Hubbelrath kann Titel nicht verteidigen
10-08-12 14:28

Vizemeister bei Herren Bronze bei Damen




 

 

Der GC Hubbelrath hat bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft, die zum letzten Mal in diesem Format in Bad Saarow ausgetragen wurde, seinen Titel vom Vorjahr nicht verteidigen können. Das Team von Trainer Roland Becker zog zwar erneut ins Finale ein, musste sich dort aber letztlich deutlich dem GC St.Leon-Rot (SLR) geschlagen geben.

 

Schon in der Zählspielqualifikation hatte sich angedeutet, dass die beiden hohen Titelfavoriten wieder unter sich bleiben würden. Der Herausforderer aus dem Badischen lag mit 508 Schlägen acht Zähler vor den Düsseldorfern. Nur vier Schläge dahinter folgte allerdings schon der GC Mannhein-Viernheim. Und auch die Falkensteiner, die den Betriebsunfall Abstieg korrigiert hatten, waren in Schlagweite, nur fünf Zähler hinter Hubbelrath.

 

Im Viertelfinale traf der Titelverteidiger auf den Stuttgarter GC Solitude. Nach den Vierern war die Führung für Hubbelrath mit 2,5:1,5 denkbar knapp. Auch in den Einzeln war das Team aus dem Schwabenland ein ebenbürtiger Gegner. Erst spät konnten die nötigen Punkte vom GCH eingefahren werden, um am Ende doch mit 6,5:5,5 die Oberhand zu behalten.

 

Im Halbfinale sah es gegen die stark aufspielenden Mannheimer sogar zunächst noch schlechter aus. Nach den Vierern führte Mannheim-Viernheim mit 2,5:1,5 und auch in den Einzeln sah es zunächst gut für die Mannschaft von Trainer-Guru Ted Long aus. Doch mit großem Willen und hoher Motivation drehte Hubbelrath Match für Match. Nach drei 3und2-Siegen folgten noch zwei Triumphe mit 2und1. Die nötigen Punkte waren gewonnen, die übrigen Matches schenkte Hubbelrath, so dass im Archiv ein 6,5:5,5-Sieg steht.

 

Das Finale war damit erreicht. Da sich auch Dauerrivale SLR keine Blöße gegeben hatte und gegen den starken Rückkehrer in die 1.Bundesliga, den Hamburger GC Falkenstein mit 7:5 gewann, konnte am Sonntag das Traumfinale steigen.

 

 

Dauerfinale gegen SLR

 

In diesem Finale konnte Hubbelrath nicht an den Erfolg von 2011 anknüpfen. Schon nach den Vierern lag SLR mit 3,5:0,5 in Führung. Dass auch eine so hohe Führung trügerisch sein kann, hatte das Finale zwischen den gleichen Clubs vor zwei Jahren gezeigt. Damals hatte Hubbelrath noch das Stechen erzwungen, am Ende SLR aber doch den Vortritt lassen müssen.

 

2012 reichte diese Führung aus den Vierern, um ohne Stechen das Duell zu beenden. Die Spieler aus St.Leon-Rot waren bis in die Haarspitzen motiviert und ließen nichts mehr anbrennen. Mit zwei deutlichen 4und3-Siegen erhöhte St.Leon-Rot frühzeitig auf 5,5:0,5. Nach den Siegen von Youngster Julian Ballmann gegen Marc Christopher Siebiera sowie von Moritz Lampert gegen Ferdinand Weber fehlte dem Rekordserienmeister also nur noch ein Punkt, um nach einem Jahr Pause wieder auf den Thron der Clubmannschaften der 1.Bundesliga zu klettern.

 

Diesen einen Punkt fuhr Alex Matlari im Stile eines Klassespielers ein. Mit 8und7 schlug der Leimener seinen Gegner Christopher Wüst schon auf dem 11.Grün.

Dabei hatte sich der GC Hubbelrath in der ersten Phase des Nachmittags noch reelle Chancen ausgerechnet, als einige Matches nach wenigen Bahnen zu Gunsten der Düsseldorfer standen.

 

Vorneweg ging Julian Ballmann gegen „MC" Siebiera zweimal in Führung, zweimal glich der Hubbelrather aus. Die Führung, die sich der Jungen-Nationalspieler aus SLR auf den Bahnen 7 und 8 erspielte, gab er aber nicht mehr aus der Hand. Auf Grün 15 beendet Ballmann unter dem Jubel seiner Mannschaftskameraden das Match vorzeitig und holte damit den ersten Einzelpunkt für die Badener.

 

An gleicher Stelle gelang es auch Moritz Lampert, sein Match gegen Ferdinand Weber siegreich zu beenden.

 

In den drei Matches, die danach gestartet waren, sah es mindestens ausgeglichen, teils auch deutlich für Hubbelrath aus. Nicolai von Dellingshausen führte nach fünf Bahnen schon 3auf gegen Max Oelfke.

 

Philippo Okan und Sebastian Schwind lieferten sich ein offenes Match, während Max Rottluff sich anschickte, mit Max Bögel kurzen Prozess zu machen. Die ersten sechs Bahnen gewann Rottluff, ehe sich der junge Spieler aus SLR fing und mithielt, das Ergebnis sogar noch etwas freundlicher gestalten konnte. Am Ende hatte Max Rottluff mit 5und3 einen Punkt für Hubbelrath gewonnen.

 

Rodolfo Erico Junge, der in diesem Jahr seine 20.Mannschaftsmeisterschaft bestritt, hatte mit dem Düsseldorfer Youngster Max Mehles seine liebe Mühe. Zwar führte der „Gaucho" nach fünf Bahnen 1auf, schoss seinen Drive auf Bahn 6  links ins aus und gab dem jungen Spieler aus Hubbelrath die Chance, auszugleichen. Nach zwölf Bahnen hatte sich Mehles sogar eine 2auf-Führung erarbeitet. Ehe das Match beendet werden konnte, hatte SLR den nötigen Siegespunkt erzielt, so dass Junge schenkte.

 

Mario Koenigsfeld und Dominic Foos waren als letztes Match gestartet, lagen meist all square und keiner konnte sich vom Gegner absetzen. Letztlich wird das Match als geteilt ins Archiv eingehen, so dass unter dem Strich ein 7,5:4,5-Sieg für den neuen Deutschen Meister St.Leon-Rot steht.

 

 

 

 

Bronzemedaille für Hubbelrather Damen

 

Der GC Hubbelrath durfte sich auch bei den Damen über eine Medaille freuen. Die Damen gewannen im „Kleinen Finale" gegen den Vizemeister von 2011 und sicherten sich so den Platz auf den Siegerpodest. Die Zählspielqualifikation hatte bereits angedeutet, wie die Kräfteverhältnisse in diesem Jahr sind. Vorneweg: Der alte und neue Deutsche Meister St.Leon-Rot und auf Platz 2 der in diesem Jahr stark spielende Münchner GC.  Mit 17 Schlägen hinter SLR folgten die Hubbelratherinnen, die ihrerseits zehn Schläge weniger brauchten als der GC Olching.

 

Abgeschlagen auf dem 8.Platz lag der Düsseldorfer GC, der aufgrund des neuen Austragungsmodus aber keinen Abstieg fürchten musste.

Am zweiten Wettkampftag traf das DGC-Team auf den haushohen Favoriten aus St.Leon-Rot. Die Mannschaft, die mit Nationalspielerinnen gespickt ist, machte kurzen Prozess, gewann alle Vierer und auch danach zwei Einzel mit 8und7. Damit stand der Sieg von SLR schon sehr früh fest. Die Badener gaben alle anderen Matches all square, auch wenn sie dort teils ebenfalls deutlich in Front gelegen hatten. Mit 7:2 sieht das Ergebnis entsprechend etwas freundlicher aus.

 

Hubbelrath traf im Viertelfinale auf den Berliner GC Gatow. Nach den Vierern führten die Rheinländerinnen mit 2:1 und setzten sich vorzeitig in vier Einzeln deutlich durch. Am Ende stand ein nie gefährdeter 7:2-Sieg.

Im Halbfinale ging es für Hubbelrath gegen die stark besetzte Mannschaft des Münchner GC. Die Vierer brachten schon eine Vorentscheidung, denn München gewann alle drei Matches.

 

In den Einzeln reichten zwei Siege von Spielerinnen des GC Hubbelrath nicht mehr, um das Spiel noch zu drehen, auch wenn Nicola Rössler mit 8und6 überdeutlich gegen Julia von Rohrscheidt triumphierte. Die fehlenden Punkte für den Sieg machte München vorzeitig klar und zog damit erwartungsgemäß ins Finale ein.

 

Ins Spiel um die Bronzemedaille startete der GC Hubbelrath mit einem kleinen Nachteil. Gegner Olching hatte am Vortrag dem GC St.Leon-Rot den Finaleinzug praktisch kampflos überlassen. Nach den Vierern hatte SLR mit 3:0 geführt, ehe es eine längere Gewitterunterbrechung gab.

Die Olchinger sahen wohl keine Chance mehr auf den Sieg und gaben alle Einzel verloren, um nach der Unterbrechung nicht mehr auf den Platz gehen zu müssen. Die so gesparten Kräfte nutzten den Bayerinnen aber am Finaltag nichts, denn Hubbelrath zeigte eine starke Mannschaftsleistung.

 

Merle Kasperek und Anna-Theresa Rottluff gewannen ihren Vierer ebenso, wie Denise Kalek und Samantha Krug. Durch die Niederlage von Nicola Rössler und Jennifer Aline Weise ging es mit einer 2:1-Führung in die Einzel.

Hier waren Anna-Theresa Rottluff, Merle Kasperek und Nicola Rössler mit ihren Siegen der Garant für einen Erfolg, der gegen den hoch eingeschätzten Gegner nicht erwartet werden durfte. Letztlich lautete das Ergebnis 5,5:3,5 für die jubelnden Hubbelratherinnen.

 

 

Alle Ergebnisse:

www.golf.de/dmm2012/index.cfm

 

 








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