ihre Besten ausspielen.

Der Weg der Mädchen


Am ersten Tag des Länderpokals für Mädchen und Jungen kamen auf den beiden Plätzen des GC Fleesensee teils tiefe Scores rein.
In der Mädchen-Mannschaft aus NRW, die im Vorjahr Silber gewonnen hatte, kamen Luisa Vogt (GC Teutoburger Wald) mit -3 und Milla Sagel (GC Bielefeld) mit -1 unter Par rein. Da die Truppe um Landestrainerin Alexandra Bönnen schon in den Vierern überzeugt hatte, ging NRW hinter der Hanseatic Golf Union und Bayern von Platz drei in die Matchplay-Phase.
In Dreiergruppen ging es für die sechs Erstplatzierten nach dem Modus jeder gegen jeden weiter. NRW traf in Gruppe B auf die Teams aus Bayern und Hessen. Dem Gruppensieger winkte der Finaleinzug, der Gruppenzweite hatte noch den Kampf um Bronze zu bestehen.
Bei den Mädchen fiel die Entscheidung, wer das Finale bestreiten wird, erst am  Finaltag, denn durch die Konstellation mit zwei Dreiergruppen fehlte am Abend des zweiten Wettkampftages in jeder Gruppe noch das letzte Duell, wobei NRW  ein geteiltes Duell mit Bayern für einen neuerlichen Einzug in das Finale gereicht hätte. Die Mädels um Landestrainerin Alexandra Bönnen setzten sich mit 3:2 gegen Hessen durch, während die Bayerischen Mädchen im Duell gegen Hessen nicht über ein 2,5:2,5 hinaus kamen. Aber es sollte anders kommen.
Die Mädchen aus Nordrhein-Westfalen hatte am Morgen der dritten Wettkampftages noch die Chance, eine Neuauflage des Finales von 2018 zu erreichen, zogen gegen die Auswahl Bayerns jedoch den Kürzeren. Angesichts der Team-Zusammensetzung der Bayern war der 3:2-Sieg für die Süddeutschen auch keine Überraschung.
NRW hielt sich anschließend im Match um die Bronzemedaille schadlos und durfte sich nach dem 3,5:1,5-Sieg über Baden-Württemberg freuen, wieder Edelmetall mit in den Westen zu nehmen. Landestrainerin Alexandra Bönnen sah vor allem das Positive: „Die Zählspielqualifikation ist gut verlaufen. Am Finaltag haben wir gegen Bayern den Start etwas verpennt. Mit einer starken Teamleistung haben wir dann aber nochmal Zähne gezeigt. Bei der Hitze war es am Nachmittag echt hart, zumal Baden-Württemberg ja frisch in das Match ging.“

Der Weg der Jungen


Bei den Jungen sah sich Titelverteidiger NRW zwar nicht in der Favoritenrolle, hat in den Einzeln der Zählspielqualifikation aber dennoch ein Ausrufezeichen gesetzt. Jan Göhlich (-1) vom Westfälischen GC Gütersloh hatte den einzigen Score unter Par nach Hause gebracht. Mit gesamt zwölf Schlägen über Par hatten die Westdeutschen auf dem Schloss Platz am Ende zwei Zähler weniger in der Wertung als das bayerische Team. Das Viertelfinale gegen Rheinland-Pfalz/Saarland war erreicht.
Die Burschen von Landestrainer Lars Thiele setzten sich im Viertelfinale glatt mit 4,5:0,5 gegen Rheinland-Pfalz/Saarland durch, zogen dann aber im Halbfinale gegen Bayern mit 1,5:3,5 den Kürzeren. Die Truppe aus dem Freistaat hatte im Viertelfinale zuvor mit 5:0 gegen die Hanseatic Golf Union (HGU) gewonnen.
Im „Kleinen Finale“ hatte NRW somit gegen Niedersachsen/Bremen eine harte Nuss zu knacken, um wieder Edelmetall mit nach Hause zu nehmen.
Die Jungen aus dem Westen lieferten im Kleinen Finale gegen die Norddeutschen wieder eine nervenaufreibende Vorstellung ab. Die Vierer verliefen alle ganz eng und gingen bis auf das 18. Grün, wobei NRW sich letztlich 2,5 Punkte sichern konnte.
Nach der Frontnine der Einzel hatten die Norddeutschen sich wieder gut positioniert und lagen in fünf Matches vorne. Dass NRW nervenstark solche Situationen meistert, hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt. Die Burschen von Trainer Lars Thiele drehten auf der Backnine auf und gewannen am Ende doch fünf Einzel, so dass in den Büchern ein 7,5:1,5-Sieg für NRW steht, auch wenn der Verlauf des Tages sehr eng und spannend war.
„Wir sind nach dem Sieg im letzten Jahr sehr happy mit dem dritten Platz. Wieder auf dem Treppchen zu landen, war schon toll. Nach der knappen Niederlage gegen Bayern waren wir sehr enttäuscht, sind heute aber wieder mit neuer Motivation angetreten. Wir wollten unbedingt auf das Treppchen“, freute sich Lars Thiele am Abend des Finaltages darüber, dass seine Jungen wieder unter großem Druck eine gute Leistung abrufen konnten.

Wertvolles Turnier


Obwohl nicht alle Top-Nachwuchsspieler Deutschlands in den Teams der Landesverbände mitgespielt haben, hat der Jugend-Länderpokal eine sehr positive Entwicklung genommen. Neutrale Beobachter zeigten sich beeindruckt über die Leistungsdichte, die von Jahr zu Jahr zunimmt.
Marcus Neumann, Vorstand Sport im Deutschen Golf Verband, war von Turnier und Leistungen beeindruckt: „Der Jugend-Länderpokal ist für viele junge Athleten ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung, weil es oft die ersten Einsätze für eine Verbandsmannschaft sind. Es ist ein hervorragendes Ausbildungsturnier, wobei natürlich alle gewinnen möchten, was auch völlig richtig ist. Wir vom DGV schauen uns gerne den Nachwuchs in den Altersklassen an und freuen uns darüber, dass die Landestrainer einen solchen Saisonhöhepunkt mit ihren Athleten gestalten können. Die Qualität der Athleten hat in der Breite in den letzten Jahren ständig zugenommen. Was die Jugendlichen hier bei der Hitze abgeliefert haben, war echter Leistungssport! Ich ziehe davor meinen Hut!“

Ergebnisse Mädchen

Ergebnisse Jungen

 

 

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