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Vertrauen in Vorstand

Verbandstag 2019

Am 13. März trafen sich in Mettmann 30 Präsidenten und Clubmanager aus 21 Golfclubs zum ordentlichen Verbandstag des Golfverbandes NRW.


Ekkehart H. Schieffer, Präsident des Golfverbandes NRW eröffnete den Verbandstag und begrüßte die Mitglieder, das Ehrenmitglied Uwe Niemietz sowie als Vertreter des Deutschen Golf Verbandes den Stellvertretenden Präsidenten Achim Battermann.
Das Protokoll des ordentlichen Verbandstages vom 21. März 2018 wurde einstimmig genehmigt.

Jahresbericht


Im Jahresbericht des Präsidiums erklärte Ekkehart H. Schieffer, dass in 2018 in NRW keine neue Golfanlage entstanden ist. Weiterhin sind somit im Golfverband NRW 176 Mitglieder auf 162 Anlagen vertreten. Rund 127.000 Golfer sind im Land zwischen Rhein und Weser zu Hause.
„Auch wir unterliegen einer Stagnation. Bisher hatten wir immer leichte Steigerungen der Mitgliederzahlen. 2018 hatten wir erstmals ein Rückgang um 582 Golfer. Wir können uns dem Trend nicht entziehen. Ich sehe die wichtigste Aufgabe der Landesverbände darin, diesen Trend aufzuhalten oder sogar umzukehren. Noch wichtiger ist dies bei der Jugend, weil die Mitgliedschaft altert. Jugendförderung wird bei uns in NRW groß geschrieben, nicht nur durch den Verband. Dies belegen die 1.400 Mannschaften, die von den Golfclubs gemeldet werden. Das Messen mit Gegnern und Mitbewerbern ist bei uns gewachsen. Ich möchte das auch nicht missen, denn die Wettspiele in der Mannschaft fördern den Austausch mit anderen Sportlern nicht nur im Club, sondern auch über die Grenzen hinweg. Wir sind mit Abstand der Verband mit den meisten Mannschaften“, erklärte der Präsident des Golfverbandes NRW.

Erfolge der Senioren


Besonders hervorgehoben wurden von Ekkehart H. Schieffer die großen Erfolge der Senioren. Die deutschen Nationalmannschaften haben sowohl bei den Herren, wie auch bei den Damen den Titel bei den Team-Europameisterschaften gewonnen, wobei rund die Hälfte der Nationalspieler aus NRW kommen. Martin Birkholz hat es sogar geschafft, Europameister mit dem Team und im Einzel zu werden.
Susanne Lichtenberg hat bei der Einzel-EM die Silbermedaille gewonnen und im Team gemeinsam mit Caroline Effert zudem den Titel geholt.
Ekkehart H. Schieffer hob die besondere Bedeutung der Leistungssportler für den Golfsport auch neben den Grüns hervor: „Oft leisten die aktiven Spieler auch im Ehrenamt und bei der Unterstützung der Clubs und der Jugend viel. Aktive Spieler sind leichter für Mitarbeit oder Hilfe zu gewinnen.“

Angebot für Hilfe bei Jugendarbeit


Die Fortschritte in der Jugendförderung wurden vom Präsidenten des Golfverbandes NRW gewürdigt: „Es war eine gute Idee, eine Stelle für die Landestrainerin zu schaffen. Alexandra Bönnen zeigt unermüdlichen Einsatz. Bisher nehmen vor allem die Clubs, die ohnehin schon sehr aktiv sind, die angebotene Hilfe besonders intensiv war. Ich rufe alle Clubs auf, die Hilfe durch Alexandra Bönnen anzufragen.“
Bei der Jugend hob der Präsident das großartige Abschneiden im Länderpokal hervor. Erstmals seit sechs Jahren gelang es den Jungen mit Landestrainer Lars Thiele wieder, den Sieg zu erringen. Die sehr junge Mädchenmannschaft schaffte es bis ins Finale und gewann die Silbermedaille. „Es kommen viele gute Spieler nach, was uns sehr freut“, blickte Ekkehart H. Schieffer optimistisch in die Zukunft.

Im Bericht des Sportgremiums wurde betont, dass sich die neue Software „Club in One“ bewährt hat. Die Organisation von Wettspielen ist für Clubs und den Verband einfacher geworden.
Erhard Wetterich berichtete: „Einige Mannschaften hatten die Ausschreibungskriterien nicht beachtet. Daher gab es einige Disqualifikationen. Mit Club in One fällt dies nun sofort auf. Die Einhaltung der Regeln und Ausschreibungen ist uns wichtig.“
Der Golfverband NRW bietet Fortbildungen für Spielleiter an. Aktuell sind 18 angehende Spielleiter in der Ausbildung.
Bis 2018 haben 500 Teilnehmer an Seminaren zur Clubspielleiter-Ausbildung teilgenommen. 313 Personen haben die Prüfung erfolgreich abgelegt. Auch aktuell läuft eine weitere Ausbildung für Clubspielleiter. Erhard Wetterich rief die Clubs dazu auf, die Clubspielleiter mit Einsätzen zu fordern.

Neue Regeln


Im neuen Regelwerk gibt es nur noch 24 statt vorher 34 Regeln. Zusätzlich sind dafür aber die Decisions mit eingearbeitet. Dramatische Änderungen, so Wetterich, gebe es aber nicht.
Die Wettspielbedingungen von DGV und GV NRW sind noch nicht gleich, aber es wird daran gearbeitet, diese zu vereinheitlichen.
Ein Beispiel führt der Vorsitzende des Sportgremiums an: Verhaltensmaßregeln können nun mit Strafschlägen belegt werden. Allerdings gibt es dann keinen Spielraum mehr und die Strafe muss verhängt werden. Von dieser Vorgehensweise riet Erhard Wetterich dringend ab.

Leistungsbilanz


Hans-Georg Blümer stellte die Leistungsbilanz 2018 vor.
„Wir sind alle fasziniert, wenn ein Martin Kaymer vorne mitspielt. Dafür möchten wir langfristig Sportler entwickeln und schauen nicht so sehr auf Titel und Medaillen in der AK 12 und AK 14“, erläuterte der Sportkoordinator die Grundausrichtung der Jugendförderung in NRW.
Grundziel sei es, mindestens entsprechend des Anteils der Athleten in Deutschland, Athleten aus NRW in die Nationalkader zu bringen. Derzeit beträgt der Anteil der Golfer aus NRW in Deutschland insgesamt 20,8 Prozent.
Maßnahme die dafür durchgeführt werden sind unter anderem das Stützpunkttraining, das Training für Landeskader, Trainingslager, Ausbildungswettkämpfe wie Länderpokal und Auslandswettkämpfe, das Athletiktraining sowie physiotherapeutische- und sportpsychologische Betreuung.
Girls Go Golf wurde entwickelt, um mehr Mädchen dauerhaft im Golfsport zu halten, indem sie mit anderen Mädchen trainieren und so mehr Spaß und weniger Druck verspüren.

Wettspielsytem für die Jugend


Das Wettspielsystem bietet für Kinder mit dem Talent-Cup, dem Kids-Cup und der Jugendliga zahlreiche Wettkämpfe. Besonders die Teamwettkämpfe mit vielen Disziplinen sorgen bei den Kids für leuchtende Augen und Begeisterung. „Ich habe selten soviel Spaß bei Kindern erlebt. Ich kann Sie nur dazu auffordern, diese Formate in Ihren Clubs durchzuführen“, richtete Hans-Georg Blümer einen Appell an die Clubpräsidenten.
Die Idee zu den bei den Kindern so beliebten Formaten, 9-Loch-Turniere vorgabewirksam und offen als Kids-Cup zu gestalten, kam seinerzeit von den Clubs. Derartige Initiativen im Austausch und konstruktiven Miteinander von Clubs und Golfverband sind in NRW ausdrücklich erwünscht.

Trainerworkshops


In Zukunft bietet der Golfverband NRW Trainerworkshops. an. „Wir haben keinen Mäzen, können aber gut sein, wenn wir uns mit den Trainern austauschen. Daher gibt es 2019 acht Workshops für Trainer. Es soll der Austausch, das Gespräch zwischen Verband und Heimtrainern gefördert werden. Ziel ist eine Harmonisierung der Trainingsarbeit. Der Austausch ist für uns ein wichtiger Baustein“, erklärte Hans-Georg Blümer die Initiative.

Leistungsbilanz bei den DM Jugend


Bei den Deutschen Meisterschaften wurden starke Platzierungen erzielt:
AK 14 Mädchen: Plätze 1, 4 und 5
AK 14 Jungen: Platz 5
AK 16 Mädchen: Plätze 3, 6 und 7
AK 16 Jungen: Plätze 1, 4, 5, 8 und 9
AK 18 Jungen 18: Plätze 1 und 6
„Diese Bilanz spornt uns an, weiter zu arbeiten. Wenn wir langfristig immer alle vier Spieler bei Olympia stellen, ist es genau das, was wir erreichen wollen“, so Hans-Georg Blümer.
Ekkehaft H. Schieffer berichtete von der Ausnahmestellung des Golfsports, Leistungssport bis in die Senioren-Altersklassen betreiben zu können. Spieler, die als Jugendliche in Mannschaften und Kadern spielen, sind meist für den Rest des Lebens mit dem Golfvirus infiziert und bringen wiederum ihre eigenen Kinder mit in den Club.

Bericht des Schatzmeisters


Matthias Wolff erläuterte als Schatzmeister des Golfverbandes NRW die Jahresrechnung 2018 und stellte den Finanzvorschlag 2019 vor.
Die Planungen für 2018 wurden bei den Einnahmen fast exakt erfüllt. Wolff wies darauf hin, dass Drittmittel rund 200.00 Euro im Etat ausmachen, wobei die Nenngelder, die Teams in NRW zahlen, die niedrigsten pro Mannschaft in ganz Deutschland sind. In Summe ergeben sich aus den Nenngeldern 127.000 Euro.
Mitgliedsbeiträge wurden etwas weniger als geplant erzielt, weil die Mitgliederzahlen leicht gesunken sind.
Die Ausgaben lagen 2018 etwas unter den geplanten Werten. In der Jugendförderung wurden Mittel eingespart, weil teils witterungsbedingt geringerer Trainingsumfang stattfand.
Der Golfverband NRW hat unter dem Strich den geplanter Verlust nicht ganz erreicht. „ Wir müssen das Barvermögen noch weiter abbauen, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten“, erläuterte der Schatzmeister den Grund dafür, dass auch 2019 wieder mit einem Defizit geplant wird.

Planung 2019


Die Ausgaben werden gegenüber 2018 etwas geringer angesetzt. Matthias Wolff wies darauf hin, dass der Golfverband NRW ohne Drittmittel mit den genehmigten bis zu acht Euro als Beitrag je Mitglied nicht auskommen würde. Dennoch wird auch 2019 erneut nur 6,40 Euro als Beitrag erhoben, weil davon ausgegangen wird, dass auch in naher Zukunft die Drittmittel fließen werden.
Die Ausgaben für Jugendarbeit sind mit 332.000 Euro etwas höher geplant als im Vorjahr, dafür werden die Ausgaben für die Geschäftsstelle etwas sinken.
Rund 30.000 Euro sind als Minusbetrag für 2019 geplant, so dass das Barvermögen dann in dem Bereich liegen wird, der wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich zulässig ist, ohne die Gemeinnützigkeit zu gefährden.
„Wir können aber nicht auf Dauer ein Defizit planen und müssen daher vielleicht irgendwann mehr von dem genehmigte Beitrag tatsächlich erheben“, deutete Matthias Wolff an, dass der Etat dauerhaft solide finanziert werden muss.
Der Finanzansatz 2019 wurde einstimmig genehmigt.

Entlastung des Präsidiums


Caroline Effert, die Präsidentin des Aachener GC übernahm die Versammlungsleitung und bedankte sich im Namen der Mitglieder beim Präsidium für die geleistete Arbeit. Die Förderung der Jugend, so die Senioren-Nationalspielerin, sei extrem wichtig.
Caroline Effert regte an, die neuen Regeln als Aufhänger zu nehmen, alle Mitglieder zu informieren und für das Spiel nach den Regeln zu begeistern.
Die Entlastung des Präsidiums erfolgte einstimmig.

Dank an Geschäftsstelle


Ekkehart H. Schieffer bedankte sich bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle für deren Leistungen und die Servicebereitschaft. Ein Dank ging auch an die vielen Ehrenamtlichen. Ekkehart H. Schieffer bat die erschienenen Präsidenten, diesen Dank in die Clubs zu tragen: „Ohne den ehrenamtlichen Bereich wäre es nicht möglich, den Sportbetrieb zu führen!“

Wahlen zum Präsidium


Die Amtszeiten des Präsidenten Ekkehart H. Schieffer sowie der Vizepräsidenten Erhard Wetterich und Matthias Wolff endeten an diesem Tag.
Alle drei wurden zur Wiederwahl für die Dauer von weiteren drei Jahren vorgeschlagen.
Die Wahlen erfolgten jeweils einstimmig in Einzelabstimmung.

Informationen des DGV


Achim Battermann, der Stellvertretende Präsident des DGV bedankte sich für die Möglichkeit, in NRW einige Themen vorzustellen und gab einen Ausblick auf den 100. Verbandstag des DGV, der am 6. April in Frankfurt stattfindet.
Die Kommunikation mit den Mitgliedern ist dem DGV ein großes Anliegen. Daher wurden im Rahmen der Golfmessen Round-Table Gespräche organisiert. Im Herbst, so Battermann, werden diese Gespräche ausgeweitet und der intensive Austausch mit wichtigen Verbänden der Golfszene gesucht, darunter der GMVD und die BVGA.
Mit Hilfe des Serviceportals werden durch den DGV Umfragen lanciert, bei denen die Clubs zu aktuellen Themen ihre Erfahrungen bündeln können.
Die Akzeptanz der Umfragen ist sehr hoch und so wird nach den gemachten, guten Erfahrungen auch eine große Umfrage auf den Weg gebracht, die abfragen wird, welche Dienstleistungen des DGV für die Mitglieder von besonderer Bedeutung sind.

Verbandsfinanzierung


Achim Battermann betonte als Schatzmeister des DGV die konsequente Haushaltsdisziplin: „Wir haben im vierten Jahr hintereinander das Budget unterschritten. Wir benötigen für die Golfentwicklung Mittel. Diese haben wir vor allem durch Haushaltsdisziplin eingespart.“
Zu den Grundlagen der zukünftigen Verbandsfinanzierung führte Battermann aus, dass der Mitgliedsbeitrag für die dauerhaften, satzungsgemäßen Kernaufgaben verwendet wird.
Umlagen dienen dagegen der Umsetzung zeitlich befristeter Projekte und Initiativen.
Darüberhinaus werde es, so der Vertreter des DGV, Nutzungsentgelte für einzelne Services und Dienstleistungen geben. Als Beispiel nannte Achim Battermann eine finanzielle Beteiligung der Golfverbände Österreichs und der Schweiz an der Übersetzung der neuen Regeln in Deutsch.
Der Budgetvorschlag 2019 des DGV werden zwar negativ sein, aber es werde keinen Antrag auf Beitragserhöhung geben, da noch Eigenkapital eingesetzt wird.

Projekte der Golfentwicklung


Als wichtiges Projekt für die Entwicklung des Golfsports in Deutschland führte Achim Battermann die Digitalisierung an: Ab 2019 gebe es eine elektronische Scorekarte, die Einnahmequellen eröffnen und in den Clubs die Sekretariate entlasten wird.
Der digitaler DGV-Ausweis ist schon vorbereitet: „Damit sind wir zukunftsfähig aufgestellt und werden das in einer App darstellen!“
Alle Informationen des Verbands sind im Serviceportal gebündelt.

World Handicap System


Nach Planung des R&A und der USGA soll 2020 ein einheitliches World Handicap System eingeführt werden. Aufgrund schwieriger Vertragsgespräche werde dieses in Deutschland aber frühestens 2021 eingeführt – wenn überhaupt. Fallstricke für dieses Projekt sind vor allem rechtliche Bedenken, die für die USGA kaum nachvollziehbar seien, so Achim Battermann.

Megatrends


Um auf den Megatrend Golf und Gesundheit aufmerksam zu machen, wird Anfang April eine achtseitige Beilage des DGV der Zeitung DIE WELT beigefügt.
Im Megatrend Golf und Umwelt wies Achim Battermann darauf hin, dass Golf die einzige Sportart sei, die die Biodiversität steigere. Nach dem großen Erfolg für einen Volksentscheid in Bayern in Sachen Artenvielfalt stecke hier für Golfclubs großes Potenzial.
In der Jugendarbeit setzt der DGV auf die Initiative Golfhelden Camp: Junge Golfer sollen ihre Freunde einladen und dadurch zu Golfhelden werden.
Das Projekt Abschlag Schule wird einen Schwerpunkt darauf setzen, direkt in den Schulen den Golfsport zu verankern.
Der Golfsport eignet sich perfekt für die Integration behinderter Menschen. Mit der Aktion Mensch wurde ein dreijähriges Programm aufgelegt. Von der Aktion Mensch wird dieses Projekt mit einer Fördersumme in Höhe von 170.000 Euro begleitet.

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