Hitzeschlacht beim 33. WSMP
28-06-10 14:58

Hubbelrath verteidigt Titel im GC Am Alten Fliess e.V.



1. Platz für den GC Hubbelrath


1.-3. Platz Marienburger GC, GC Hubbelrath, GLC Köln


Man könnte meinen, vier Tage Golf inklusive Einspielrunde seien den Teilnehmern der 1. Liga im Willy Schniewind-Mannschaftspreis nicht genug. Bei anhaltend hochsommerlicher Hitze ohne den für den Alten Fliess typischen Wind „verlangte“ die Ausschreibung sogar an zwei Spieltagen nach einem Stechen…

 

In der Zählspielqualifikation am Freitag überzeugten die Kölner mit sensationellen 18,4 unter CR und verwiesen Titelverteidiger Hubbelrath mit 6,2 unter CR auf Position zwei. Düsseldorf und Marienburg reichten +10,2 und +12,6 über CR ein und sicherten sich damit die Teilnahme an der Lochspielqualifikation um die Meisterschaft. Gütersloh (+15,6), Hösel (+16,6), Krefeld (+32,6) und Münster-Wilkinghege (+49,2) starteten am Samstag ebenfalls in die Lochspiele. Bei den Plätzen 5 bis 8 ging es jedoch um den Klassenerhalt.

 

In der Lochspielqualifikation am Samstag dominierte Gütersloh in den Vierern gegen Münster mit 4 Punkten. In den Einzeln konnten die Münsteraner zwar 4 Punkte erzielen, mussten sich mit 8 zu 4 jedoch geschlagen geben und somit als Absteiger in die 2. Liga das Turnier verlassen. Ebenfalls um den Klassenerhalt traten Hösel gegen Krefeld an. Nur einen halben Punkt zählte Hösel nach den Vierern für sich, konnte jedoch mit 6 deutlich gewonnenen Einzeln den Abstieg abwenden. Der zweite Absteiger heißt also Krefelder GC, der mit 5,5 zu 6,5 knapp gegen Hösel unterlag.

In der Lochspielqualifikation um die Meisterschaft trennten sich der GLC Köln und der Marienburger GC mit 5 zu 7. Das Städteduell Düsseldorfer GC gegen den GC Hubbelrath hingegen endete mit 6 zu 6 wieder einmal ausgeglichen, so dass ein Stechen die Entscheidung bringen musste. Gleich zwei Mal teeten die drei Paare auf, und am Ende spielte das Wasser als Hindernis die entscheidende Rolle. Der Düsseldorfer Antony Netto musste sich gegen Nicolai von Dellingshausen geschlagen geben, womit auch der Meistertitel für die Düsseldorfer in unerreichbare Ferne entschwand. Mittlerweile zeigte die Uhr nach über 36 gespielten Löchern und dem nachfolgenden Stechen bereits 21.30 Uhr an.

 

Auch am Sonntag war keine Wetteränderung in Sicht. Die sonst so ungeliebten Gewitter hätten zumindest am Nachmittag eine abkühlende und für die Fußballübertragung der Begegnung Deutschland-England willkommene Unterbrechung beschert. So mussten – und konnten – sich die Teilnehmer auf den „Fußball-Ergebnisdienst“ der Platzrichter verlassen. Das Zwischenergebnis im Golf nach den Vierern am Vormittag: Sowohl die Kölner als auch die Düsseldorfer hatten je 2 Vierer für sich entschieden. Ebenso lautete der Zwischenstand bei der Begegnung Marienburg gegen Hubbelrath. Gleichauf starteten also die Einzelpartien in der Mittagshitze auf dem noch immer windstillen Golfplatz Am Alten Fliess. Regenschirme wurden zu Sonnenschirmen umfunktioniert, und nasse Handtücher kühlten so manchen Spieler-Nacken. Die Zuschauer begleiteten die Flights teilweise sogar barfuß bis zum Ende. Und das Ende…war noch lange nicht in Sicht.

Nachdem die Düsseldorfer bereits am Samstag ihr Stechen gegen Hubbelrath verloren hatten, wollten sie sich im Spiel um Platz 3 erst recht nicht geschlagen geben. Zunächst hatten die Kölner noch die Nase vorn, dann holten die Düsseldorfer jedoch gekonnt auf und beendeten auch die Einzel gleichauf. Ein Stechen um Platz 3 war somit unabwendbar und wurde zügig gestartet. Frederick Strünker (Köln) unterlag Antony Netto (Düsseldorf) mit einem Dreiputt. Die nächste Partie entschied der Kölner Sam Pennington mit einem Birdie gegen den Düsseldorfer Christoph Kiesendahl für sich. 1 zu 1 hiermit der Zwischenstand. Sebastian Jakopp (Köln) und Peter M. Ganser (Düsseldorf) teilten sich das Loch mit einem Par und mussten erneut auf den Abschlag. Beide Drives landeten im Bunker. Gansers Bunkerschlag endete jedoch vor dem Grün im Wasserhindernis, während Jakopp seinen Sandschlag kurz ließ. Sein dritter Schlag landete perfekt nahe der Fahne, so dass er gegen den Strafdrop seines Gegners mit einem Par die Bronzemedaille für seine Kölner Jungs, die von Jens Bümming als Kapitän begleitet wurden, sichern konnte.

 

In der Begegnung der Titelanwärter Marienburg und Hubbelrath sah es zunächst so aus, als seien die Marienburger speziell im Spiel zur Fahne und im Putten unschlagbar. Vielleicht fühlten sich die Hubbelrather aber auch durch den Sieg der deutschen Fußballer so beflügelt, dass ihnen auf der zweiten Hälfte der Einzel einfach mehr gelang… 6,5 zu 5,5 lautete am Ende das Resultat – ihren Vorjahrestitel hatten die Hubbelrather damit erfolgreich verteidigt.

Dr. Christoph Osing, Betreuer des Siegerteams, bedankte sich beim GC Am Alten Fließ für die hervorragenden golferischen Bedingungen. Außerdem lobte er die Arbeit der Platzrichter: „Schiedsrichter, die man eigentlich nicht wahrnimmt, sind die besten“. Das Spiel der Silber-Jungs aus Marienburg kommentierte Osing mit „da hat nicht viel gefehlt, und ihr hättet uns gehabt“. Ein großes Dankeschön ging auch an den Kapitän und Trainer Roland Becker, der sein Team in der Hitzeschlacht begleitete.

 

Erhard Wetterich, Sportausschussvorsitzender des GV NRW e.V., stellte in Aussicht, dass die 1. Liga des Willy Schniewind-Mannschaftspreises auch in den nächsten Jahren auf der Golfanlage Am Alten Fliess willkommen sei.

 

Die Siegermannschaft:

Lars Bocks, Maximilian Rottluff, Nicolai von Dellingshausen, Marc Christopher Siebiera, Ferdinand Weber, Philipo Okan, Philip Kaymer, Nicola Rössler, Fabian Löhr, Jennifer Weise. Trainer und Kapitän: Roland Becker; Betreuer: Dr. Christoph Osing

 

Die einzelnen Ergebnisse finden Sie unter der Rubrik Wettspiele.

Die Aufsteiger in die 1. Liga stehen erst nach dem letzten Spieltag Ende September fest.








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