Gellenbeck und Konrath holen Senioren-Titel
 |   Meister und Platzierte
  Die Grüngeschwindigkeit wird ermittelt
|
Gellenbeck und Konrath holen Senioren-Titel
3.6.2012 - Die NRW-Einzelmeisterschaften der Senioren und Seniorinnen werden den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Der gastgebende Golfpark Meerbusch hatte für die Teilnehmer einen Platz präpariert, der in absolut perfektem Zustand war. So perfekt, dass die Grüns sogar nach Maßstäben der PGA-Tour als schnell gegolten hätten.
Messungen mit dem Stimpmeter haben ergeben, dass am Samstag die Grüns exakt den Schwellenwert der Tourkriterien für „schnelle Grüns" erreichten: 10,5 Fuß, was etwa 3,20 Meter entspricht.
Damit waren die Grüns für viele Teilnehmer nur schwer zu putten, da kaum jemand gewohnt ist, auf derart schnellen Grüns zu spielen. Dreiputts gab es daher in Serie und auch Vierputts waren einige zu sehen.
So erklären sich auch die vergleichsweise hohen Scores.
Am Samstag waren die Wetterbedingungen optimal: Sonnenschein und praktisch kein Wind - normaler Weise purzeln dann die Scores und es gibt viele Unterspielungen. Nicht aber bei diesen NRW-Meisterschaften. Am Samstag ergab sich dadurch ein CBA von -3!
Ganz anders stellten sich die äußeren Bedingungen am Sonntag dar. Es hatte über Nacht angefangen, heftig zu regnen und auch am zweiten Wettspieltag selber gab es gegen die Wassermassen kein Mittel. Bemerkenswert war allerdings, wie gut der Platz in Meerbusch die Regenfälle geschluckt hat. Auf den Grüns stand nie eine Pfütze und es waren überall sehr gute Spielbedingungen.
Die Scores, die die Teilnehmer ins Clubhaus brachten, waren wegen des Regens bei den Damen im Durchschnitt noch einmal fast zwei Schläge, bei den Herren sogar fast drei Schläge schlechter als am Tag zuvor. Das CBA war damit in der Kategorie „-4/RO" angekommen, bei der es keine Heraufsetzungen der Stammvorgabe gibt.
Heribert Konrath verteidigt Titel
Bei den Senioren konnte Heribert Konrath seinen Titel vom Vorjahr verteidigen. Der Spieler vom GC Haus Kambach hatte am Samstag mit einer 74 die beste Runde der Meisterschaft gespielt und damit einen Schlag vor Wolfgang Ebenhöh aus Leverkusen die Führung übernommen. Weitere zwei Schläge dahinter platzierte sich Norbert Weber (G&LC Schmitzhof) auf Rang 3.
Heribert Konrath gelang auch am Finaltag die beste Tagesrunde und sicherte sich mit vier Schlägen Vorsprung seinen dritten Meistertitel innerhalb von vier Jahren. Mit 76 Schlägen war er in der zweiten Runde genau einen Zähler besser als Norbert Weber, der seine 77 vom Vortag auch im strömenden Regen bestätigte und damit die Silbermedaille gewann.
Wolfgang Ebenhöh hatte mehr Probleme und fiel durch seine 85 nach Stechen sogar noch aus den Medaillenrängen heraus, belegte am Ende den undankbaren 4.Platz. Platz 3 belegte Hans Günther Heinrigs vom Aachener GC, der zwei Scorekarten mit 80 Schlägen unterschreiben durfte.
Uschi Beer holt wieder „nur" Silber
Bei den Damen konnte die Siegerin vom Vorjahr ihren Titel nicht verteidigen. Désirée Spandau (Schmitzhof) lag nach Runden von 87 und 82 Schlägen fünf Zähler hinter der neuen NRW-Meisterin und wurde damit Vierte im Endklassement.
Den Titel sicherte sich Beate Gellenbeck (GC Münster-Wilkinghege), die am ersten Tag mit 81 Schlägen das beste Ergebnis spielte und die Führung mit einer 83 knapp verteidigen konnte. Elke Neumann-Drope (Lärchenhof) konnte ihre 81 nicht bestätigen, spielte am Finaltag eine 87 und rutschte dadurch noch auf den 3.Rang ab.
Uschi Beer, die schon 2011 die Silbermedaille gewonnen hatte, wurde auch in diesem Jahr wieder Vizemeisterin. Im Regenwetter des Sonntags gelang ihr zwar mit 81 Schlägen die beste Tagesrunde, aber ihren Rückstand von drei Schlägen gegenüber der neuen Meisterin konnte die für den Düsseldorfer GC antretende Spielerin nicht mehr aufholen.
André Pastoors war über den Rahmen, den der Golfpark Meerbusch den Aktiven gestellt hatte, sichtlich begeistert. Die Organisation und Gastronomie waren rundum gelungen, so dass der Golfverband NRW gerne im nächsten Jahr wieder diese Titelkämpfe in Meerbusch austragen würde.