Zum Inhalt springen
  • Wettspiele.JPG

Gold und Silber für NRW

Jugend-Länderpokal 2018

Gören-Lebbin/Fleesensee – Der Golfverband NRW hat ein fast perfektes Wochenende erlebt. Beim Jugend-Länderpokal im GC Fleesensee holten sich die Jungen den Titel und die Mädchen gewannen die Silbermedaille.


Die Mädchen mussten sich der Hanseatic Golf Union beugen, die als klarer Favorit in das Finale gegangen war. Die Vierer des Nordens legten mit einer beeindruckenden Leistung schon den Grundstein für den späteren Sieg. Christin Eisenbeiß und Marietta Dohrendorf setzten sich mit 5&4 gegen Anna Lina Otten und Luisa Vogt durch. Den zweiten Punkt sicherten Viktoria Hund und Megan Kelly für die HGU. Gegen Julia Ley und Greta Rietdorf ging der Vierer auf dem 16. Grün mit 4&2 zu Ende.


Einen Punkt sicherte sich das U16-Team des Golfverbandes NRW aber doch und hielt so die Hoffnung hoch, eine Überraschung gegen das starke Team des Nordens zu schaffen. Jette Schulze und Leonie Wulfers setzten sich mit 3&1 gegen Emilie von Finkenstein und Leonie Ankele durch.


Mit 2:1 für die HGU ging es in die kurze Mittagspause, ehe am Nachmittag noch sechs entscheidende Einzel anstanden.

 

Sechs Einzel

 

Im ersten Match traf Anna Lina Otten, die in einer Woche für Deutschland bei der Team-Europameisterschaft der Mädchen antreten wird, auf Jessie Cai. Die Düsseldorferin war hoch überlegen, sicherte mit 7&6 NRW früh den zweiten Punkt und machte das Duell dadurch wieder richtig spannend.
Die übrigens Matches sahen aber früh fast durchgängig Führungen der Hanseaten. Einzig Luisa Vogt lag für NRW noch vorne.


Am Ende kam es tatsächlich so, dass die Mädels von HGU-Trainerin Esther Poburski vier der sechs Einzel für sich verbuchen konnten und damit der Endstand von 6:3 recht deutlich aussieht.

 

Bönnen trotz Niederlage zufrieden

 

Alexandra Bönnen, die Landestrainerin des Golfverbandes NRW, hatte an diesem Finaltag den entscheidenden Unterschied auf den und um die Grüns gesehen. Die Mädchen aus Hamburg und Schleswig-Holstein lochten schon in den Vierern fast nach Belieben ihre Chancen ein und versenkten Bälle aus allen Lagen. So kam es, dass die HGU richtig tief spielte und sich für die U16-Mädels aus dem Westen kaum Chancen eröffneten.


„Es war ein freundschaftliches und sportlich faires Duell. Die Hanseaten hatten heute einen außergewöhnlich guten Tag erwischt und haben einen Start-Ziel-Sieg gelandet. Deren Leistungen waren absolut beeindruckend. In der Konstellation mit einem so jungen Team konnten wir vor allem im Abschluss nicht die Leistungen abrufen, um dagegen zu halten. Wir sind aber trotzdem super zufrieden mit dem zweiten Platz“, war Bönnen nach einem langen und anstrengenden Wochenende mit der Ergebnis und dem Auftritt ihrer Mädels völlig im Reinen.

NRW-Jungen drehen das Match

 

Bei den Jungen sah es zunächst gegen Baden-Württemberg ganz und gar nicht nach einem Sieg für NRW aus. In den Vierern holten sich Max Mayridl und Tim Erhardt sowie Wolfgang Glawe und Marius Bläse jeweils mit 2&1-Siegen einen Punkt für das Team von BW-Landestrainer Benno Kirstein. Da Nachsehen hatten Niclas Petermann/Fynn Hessenkämper und Ben Marckmann/Jonas Baumgartner.


Der dritte Vierer zwischen Tim Tillmanns/Frederik Eisenbeis für NRW und Jonas Schorratz/Marc Lieberherr für BW wurde geteilt, so dass die Mannschaft aus dem Ländle mit 2;5:0,5 klar in Führung lag, ehe sich die sechs Einzel auf den Weg machten.

 

Auch in Einzeln erst BW vorne

 

Auch in den Einzeln hatten einige der Süddeutschen gegen den Westen einen Vorteil und lagen in Front. Unglaublich nervenstark kamen die Burschen von NRW-Landestrainer Lars Thiele zurück und holten sich Match für Match.


Jugend-Nationalspieler Philipp Katich machte Frederik Schott das Leben mehr als schwer, Wolfgang Glawe setzte Niclas Petermann gehörig unter Druck und Max Mayridl führte nach fünf Bahnen gar schon mit 4auf gegen Jonas Baumgartner.


Doch in diesem Finale, das bei perfektem Golfsommerwetter ausgetragen wurde, bewahrheitete sich wieder einmal, dass im Matchplay erst dann eine Entscheidung gefallen ist, wenn das Endergebnis wirklich feststeht.


Die Burschen aus NRW drehten nach hinten heraus mächtig auf, feuerten zum Teil Birdies in Serie und ließen für das Team des BWGV nichts übrig.
Sämtliche Einzel gingen an NRW, lediglich das letzte Match, in dem sich Tim Tillmanns aus Köln und Luca Maroto-Lopez aus St. Leon-Rot gegenüber standen, wurde geteilt.
Am Ende konnte NRW somit sehr eindrucksvoll das Match insgesamt drehen und aus einem klaren Rückstand einen glatten, wenn auch sehr hart erkämpften 6:3-Sieg machen.

 

Fazit des Coaches

 

Das Resümee von NRW-Landestrainer Lars Thiele war zweigeteilt: „Die Jungs haben heute eine unglaubliche Leistung erbracht. Ich bin megastolz auf das, was die Spieler heute geleistet haben. Vor allem hinten heraus, auf der Backnine, haben wir wirklich sensationelle Schläge gemacht, haben längere Putts gelocht und sind fokussiert und aufrecht vorneweg gegangen. Das war eine Riesenleistung.“


Andererseits hatte der Vormittag einige Nerven gekostet: „In den Vierern haben wir wirklich nicht gut gespielt. Am Mittag gab es dann eine deutliche Ansprache, bei der wir an die vergleichbare Situation vor einem Jahr im Spiel um Platz 3 erinnert haben, als wir trotz hohen Rückstands noch gewonnen haben. Außerdem haben wir die Spieler nochmal aufs Puttinggrün geschickt, damit sie sich dort Selbstvertrauen holen.“


Die Worte, die Trainer und Betreuer gefunden hatte, haben ihre Wirkung nicht verfehlt und so bedankte sich Lars Thiele im Rahmen der Siegerehrung auch bei allen Betreuern. Angefangen bei Physio-Coach Rolf Klöttschen, der mit seiner Erfahrung von der Tour und den Nationalmannschaften immer wieder den Spielern gute Tipps geben kann, über die Mental-Coachin Katrin Meiß bis hin zu Hans-Georg Blümer als Sportkoordinator des Verbandes und natürlich auch Alexandra Bönnen, die als hauptamtliche Landestrainerin beide Teams aus NRW unterstützt, sah Thiele die Athleten rundum bestens versorgt.



Mehr Informationen, auch zum Weg der NRW-Teams ins Finale

Ergebnisse Jungen


Ergebnisse Mädchen

Zurück