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Doppelsieg für Rheinländer

KRAMSKI Deutsche Golf Liga

Frankfurt/Mülheim – Der zweite Spieltag in der 1. Bundesliga der KRAMSKI Deutsche Golf Liga (DGL) hatte es in sich - vor allem bei den Herren, die in Frankfurt antraten.

Neuling Hösel hatte den ersten Spieltag in Hubbelrath gewonnen und auch nach den Vierern des zweiten Spieltags in Frankfurt die Nase vorne. Doch dann zeigte Serienmeister GC Hubbelrath seine ganz Klasse und sicherte sich bei einer wahren Hitzeschlacht am Main noch ganz cool den Sieg – mit riesigem Vorsprung. Am Ende lag Hubbelrath satte 25 Schläge vor Hösel und hatte damit in den Einzeln 30 Schläge gutgemacht.


An der Spitze waren die Hubbelrather ganz breit bärenstark unterwegs. Die vier besten Ergebnisse kamen allesamt beim Titelverteidiger in die Wertung.


Julian Baumeister unterschrieb eine 66 (-5) und analysierte diesen fabelhaften Score nüchtern: „Mein Langes Spiel war heute sehr solide. Ich habe viele gute Entscheidungen getroffen und auch einige Putts gelocht. Wir haben im Team einfach eine super Stimmung, die sehr hilfreich ist.“
Auch Max Herter brachte diesen starken Score ins Clubhaus. Der Hubbelrather hatte fast jedes Fairway in der Mitte geteilt und nagelte etliche kurze Eisen beeindruckend an den Stock. Auf der Backnine musste Herter zwar auch ein paar Mal um seinen Score kämpfen, lieferte aber immer dann wahre Zauberschläge ab, wenn dies nötig war.

 

Nicolai von Dellingshausen

Tour-Pro Nicolai von Dellingshausen brauchte 67 (-4) Schläge auf dem Platz, den er nach eigenen Worten liebt und wo er schon so manchen großen Erfolg errungen hat. „Man verliebt sich manchmal in einen Platz und bei mir ist es der  Frankfurter GC. Es ist einer der schönsten Plätze in Deutschland. Bei unserem Heimspieltag waren die Jungs hinter den Erwartungen zurück geblieben. Heute hat viel funktioniert. Es waren viele gute Runden dabei. Der Platz gibt es her, aber trotzdem muss man sie auch erstmal spielen. Wir haben heute einen super Job gemacht. Als ich vorhin reingekommen bin und auf die Ergebnisse geschaut habe, habe ich erst auch meinen Augen nicht getraut. Das war schon richtig cool! Es hat Spaß gemacht und war eine tolle Teamleistung. Für mich ist das einfach toll, für eine Mannschaft zu spielen.“
Auch Florian Schmiedel kam mit einer 67 (-4) rein und sorgte dafür, dass die vier besten Ergebnisse alle in der Hubbelrather Wertung waren.


Roland Becker, Trainer des einzigen Teams, das an diesem Spieltag den Platz des FGC unter Par bezwingen konnte, war am Nachmittag sehr zufrieden und bester Laune: „Wir hatten heute den Tag gehabt, den man sich eigentlich jede wünscht, aber eben nicht jede Woche bekommt. Heute haben viele Spieler gut gespielt. Fast alle gut oder sogar sehr gut. Wir haben viele tiefe Scores, so dass ich niemanden herausheben will. So darf es weiter laufen. Wir haben gestern nach dem Abendessen kurz die Köpfe zusammengesteckt und uns vorgenommen, einen guten Spieltag hinzulegen. Das ist gelungen. Wir waren gut in Form, motiviert und hatte eine gute Stimmung im Team. Es hat alles sehr gut zusammengepasst.“

 

Hösel auf Platz 2

Der GC Hösel hatte in den Einzeln nicht ganz so überragend performt und sicherte sich mit fünf Schlägen Vorsprung auf den GLC Berlin-Wannsee noch den zweiten Platz. Bester Höselaner war Jannik de Bruyn mit einer 69 (-2). Auch Julian Hausweiler bliebt unter Par und war am Ende des Spieltages mehr als happy. „Christian Niesing macht eine phänomenale Arbeit und ihm gebührt ein großes Lob. Es ist einfach nur schön und wir haben unglaublich viel Spaß auf dem Platz. Ich hoffe, wir machen weiter so. In Hubbelrath hatten wir schon sehr gut gespielt und hier haben wir gut angefangen. Die Einzel waren ein bisschen härter, aber wenn man hinten heraus so nervenstarke Spieler wir Jannik de Bruyn hat, ist das einfach nur gut. Das hilft. Der Klassenerhalt war von Anfang an unser Ziel und wir sind dem einen großen Schritt näher gekommen, aber wir sprechen keine neuen Ziele an. Wir versuchen einfach, so weiterzuspielen wie bisher und die Großen ein bisschen zu ärgern. Es ist toll mit Leuten von der Tour zu spielen, denn man sieht, was die können und was man selber noch nicht kann. Generell ist die Dichte an guten Spieler hier riesig. Wenn das einer von den Großen der Tour mitspielt, ist es ein phantastisches Erlebnis, dabei zu sein“, bleibt der 20-Jährige zurückhaltend.


Christian Niesing, der Trainer des Aufsteigers, war durchaus mit der Leistung seines Teams nicht rundum zufrieden: „Die Einzel waren wirklich nicht so gut. Wir haben drei hohe Scores. Die neun Punkte, die wir jetzt haben, machen mich dagegen sehr zufrieden. Hätte mir jemand vor der Saison gesagt, dass wir nach zwei Spieltagen neun Punkte haben, hätte ich das sofort unterschrieben. Sensationell! Das Saisonziel Klassenerhalt bleibt trotzdem erstmal. Gedanken um mehr brauchen wir uns nicht zu machen. Warum sollte ich die Ziele jetzt zu hoch setzen? Einfach geil weiterzuspielen, darauf haben wir Bock.“
In der Tabelle stehen Hubbelrath und Hösel jetzt gemeinsam mit neun Punkten an der Spitze.

 

Damen ohne Zugriff auf die Spitze

Die Damen trugen ihren zweiten Spieltag der 1. Bundesliga in Mülheim aus. Auf der anspruchsvollen Anlage des Clubs, der vom 14. bis 17. Juni Gastgeber der Internationalen Amateur Meisterschaften von Deutschland sein wird, hatten die Teams aus NRW einen schweren Stand.
Auf den dritten Platz kämpfen sich die Damen des GC Hubbelrath. Das Team von Trainer Chris Webers schloss die Einzel mit neun Schlägen über Par ab und landeten bei insgesamt 17 über Par. Das von Chris Webers ausgegebene Ziel, Platz zwei, verpassten die Düsseldorferinnen damit trotz zwischenzeitiger Hoffnungen. Immerhin kämpften die Mädels aus dem Düsseldorfer Osten sich vom Tabellenkeller frei und holten drei wertvolle Punkte für die Ligatabelle. Mit dem Abschneiden in den Einzeln verdrängt Hubbelrath noch den Berliner GC Gatow auf Platz vier. Die Berlinerinnen rangierten nach den Vierern noch knapp vor dem GC Hubbelrath.

 

Mülheim im Heimspiel auf Platz 5

Den fünften Platz nimmt mit deutlichem Rückstand der Gastgeber des zweiten Spieltags ein. Der GC Mülheim lag nach den Vierern vom ersehnten vierten Tabellenplatz lediglich zwei Schläge entfernt. Diese Lücke konnte vom Aufsteiger in den Einzeln aber nicht geschlossenwerden. Im Gegenteil: 29 Schläge über Par waren zuviel. Mit insgesamt +39 leuchtete die Rote Laterne doch wieder in Mülheim. Unglücklich war dabei auch das Finish der bis dahin stark spielenden Anna Bautista. Mit Bogey-Bogey-Triplebogey-Bogey-Bogey musste sie auf den letzten fünf Bahnen sieben Schlagverluste hinnehmen und brachte dadurch statt eines Scores deutlich unter Par eine 76 (+4) ins Clubhaus.


Am 23. und 24. Juni treffen sich Herren und Damen der 1. Bundesliga Nord in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga in Hamburg wieder. Gastgeber ist dann der HGC Falkenstein, der jüngst Gastgeber der Deutschen Meisterschaften der Herren Ü50 und Ü65 war.


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