Zweite Qualifikation und NRW-Meisterschaften
18-06-12 16:16

Auf Regen folgt Sonne



Sieger und Platzierte der AK 18


NRW-Meister Henry Orth


NRW-Meisterin Merle Kasperek


NRW-Meisterin AK16 Maike Schlender


MRW-Meister Max Ropinski


Sieger und Platzierte der AK 16


Sieger der Qualifikation der AK 14


Siegerinnen der AK 14 Qualifikation


Sieger und Platzierte der AK 12

 

 

18.05.2012 - Das zweite Spielwochenende in den Alterklassen 12 bis 18 hielt sehr unterschiedliche Bedingungen für die Qualifikationsrunden für die Deutschen Meisterschaften und die NRW-Meisterschaften bereit.

Am Samstag war es mindestens sehr windig, teilweise auch sehr regnerisch. Am Sonntag setzte sich die Sonne durch und es wurde bei überwiegend ruhigem Wetter gut gespielt.

Henry Orth mit Fabelrunde NRW-Meister AK 18

Wie bei zweitägigen Wettspielen üblich, waren die Scores am zweiten Tag insgesamt deutlich besser als am ersten. Bei dieser NRW-Meisterschaft AK 18 hatte dies nicht nur damit zu tun, dass die Spieler den Platz am zweiten Tag besser kannten, sondern auch mit den harten Wetterbedingungen, die am Samstag in Bochum alle Aktiven forderten.

 

Die alles überragende Runde der Meisterschaft gelang Henry Orth. Seiner 76 vom Samstag ließ der Hubbelrather eine famose 64 folgen. Die Scorekarte blieb an diesem Tag blitzsauber: Kein Bogey, dafür aber sieben Birdies! Der Platzrekord war damit eingestellt.

 

Dass Orth nach dieser Leistung zum NRW-Meister AK 18 gekürt wurde, versteht sich fast von alleine. Obwohl: Wäre Marcus Toennessen auf der letzten Bahn am Sonntag nicht ein solches Missgeschick widerfahren, hätte es eng werden können. Der Spieler vom GC Rittergut Birkhof hatte am Samstag schlaggleich mit Niklas Durchner (Dreibäumen) eine starke 72 und damit die beste Tagesrunde ins Clubhaus gebracht. Schon ein Par auf Bahn 18 hätte Toennessen genügt, um die Silbermedaille zu gewinnen, ein Birdie hätte sogar noch ein Stechen mit Henry Orth erzwungen. Doch mehrere Bälle verschwanden im Rough oder Wasser. Eine 10 auf der Scorekarte war zuviel, um noch den Sprung auf das Siegertreppchen zu schaffen. Toennessen musste sich beim Gesamtscore von 146 Schlägen mit dem geteilten 4.Rang nach Stechen zufrieden geben.

 

Silber und Bronze gingen an Spieler von der Hummelbachaue: Finn Fleer (144) und Maximilian Herter (146) schafften den Sprung auf das Treppchen.

Im Stechen mit ebenfalls 146 Schlägen das Nachsehen hatten Mario Koenigsfeld (Hubbelrath), Florian Schmiedel (Mülheim) und Niklas Jacobi (Haan-Düsseltal).

 

Bei den Mädchen gab es einen Vierfachtriumph des GC Hubbelrath. Meisterin wurde nach zwei sehr soliden Runden von 71 und 70 Merle Kasperek. Damit hatte sie am Ende fünf Schläge Vorsprung vor ihren drei Clubkameradinnen, die sich nach Stechen auf den Plätzen 2 bis 4 wieder fanden: Samantha Krug gewann die Silbermedaille und Charlotte Meis Bronze. Für Finja Schmale blieb der undankbare 4.Rang.

 

Der gastgebende Bochumer GC hatte sich für diese NRW-Meisterschaft viel Mühe gemacht. Der Platz war in bestem Pflegezustand, auch wenn die Roughs aufgrund der Nässe nicht gemäht werden konnten. Für die Spieler, die besondere Runden gespielt hatten, gab es vom Club kleine Präsente, die bei den jungen Golfern für große Freude sorgten.

 

Positiv fiel auf, dass insgesamt sehr zügig gespielt wurde und alle Spieler sehr sicher die Etikette einhielten.

 

Ropsinki und Schlender Meister AK 16

Max Philipp Ropinski und Maike Schlender haben sich im GC Unna-Fröndenberg die Titel als NRW-Meister der AK 16 gesichert.

Bei den Mädchen hatte Schlender am ersten Tag gemeinsam mit Paulina Trockle die beste Tagesrunde gespielt. Eine 73 war angesichts des heftigen und stark böigen Windes ein beachtlicher Score. Immerhin kamen fast alle Flights in Unna trocken über den Platz, obwohl ständig dunkle Regenwolken am Himmel hingen.

 

Am Sonntag schien dann die Sonne und auch der Wind hatte etwas nachgelassen. Maike Schlender setzte sich im Leaderflight deutlich ab. Am Ende hatte die Spielerin vom GC Paderborner Land fünf Schläge Vorsprung auf Paulina Trockle (Bergisch Land), die mit einer 80 noch auf den Bronzeplatz abrutschte.

Zwischen beide schob sich Sophie Hausmann (Düsseldorfer GC), die der 79 vom Samstag mit 73 den besten Score der Finalrunde ins Clubhaus brachte.

 

Bei den Jungen lieferten sich Max Philipp Ropinski (Hubbelrath) und Yul Johannink (Ahaus) lange ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Spieler aus Ahaus hatte am Samstag mit 72 Schläge ganz starke Windqualitäten bewiesen und damit die beste Tagesrunde gespielt. Ropinski war nur einen Zähler schlechter vom Platz gekommen.

Johannink legte am Finaltag einen Blitzstart hin. Drei Birdies auf den ersten drei Bahnen! Max Philipp Ropinski ließ sich davon aber nicht beeindrucken und spielte ganz ruhig weiter. Nach Bahn 15 lagen beide für das Turnier gleichauf.

 

Auf Bahn 16 kam es zu einem Vorfall, der den Golfsport von vielen Sportarten abhebt und einen Teil der Faszination dieses Sports ausmacht: Yul Johannink verzog seinen ersten Abschlag nach rechts. Provisorisch legte er einen zweiten Ball nach, der sich links ins Rough verzog. Erst der dritte Versuch landete auf dem Fairway. Nachdem der erste Ball von mehreren Personen erfolglos fünf Minuten lang gesucht wurde, gab es für den zweiten Ball auch keine großen Hoffnungen. Doch 20 Sekunden, ehe die Suchzeit beendet hätte werden müssen, fand Max Philipp Ropinski den Ball seines ärgsten Kontrahenten.

Die sportliche Fairness ist im Golfsport selbstverständlich, dass er sofort ein Zeichen gab und damit den Score von Yul Johannink noch im Rahmen bleiben konnte. Hätte der Hubbelrather einfach nur den Ball „übersehen", wäre sein Titel schon zu dem Zeitpunkt sicher gewesen.

Auch so verlor Johannink noch so viele Schläge, dass er am Ende mit der Bronzemedaille zufrieden sein musste, aber der Respekt für das faire Verhalten gebührt Max Philipp Ropinski.

 

Die Silbermedaille ging an Jasper Schürmann vom Dortmunder GC. Nach einer 76 legte Schürmann mit 72 den besten Tagesscore der Finalrunde nach und sicherte sich so den zweiten Platz.

Stephan Krämer und Dr. Jens Hausmann vom Jugendausschuss des GV NRW e.V. loben während der Siegerehrung den ausgesprochen guten Platz und dankten dem Club für sein Engagement.

 

AK 14

Nach heftigen Regenfällen in der Nacht von Freitag auf Samstag hatte die Spielleitung Sorgen, die AK 14 in Nordkirchen überhaupt starten zu können. Doch der Platz im Münsterland zeigte erstaunliche Nehmerqualitäten. Die Bedingungen waren gut, auch wenn sogar noch die ersten drei Wettspielstunden im Regen stattfanden.

Mit großem Vorsprung gewann Tim Haselhoff vom G&LC Coesfeld das zweiten Qualifikationsturnier zur DM. Mit 68 Schlägen hatte er am Ende neun Zähler weniger notiert als seine Verfolger. Kurios an der Runde: Haselhoff spielte kein einziges Bogey und lag nach 17 Bahnen sogar fünf unter Par. Am letzten Tee wurden dem Youngster dann aber wohl bewusst, welches Traumergebnis er ins Clubhaus würde bringen können - und bekam doch noch Probleme. Ein Doppelbogey zum Abschluss konnte die Freude über eine starke Runde nur kurz trüben.

Im Stechen der drei Spieler, die eine 77 unterschrieben hatte, wurden die folgenden Plätze ausgemacht. Platz 2 ging an Nick Bachem vom GC Schloß Auel, Platz 3 sicherte sich Fahri Smani jr. vom GC Mülheim. Ohne Medaille blieb Tristan Breyer vom GC Hösel.

 

Bei den Mädchen gewann erwartungsgemäß Anna-Theresa Rottluff. Mit 75 Schlägen hatte die Hubbelratherin großen Vorsprung auf die Verfolgerinnen. Julia Brooks vom GC Sennelager kam mit einer 81 vom Platz, einen weiteren Schlag mehr brauchte Theresa Grillo (Hubbelrath).

 

 

AK 12

Nachdem der Platz schon der AK 14 am Vortag einen fairen Wettkampf ermöglicht hatte, wurden die jüngeren Spieler mit besserem Wetter und richtig guten Platzverhältnissen verwöhnt.

Die überragende Runde im Golf & Landclub Nordkirchen spielte Mel Ferner. Mit Stammvorgabe 11,9 spielte der Youngster vom GC Gut Neuenhof eine 76, was 63 Nettozählern entspricht.

Sechs Schläge Rückstand auf den Sieger hatten die beiden Platzierten: Paul Nickel von der Elfrather Mühle wurde Zweiter vor Franz Schindler vom Marienburger GC.

 

Bei nur acht Starterinnen gewann Anna-Maria Diederichs (GC Hösel) nach einer Runde von 86 Schlägen mit großem Vorsprung. Andrea Riano (Meerbusch) hatte sieben Schläge Rückstand, Maria-Luisa Esser (Marienburger GC) kam mit einer 96 vom Platz.

 

In den beiden letzten Jahren ist die Anzahl an Starterinnen in der AK 12 Anlass zur Sorge beim Golfverband NRW. Inzwischen sind weniger Spielerinnen am Start als Ranglistenplätze vorgesehen sind. Dies bedeutet: jedes Mädchen, das mitspielt, wird Ranglistenpunkte sammeln und gute Aussichten haben, sich für das NRW-Finale der AK 14 und auch zur nationalen Ausscheidung zur Deutschen Meisterschaft zu qualifizieren.

„Wenn so wenige junge Mädchen antreten, ist dies einfach traurig", fasst André Pastoors, Geschäftsführer des Golfverbandes NRW die Lage knapp zusammen.

 

 

Alle Ergebnisse: www.gvnrw.de/wettspiele.html

 








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